Ammari ist angekommen in der Spitze

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Nur das Nachsehen hat der Buchbacher Verteidiger gegen Sammy Ammari. Bei der 0:1-Niederlage war der Heimstettner zwar wieder einmal der gefährlichste Angreifer seines Teams – ein Tor wollte ihm jedoch nicht gelingen.

SV Heimstetten - In einer bislang eher verkorksten Saison mit Trainerwechsel und Pokal-Aus ist Sammy Ammari einer der Lichtblicke beim SV Heimstetten: In acht Spielen hat er viermal getroffen – und ist damit die klare Nummer eins im SVH-Sturm.

Von der Tribüne aus erinnern die Abwehrspieler des TSV Buchbach an weiße Slalomstangen, die ein Fußballer im roten Trikot fast nach Belieben umkurvt. In diesem Leibchen steckt Sammy Ammari vom SV Heim-stetten; er hat soeben einen langen Pass butterweich aus der Luft gepflückt, zwei Gegner genarrt und sich fast bis zur Torauslinie durchgetankt. Aug’ in Aug’ mit dem Buchbacher Torwart könnte er es selbst probieren, legt dann aber in die Mitte zum nachgerückten Clemens Kubina.

„Und dort ist es dann zu eng geworden, sodass diese gute Chance verpufft ist“, ärgert sich Ammari noch Tage nach der 0:1-Niederlage. „Es war wieder mal das alte Lied: Wir haben eigentlich ganz ordentlich gespielt, aber unsere Torchancen nicht genutzt.“ Und selbstkritisch fügt der 20-Jährige hinzu: „In dieser einen Szene muss ich früher abschließen und mit links schießen. Wenn wir da in Führung gehen, dann läuft das ganze Spiel anders.“

Es hätte bereits Ammaris fünfter Saisontreffer sein können, und allein diese Statistik zeigt: So holprig die Spielzeit gerade in den vergangenen Wochen für den SVH gelaufen ist – so prima sieht die persönliche Bilanz des Offensivmanns aus. Musste Ammari nach seinem Wechsel vom Landesligisten VfB Hallbergmoos in der Vorsaison noch meist auf den Flügel ausweichen, darf er nun in vorderster Spitze ran – „meine Lieblingsposition“, sagt er.

In allen acht Ligaspielen stürmte Ammari in der Anfangself – sowohl unter Ex-Coach Rainer Elfinger als auch unter dessen Nachfolger Vitomir Moskovic. Den Trainerwechsel habe die Mannschaft inzwischen weggesteckt, ist sich der Angreifer sicher. „Bei der Pokalniederlage in Rosenheim war das noch in den Köpfen, aber jetzt ist das Thema durch.“ Er selbst habe sich zwar „Gedanken gemacht“, räumt Ammari ein – schließlich sei er unter Elfinger zum Stammspieler aufgestiegen. „Aber ich habe das schnell weggeschluckt“, sagt er. „Im Fußball läuft das Geschäft nun mal so. Ich weiß, dass ich auch unter dem neuen Coach meine Chance bekommen, wenn ich Leistung zeige.“

Doch nicht nur Moskovic wird mit Interesse verfolgen, wie sich sein Stürmer entwickelt: Auch bei manch anderem Club soll Ammari auf dem Zettel stehen. „Damit habe ich mich gar nicht beschäftigt“, winkt er ab. „Ich will erst mal meine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann in Ismaning fertig machen. Außerdem habe ich noch Vertrag in Heimstetten und fühle mich sehr wohl.“ Der Sprung in den Profifußball sei jedoch mittelfristig ein Traum. „Natürlich würde ich bei einem Angebot nachdenken“, sagt Ammari. „Aber ich mache mich nicht verrückt. Es kommt, wie’s kommt.“

Kommen werden zunächst mal die Duelle gegen Schweinfurt (siehe Kasten) und Memmingen – „zwei Spiele, die wir gewinnen sollten“, findet Ammari. „Wir stehen jetzt schon unter Druck.“ Schließlich gelte es, eine Zitterpartie wie in der Vorsaison zu vermeiden – da schaffte der SVH erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt. „Diesmal wollen wir uns frühzeitig aus dem Abstiegskampf raushalten“, sagt der Stürmer. Und sein persönliches Ziel? „Ich habe mir keine bestimmte Tor-Marke gesetzt“, sagt Ammari. „Ich will einfach nur spielen – und Spaß haben.“

SVH will Negativserie beenden

Seit vier Ligaspielen hat der SV Heimstetten keinen Punkt mehr geholt, dazu kam das bittere Pokal-Aus gegen den Bayernligisten TSV 1860 Rosenheim. Nun unternimmt der Club heute Abend einen neuen Anlauf, diese Negativserie zu stoppen: Um 19.30 Uhr gastiert der Regionalligist beim FC Schweinfurt, aktuell vier Punkte und drei Tabellenplätze vor Heimstetten.

„Eine starke Mannschaft, gerade zu Hause“, sagt Vitomir Moskovic, der noch auf sein erstes Erfolgserlebnis als SVH-Coach wartet. Hoffnung macht ihm die Leistung seiner Elf beim jüngsten 0:1 gegen Buchbach: „Da haben wir stark gespielt, doch leider unsere Chancen nicht genutzt.“ ps

Voraussichtliche Aufstellung: Krasnic, Ehret, Paul, Kubina, Toy, De La Motte, C. Schmitt, D. Schmitt, Nappo, Majdancevic, Ammari.

Quelle: fussball-vorort.de

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