Brisantes Duell am letzten Spieltag

Angriff auf die Tabellenspitze: Heimstetten plant den Wiederaufstieg

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Orhan Akkurt will auch in der Rückrunde einige Tore erzielen.

Wer Heiko Baumgärtner und Borislav Vujanovic so zusammen erlebt, albernd und feixend, könnte meinen, die beiden Trainer des SV Heimstetten sind seit gemeinsamen Tagen im Sandkasten miteinander befreundet.

Dabei „haben wir uns vorher gar nicht gekannt“, verblüfft der 38-jährige Vujanovic. Mit vorher ist vor dieser Saison gemeint, als sich der SVH nach dem Abstieg aus der Regionalliga neu aufstellen musste. Ein neues, junges und dynamisches Trainerduo, das von Manager Michael Matejka zusammengestellt wurde, sollte den Verein zurück in die Erfolgsspur bringen. Baumgärtner hatte sich seine Meriten zuvor als erfolgreicher Trainer der zweiten Mannschaft verdient. Matejka scheute sich nicht, ihn mit erst 32 Jahren als Cheftrainer der ambitionierten Heimstettener zu installieren. Zur Seite sollte ihm allerdings ein qualifizierter Co-Trainer gestellt werden.

Auch, weil Baumgärtner schon damals wusste, dass er im Herbst beruflich für zwei Monate in die USA geht. Mit Vujanovic fand Matejka einen ehemaligen SVH-Spieler, der zuletzt Bezirksligist SV Lohhof betreut hatte. Und die beiden Übungsleiter fanden sofort einen guten Draht zueinander, wie sie glaubhaft beteuern. Auch der Saisonstart verlief reibungslos, Heimstetten blieb in den ersten sechs Partien unbesiegt und thronte in der Frühphase der Spielzeit an der Tabellenspitze. Dann jedoch wurde von den nächsten acht Spielen nur noch eins gewonnen, der SVH rutschte ab bis auf Platz neun. Die unmittelbare Regionalliga- Rückkehr aus der Bayernliga wurde ad acta gelegt, die Saison als Übergangsjahr eingestuft. Noch unter Baumgärtner aber gelang die Wende. Als sich dieser im Oktober in die USA verabschiedete, knüpfte Vertreter Vujanovic daran an und gewann die letzten vier Spiele vor der Winterpause.

Mit einem Nachholspiel in der Hinterhand beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Garching vor dem Start ins neue Jahr am kommenden Wochenende beim FC Unterföhring nur noch acht Punkte. Vujanovic hätte „das gut gemacht“, räumt Baumgärtner grinsend ein. Der Co- Trainer indes versichert mit Nachdruck, „überhaupt kein Problem damit“ zu haben, trotz dieser Erfolgsserie wieder ins zweite Glied zu rücken. So wurde die Wintervorbereitung wie abgesprochen wieder mit Cheftrainer Baumgärtner absolviert. Mit einigen Verstärkungen soll nun doch noch mal ein Angriff auf die Tabellenspitze unternommen werden, „wir wollen die Lücke verkleinern“, lautet dabei das nächste Nahziel des SVH-Trainergespanns. Dass mit dem SV Pullach, der vier Zähler vor Heimstetten rangiert, auch ein Lokalrivale im Meisterschaftsrennen mitmischt, bringt dabei eine besondere Brisanz mit sich.

Bei einem Aufstieg genügt die eigene Anlage keinen Regionalliga-Ansprüchen, so dass der SVP händeringend auf der Suche nach einer geeigneten Spielstätte für die vierte Liga ist. Der zunächst angedachte Plan, auf dem Platz des TSV Neuried zu spielen, zerschlug sich, da die Gemeinde im Münchner Süden nicht gewillt war, die nötigen Umbauten zu bewerkstelligen. So fragte Pullach bei Heimstetten an. Dort ist alles vorhanden, was in der Regionalliga gefordert ist, waren die Kirchheimer doch zuvor drei Jahre lang viertklassig aktiv gewesen. Zu entscheiden hätte dies die Gemeinde, erklärt SVH-Präsident Ewald Matejka.

Er selbst und sein Verein allerdings hätten keine Einwände, erläutert er, „wenn wir es sportlich nicht schaffen, uns vor Pullach zu platzieren, dann hätten wir es auch nicht verdient“, so Matejka. Bis Mitte April muss eine Entscheidung gefallen sein. Allerdings: Erst im Mai, am letzten Spieltag, empfängt der SV Pullach den SV Heimstetten ...

Quelle: fussball-vorort.de

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