Der Angriff bleibt das Sorgenkind

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Gardar Gunnlaugssson zeigte sein großes Potenzial – bis er verletzungsbedingt ausgewechselt wurde.

Unterhaching - Nach dem verpatzten Start in die neue Saison herrschte bei der SpVgg Enttäuschung, gleichzeitig kündigt man eine umgehende Wiedergutmachung an. Auch die ersten Personalsorgen tauchen auf.

Routinier Roman Tyce fehlte überraschend in der Aufstellung am Samstag. Der Tscheche hat wieder einmal Probleme mit der Wade, musste kurzfristig passen. Wann er wieder einsatzbereit ist, kann derzeit niemand sagen. Immerhin konnte Trainer Klaus Augenthaler seinen „Plan B“ für die so wichtige Sechser-Position im Mittelfeld vor der Abwehr gleich testen – und zufrieden abhaken.

Fanbus nach Regensburg

Nach dem missglückten Saisonstart benörigt die SpVgg Unterhahing nun umso mehr die Unterstütung ihrer Fans. Zum ersten Auswärtsspiel der Saison beim SSV Jahn Regensburg am Samstag, 31. Juli, bietet die SpVgg deshalb wieder eine Fahrt mit dem Fanbus an. Anstoß ist um 14 Uhr.

Der Fanbus fährt am Spieltag um 10.45 Uhr am Sportpark los, der Fahrpreis beträgt zehn Euro. Anmeldungen nimmt wie immer die Geschäftsstelle der SpVgg Unterhaching unter 615 59 16 76 oder per E-Mail an info@spvggunterhaching.de an.

Auch nach dem Abgang von Manuel Konrad gibt es guten Ersatz. Der eigentlich offensive Argentinier Leandro Grech war im defensiven Mittelfeld bester Hachinger. „Er ist derzeit mein wichtigster Mann“, sagte Augenthaler, „weil er auf verschiedenen Positionen spielen kann. Das hat er hervorragend gemacht, er hat versucht, Verantwortung zu übernehmen.“
Sturm-Neuzugang Gardar Gunnlaugsson wurde zum ersten Sorgenkind. Nicht nur, weil er beim Abschluss gegen Wehen wenig Glück und auch noch beim Gegentreffer im eigenen Strafraum die Orientierung verloren hatte. Nach 77 Minuten war für den Isländer Schluss, dummerweise verletzungsbedingt. Eine Blessur an den Adduktoren bremst den hoch gehandelten Neuzugang, „da muss man mal sehen, wie es wird bis zum nächsten Spieltag“, so Augenthaler gestern.
Damit wird wieder die Brisanz deutlich, wie dringend die SpVgg noch einen Stürmer braucht. Ömer Kanca war grippekrank ausgefallen, „wenn wir von der Bank was im Angriff nachlegen wollen, sind auf den jungen Sebastian Mützel angewiesen“, fasste der Chefcoach die wenig üppigen Alternativen zusammen. „Die Suche nach einem Stürmer hat weiter Priorität.“

Leandro Grech (l.) war wie ein Fels in der Brandung und verdiente sich eine Extra-Portion Anerkennung durch Trainer Klaus Augenthaler.

Ebenfalls Priorität hat das nächste Spiel bei Jahn Regensburg, in dem Punkte nun schon fast Pflicht sind, um nicht gleich zum Start weit hinter der Musik der Dritten Liga herzulaufen. Augenthaler macht sich da noch keine Sorgen: „Wir haben nach dieser Niederlage sicher wieder viel zu tun, aber wir fangen ja nicht bei Null an. Die Mannschaft ist selbstkritisch genug, weiß aber auch, dass schon mal alles besser geklappt hat.“ Die Qualität sei im Team vorhanden, schützte der Weltmeister seine Spieler vor zu lauter Kritik: „Die Mannschaft hat’s ja schon gezeigt, dass sie es besser kann. Und in dieser Liga kann man auch auswärts gewinnen.“

Dem konnte Kapitän Torben Hoffmann wenig hinzufügen: „Wir sind enttäuscht, dürfen jetzt aber nicht gleich die Nerven verlieren. Was wir haben vermissen lassen, werden wir abstellen und schon im nächsten Spiel versuchen umzusetzen. Jetzt fahren wir nach Regensburg, um da zu gewinnen.“

Auch Leandro Grech vermied es, schon nach einer Pleite zu niedergeschlagen zu wirken: „Das war eine bittere Niederlage, aber der Gegner war ja nicht viel besser. Jedes Spiel ist anders, in Regensburg wollen wir jetzt auf alle Fälle mindestens einen Punkt holen.“

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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