Ampelkarte lässt Pipinsrieder Traum platzen

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Kaum zu halten: Rosenheims Maskenmann Markus Einsiedler (der einen Jochbeinbruch erlitten hatte) zwischen den Pipinsriedern Christian Adrianowytsch und Sebastian Fischer.

FC Pipinsried - Das war’s für den FC Pipinsried in Sachen Regionalliga: Nach einer 0:1 (0:0)-Rückspielniederlage in Rosenheim ist die Truppe von Tobias Strobl um eine Erfahrung reicher. Der FCP fuhr erhobenen Hauptes gen Heimat, mussten sie doch die 2. Halbzeit zu zehnt agieren.

Es hat nicht sollen sein: Verletzungspech, ein vorlauter Kicker und eine fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung verhinderten gestern Abend eine kleine Sensation: Am Ende gewannen die zwar überlegenen, aber keineswegs überzeugenden Rosenheimer Regionalligisten mit 1:0 (0:0).

Der FC Pipinsried kehrt erhobenen Hauptes in die Bayernliga zurück. Thomas Siegmund, der Rosenheimer Coach, war sich allerdings seiner Sache schon vor Spielbeginn sehr sicher: „Wir sind der Regionalligist. Da kann es wohl keine zwei Meinungen, geben wie das heute ausgeht. Wir werden sicherlich nicht defensiv auftreten.“

Sein Pipinsrieder Kollege Tobias Strobl hatte gleichfalls keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen für seine Anfangsformation getroffen: Er vertraute derselben Elf wie am Dienstag. Also mit dem Offensivquartett Giovanni Goia, Dominik Schön, Serge Yohoua und dem zuletzt von Vereinspräsident Konrad Höß öffentlich kritisierten Junis Ibrahim. Arthur Kubica saß erst einmal auf der Bank. Siegmund hatte im Vergleich zu Dienstag nur auf den Togolesen Moustapha Salifou verzichtet und stattdessen Besart Murtezi von Beginn an gebracht.

Strobls Personalpläne wurde indes schnell über den Haufen geworfen: Schon nach 15 Minuten wurde Max Zischler mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht. Und kurz vor der Pause lieferte sich Philipp Grahammer ein Wortgefecht mit dem Bundesliga-erfahrenen Referee Michael Emmer, nachdem er zuvor eine gelbe Karte gesehen hatte. Emmer reagierte prompt und zeigte dem Pipinsrieder die Ampelkarte (45.+1). Schade drum. Denn die Pipinsrieder hatten sich bis dato wacker geschlagen.

Natürlich waren die Hausherren überlegen. Dennoch fuhren die Dorfclub-Kicker einige beachtliche Konter. Zumeist rechts über Goia und Yohoua – zum Beispiel in der 12. Minute, als erst der Ivorer zur Grundlinie durchging und der Deutsch-Italiener nachsetzte. Oder als Fischer einen gefährlichen Kopfball auf Schöns Scheitel lupfte (38.). Aber auch auf der linken Flanke, wo sich Schön und Ibrahim einmal gefährlich vor das Rosenheimer Tor kombinierten (27.). Rosenheim startete sein eigentliches Powerplay nach dem Seitenwechsel. Die neun gelb-blauen Feldspieler kamen ins Schwimmen. Dafür stand Tobias Antoni im Kasten wie eine Eins.

Bis zur 64. Minute, als Robert Köhler von halbrechts aus rund zehn Metern ins lange Eck zum 1:0 abzog. Immerhin ließen die Pipinsrieder den Kopf nicht hängen: Sie antworteten direkt mit einem Konter über Wünsch, Schön kam jedoch nur mit der Schuhspitze dran (67.). Gleich darauf zappelte der Ball im Netz: Goia war in eine Flanke von Schön reingerutscht. Warum der SR-Assistent Thomas Zippe seine Fahne hob, konnten nicht nur die FCP-Fans nicht begreifen (70.). Die Fehlentscheidung hatte die Strobl-Truppe angestachelt: Beim nächsten Konter über Wünsch, geriet Fischer bei seinem Schussversuch aus sieben Metern in Rücklage und traf nur Wolken über Rosenheim (74.). In den Schlussminuten zogen die Hausherren noch einmal an. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Quelle: fussball-vorort.de

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