Amberg verpasst Heimstetten einen Dämpfer

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Vitomir Moskovic nimmt seine Spieler in Schutz.

SV Heimstetten - Dem SV Heimstetten droht bereits in der ersten Runde der Abstiegsrelegation das Aus: Im Hinspiel beim FC Amberg kassiert der Noch-Regionalligist eine nicht unverdiente 0:1-Niederlage.

Der SV Heimstetten hat den Klassenerhalt eigentlich schon in der Tasche gehabt. Am Dienstag verfolgten die Fußballer des Noch-Regionalligisten gemeinsam nach dem Training, wie es im Relegationsrückspiel des TSV 1860 München gegen Kiel nach 90 Minuten 1:1 stand. Damit wären die Löwen in die 3. Liga abgestiegen, ihre Reserve in die Bayernliga – und der SVH gerettet. Doch dann folgte das weiß-blaue Last-Minute-Wunder: Kai Bülow traf in der Nachspielzeit zum 2:1, Sechzig bleibt zweitklassig – und der SVH muss doch noch in die Relegation.

Dort hat Heimstetten – 16 Stunden nach dieser emotionalen Achterbahnfahrt – nun einen Dämpfer kassiert: Im Hinspiel beim FC Amberg verliert die Mannschaft von Trainer Vitomir Moskovic mit 0:1. „Ich will das nicht als Ausrede gelten lassen“, betont der Coach hinterher. „Aber sechzehn Stunden sind schon eine knappe Zeit, um nach so einem Spiel den Kopf wieder sauber zu bekommen. Das kann kein Mensch schaffen.“

Wobei der SVH außer an den Nachwehen des Löwen- Dramas vor allem auch an seiner prekären Personalsituation zu knabbern hat. So fehlt in Amberg nicht nur Memis Ünver, der sich im letzten Saisonspiel gegen Garching das Innenband gerissen hat. Sondern kurzfristig fallen auch Daniel Steimel, Maximilian Hintermaier und Maximilian Bauer aus; dazu steht Stürmer Andreas Neumeyer nicht mehr zur Verfügung, der sich auf eine lange geplante USA-Reise verabschiedet hat.

Derart dezimiert muss Moskovic sein bewährtes System der Vorwochen aufgeben und setzt stattdessen auf eine Dreierkette in der Abwehr. Diese sei über 90 Minuten recht ordentlich gestanden, findet Manager Michael Matejka. „Wir haben hinten wenig zugelassen.“ In einer Situation aber landet die Kugel dennoch im Tor von Igor Pintar, der den weiterhin verletzten Marijan Krasnic ersetzt. Ausgangspunkt ist ein Freistoß, der sich per Kopfballverlängerung ins Netz senkt. Nach Meinung der Gastgeber ist es ein Treffer von Ambergs Julian Ceesay; der SVH-Trainer ist sich derweil sicher: „Das war ein Eigentor von Sebastian Paul.“

Doch nicht nur deshalb spricht Moskovic hinterher von einer unnötigen Niederlage. So vergibt Sebastiano Nappo schon vor dem Gegentor die dicke Chance zur Führung; 20 Minuten später hat Clemens Kubina den Ausgleich auf dem Kopf. „Wir hatten drei, vier Hundertprozentige“, ärgert sich der Trainer, der jedoch einräumt: „Die zweite Hälfte war schlecht. Da haben wir nach vorne nicht viel zustande gebracht.“

Nun also braucht seine Elf am Sonntag einen Sieg, wenn sie den FCA zum Rückspiel im Sportpark empfängt. „Wir müssen jetzt zusammenrücken und es besser machen“, fordert Moskovic. Und noch etwas sei wichtig: „Wir haben jetzt drei Tage Zeit, um den Kopf sauber zu kriegen.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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