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Anto Stipics Tätlichkeit kostet BCF Wolfratshausen den Sieg gegen Pöcking-Possenhofen

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Von: Oliver Rabuser

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Übereifrig: Nach Anto Stipics (li.) Foul in der Nachspielzeit kassierte der BCF in Pöcking noch den 1:1-Ausgleich.
Übereifrig: Nach Anto Stipics (li.) Foul in der Nachspielzeit kassierte der BCF in Pöcking noch den 1:1-Ausgleich. © or

Bis zur fünften Minute der Nachspielzeit hielt die Führung des BCF Wolfratshausen, doch dann branten Anto Stipic beim SC Pöcking-Possenhofen die Sicherungen durch.

Wolfratshausen – Eigentlich war der siebte Saisonerfolg des BCF Wolfratshausen bereits beschlossene Sache. Das an diesem Spieltag trainerlose Team hielt bis weit in die Nachspielzeit hinein einen 1:0-Vorsprung beim SC Pöcking-Possenhofen. Eben bis zu jenem Moment, da Anto Stipic für einen Augenblick seine guten Manieren vergaß und mit einer Tätlichkeit alles zunichte machte. Somit fühlte sich das 1:1-Unentschieden für die Farcheter wie ein Schlag ins Gesicht an. „Extrem deprimierend“, fand Ralf Schubnell klare Worte.

Der Kapitän war ein Teil jenes Führungszirkels, das die Mannschaft in Abwesenheit von Mitch Rödl und Jona Lehr anleiten sollte. Wobei Schubnell eigens betonte, dass die Absenz beider Coaches das eigene Spiel in keinster Weise beeinflusste. Im Gegenteil: „Jeder hat bei uns Verantwortung übernommen, wollte zeigen, dass es auch ohne Trainer geht.“ Der BCF dominierte den ersten Spielabschnitt, wenngleich er eine knifflige Situation zu überstehen hatte: Adrian Neumeier rammte bei einer Abwehraktion einen Pöckinger zu Boden, Referee Philipp Rank entschied auf Strafstoß.

BCF Wolfratshausen: Stipic und der Schiedsrichter bringen Schubnell auf die Palme

Der Farcheter Keeper ahnte die Ecke, doch der Ball knallte ohnehin an den Pfosten. Musti Kantar und Kayra Arikan verpassten die besten Chancen, ehe Peter Schubnell einen Abpraller zum Führungstreffer nutzte (43.). „Gut Fußball gespielt und endlich mal wieder kombiniert“, resümierte Schubnell.

Die optischen Vorteile für den SCP nach der Pause führte der Farcheter Kapitän primär auf den Spielstand zurück („Wir mussten ja nicht mehr unbedingt“). Gleichwohl sei man wohl in Summe „etwas zu tief“ gestanden. Dennoch habe die Mannschaft „brutal gefightet“. Just diese Attitüde beherzigte Stipic am Spielende deutlich über Norm, als er seinen Gegenspieler mit dem Ellenbogen traktierte. Der Platzverweis dafür war ebenso unstrittig wie harsche Worte der Teamkollegen hinterher. „So bringen wir uns um den verdienten Lohn“, haderte Schubnell nicht nur mit Stipics Undiszipliniertheit, sondern auch mit der Entscheidung des Referees: „Der Ball war im Aus, da kann es doch keinen Elfer geben.“ Gab es trotz aller Diskussionen letztlich aber doch. Der führte zum 1:1-Ausgleich in der 95. Minute. (OLIVER RABUSER)

SC Pöcking-Possenhofen – BCF Wolfratshsn. 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 (43.) P. Schubnell, 1:1 (90. + 5/FE) Kergl. – Rote Karte: Stipic (90. + 4, BCF, Tätlichkeit). – Zuschauer: 100.

BCF: Neumeier, Weilguni, Hummel Stipic, Rose, P.Schubnell, R.Schubnell, Arikan, Milic, Kantar (90. Albayrak), Uguz (64. EIsmann)

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