Aspis will Spitzenreiter Moosen heimleuchten

Anastasios Parapanis freut sich über das neue Flutlicht und aufs Gemeindederby

Hell-Seher: Aspis-Vorsitzender Anastasios Parapanis ist stolz auf das neue Flutlicht. Foto: Lang Heilmeier hat sichum alles gekümmertDie Leidenschaftwird entscheiden

Taufkirchen – Es ist angerichtet beim TSV Aspis Taufkirchen. Das neue Flutlicht ist installiert und sorgt für ein völlig neues Trainingsgefühl. Und der Platz ist bestens präpariert für das Gemeindederby am Sonntag um 14.30 Uhr gegen den SC Moosen.

Aspis-Vorsitzender Anastasios „Tasse“ Parapanis war am Freitag persönlich damit beschäftigt, mit einer Walze das Spielfeld glatt zu machen. „Jetzt war ich am Donnerstag im Training einmal nicht da, und dann haben die geglaubt, sie haben Narrenfreiheit und können den Platz so hernehmen. Ich glaube, ich schmeiß den Trainer raus“, schimpft Parapanis, um dann lauthals los zu lachen. „Nein, nein, ist nur Spaß, keine Angst, die Stimmung ist bei uns top.“ Und er erklärt auch gleich warum: „Wir stehen jetzt schon um zwei Punkte besser da als vergangene Saison und haben jetzt noch mehr Spaß im Training, weil wir eine neues Licht haben.“ Das LED-Flutlicht sei einfach gigantisch. „Jetzt sieht man den Ball sogar, wenn er in der Luft ist, früher hast du nur ahnen können, wo er gerade ist“, erzählt Parapanis und grinst übers ganze Gesicht.

Vor rund zehn Jahren hatte der Verein neue Flutlichtmasten installiert. „Punktspiele hatten wir abends eh keine, für den Trainingsbetrieb war es zwar grenzwertig, aber im Endeffekt ganz okay“, erzählt der Aspis-Chef. Zuletzt habe es „ab und zu gesponnen, und es sind immer wieder mal einzelne Lichter ausgefallen“. Schatzmeister Christian Heilmeier habe daraufhin die Initiative ergriffen. „Er war praktisch unser Projektleiter, ich habe mich da um nichts kümmern müssen“, berichtet Parapanis. Heilmeier habe alle möglichen Zuschüsse beantragt bei der Gemeinde, beim Landkreis, beim Bayerischen Fußballverband, „und rund 30 Prozent haben wir selbst tragen müssen“. Prima sei gewesen, dass zwei Geldinstitute am Ort den Verein großzügig unterstützt hätten. „Eine tolle Sache für einen Verein wie uns, mit unseren 120 Mitgliedern“, findet Parapanis, der bekennt: „Wir sind brutal stolz auf unser neues LED-Flutlicht.“ Im Verein gebe es mittlerweile Überlegungen, ab und zu ein Punktspiel unter Flutlicht auszutragen. Das werde man sich überlegen, stellt Parapanis fest. Was allerdings bereits feststeht: „Nach der Winertpause, wahrscheinlich im März, werden wir ein Punktspiel am Freitagabend austragen, quasi als offizielles Flutlicht-Eröffnungsspiel.“

Bis dahin soll noch der eine oder andere Punkt eingefahren werden, meint der Aspis-Chef und blickt auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. „Bei und gibt es nur hop oder top, wie unsere Bilanz von sieben Siegen und sechs Niederlagen zeigt. Wir haben noch kein Unentschieden.“ Dabei hatten die Taufkirchener Griechen mit ihrem neuen Spielertrainer Leos Balderanos einen denkbar schlechten Saisonstart hingelegt. „Wir haben zum Auftakt gleich zweimal verloren, dann aber dreimal gewonnen.“ Dieses Auf und Ab sei in der Folge weitergegangen. Parapanis’ Fazit: „Wir sind halt einfach noch zu unkonstant.“

Im Falle eines Sieges gegen den Ortsrivalen, der mit 31 Punkten die Tabelle anführt, könnte sich Aspis in der Spitzengruppe der Kreisklasse erst einmal festsetzen. Momentan liegt die Balderanos-Truppe auf Platz fünf mit 21 Punkten. Der Kader sei nahezu komplett, erzählt Parapanis, lediglich der beruflich verhinderte Leon Lechner stehe am Sonntag nicht zur Verfügung. „Wir sind bereit, den großen Favoriten Moosen zu ärgern“, verkündet der Aspis-Chef selbstbewusst. „Wir müssen einfach gut stehen und unsere Stärken ausspielen.“

Er erwartet eine offene Partie und verspricht: „Wir werden uns nicht hinten reinstellen.“ Man wolle sogar versuchen, die Moosener unter Druck zu setzen. „Wenn wir was reißen wollen, dann müssen wir unsere Chancen, von denen wir bestimmt nicht all zu viele bekommen werden, verwerten.“ Immerhin habe Aspis mit Julian Schaumeier den Stürmer in seinen Reihen, der mit 18 Treffern in 13 Spielen die Torjägerliste der Kreisklasse anführt. Treffsicherster Moosener ist Spielertrainer Maxi Bauer, der mit sieben Toren auf Platz elf liegt, allerdings ein paar Spiele wegen Verletzung verpasst hat.

Parapanis ist sich sicher: „Bei diesem Derby wird viel geboten sein.“ Allerdings erwartet er mehr Kampf als großartige spielerische Elemente. Er ist davon überzeugt: „Wer die Leidenschaft nicht mitbringt, der wird verlieren. Es muss von der ersten bis zur letzten Minute geackert werden.“ Wenn dabei der Platz in Mitleidenschaft gezogen wird, dann sei ihm das Fall egal. „Dann wird am Montag von mir halt wieder gewalzt“, sagt Parapanis – und lacht. WOLFGANG KRZIZOK

Heilmeier hat sich
um alles gekümmert

Die Leidenschaft
wird entscheiden

Quelle: Merkur.de

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