Auf die alten Stärken besinnen

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Einen schweren Stand hat derzeit Karl Murböck (li., hier gegen seinen Ex-Teamkollegen Maximilian Thurnhuber). Der BCF-Kapitän kassierte zuletzt beim mageren 0:0-Remis in Pullach die gelb-rote Karte.

Wolfratshausen - Zwei Partien ohne Sieg sind genug. Im Heimspiel gegen den TSV Gersthofen am heutigen Samstag (14.30 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) möchte das BCF-Floß wieder auf die Erfolgswelle zurückfinden.

BCF Wolfratshausen: Demmel - S.Kluge, J.Taffertshofer, L.Kasperek, Jell, Panholzer, Miedl, Murböck, Pratz, Amanquah, Fischer; Klinkmüller, Linder, Guéye, Rauch, Scheck, Haschke.

Andreas Brunner steht vor einem Luxusproblem. Allerdings ist die Fälligkeit der Lösung erst auf kommendes Frühjahr datiert. Dann nämlich kehren - wenn alles gut geht - Werner Schuhmann, Michael Pföderl und Ludwig Huber in den Kader des BCF zurück und bereichern die Wolfratshauser Offensive. Wusste man bei den Erstgenannten, dass sie in diesem Kalenderjahr nicht mehr Fußball spielen werden, ist die Verletzung bei Huber doch gravierender als zunächst angenommen. Neben dem Innenband ist auch das hintere Kreuzband in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein Anriss wohlgemerkt, keine Ruptur. Aber die konservative Heilung braucht eben ihre Zeit.

Für die heutige Partie kommt freilich niemand von der gesamten Verletztenliste in Frage, auch nicht Ludwig Lenz und Tom Pföderl. Wobei zumindest der Gaißacher demnächst wieder im Mannschaftstraining erwartet wird. Brunners verbliebene Kicker sind derweil bestrebt, die Fehler der jüngsten Vergangenheit abzustellen. „Wir müssen uns auf das besinnen, was uns vorher stark gemacht hat“, fordert der Farcheter Coach von seinen Eleven ein.

Trainingsmotto: „Zurück zu den Wurzeln“

Der 44-Jährige ließ nach dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ trainieren, setzte Übungen zur Wiedererlangung des Selbstvertrauens an. Warum es in den beiden vergangenen Begegnungen nichts so lief, erklärt Brunner unter Zuhilfenahme der Fußballer-Sprache. „Wenn man einen Lauf hat, gehen manche Dinge von selbst. Ist der Lauf weg, wird es für den Einzelnen schwierig, einen Fuß auf den Boden zu bringen.“ Das musste zuletzt auch Brunners verlängerter Arm auf dem Feld persönlich erfahren: Karl Murböck wurde infolge der vielen Spiele von seiner nicht optimalen, weil verletzungsbedingt unterbrochenen, Vorbereitung eingeholt. „Das war absehbar“, zeigt der Trainer Verständnis. „Karl hat sich bis jetzt so durchgeschlagen. Irgendwann geht es aber an die Substanz.“

Stichwort Substanz: Die hat der TSV Gersthofen neben Torhüter Christian Krieglmeier mit Andreas Neumeyer und Marc Römer (ehemals in Unterhaching und beim FC Augsburg) vor allem im Angriff. Der frühere Fürstenfeldbrucker Neumeyer traf bereits sieben Mal ins Schwarze. Aber nicht nur deswegen spricht Andi Brunner von einer „schweren Aufgabe, die wir bestehen wollen“. Womit wir wieder bei den Verletzten wären. Ob Michael Rauch heute mithelfen kann ist zumindest fraglich. Der Farchanter trug aus dem Spiel in Pullach eine Rippenprellung davon.

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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