Merkwürdige Gruppeneinteilung 

Aschheim und Dornach spielen in der gleichen Liga - ein Ortsderby gibt es trotzdem nicht

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Dieses Duell gibt es heuer nicht: FC Aschheim (blau)  und SV Dornach spielen in unterschiedlichen Gruppen. 

Etwas mehr als vier Kilometer liegen die beiden Sportanlagen auseinander, das sind gerade einmal sieben Auto-Minuten: Und obwohl die Fußball-Bezirksligisten FC Aschheim und SV Dornach beide in der Gemeinde Aschheim beheimatet sind, spielen sie nach dem Aufstieg des FCA dennoch in zwei verschiedenen Staffeln. Das sind die Gründe.

Aschheim/Dornach – In jedem Fall ist es, gelinde gesagt, merkwürdig – und obendrein ein Novum: Denn wenn die beiden Vereine in bis dato der gleichen Liga residierten, dann landeten sie auch in derselben Gruppe. In der Bezirksliga war dies in der Saison 2011/2012 in der Ost-Staffel das bisher einzige Mal so. Dornach musste ein Jahr nach dem Aufstieg wieder in die Kreisliga 3 runter, Aschheim folgte den Dornen ein Jahr später nach. Kurios: Die jeweils zweiten Garnituren schafften gerade erst den Aufstieg aus der A-Klasse 6, jetzt spielen beide Teams wie selbstverständlich in der Kreisklasse 6.

„Dass wir diesmal in getrennten Gruppen spielen, liegt stark daran, dass in der Bezirksliga Ost zu viele Mannschaften fehlten“, sagt FCA-Trainer Thomas Seethaler. Für dieses Argument spricht die Tatsache, dass Aschheims Mitaufsteiger SpVgg Haidhausen ebenfalls der Ost-Staffel zugeteilt und zudem der SVN München aus der Süd-Staffel umsortiert wurde. In der Vorsaison waren da 16 Teams am Start. Nach dem Abstieg von Reischach, Taufkirchen, Waldperlach sowie von Au und Schönau (beide Relegationsverlierer) und dem Aufstieg von Ampfing sind es nur noch deren 15.

Spielleiter Schulte respektiert Wünsche von Aschheim und Dornach

„Es hat sich alles relativ einfach ergeben, das ist ganz normal gelaufen – und bei mir sind auch keine Beschwerden eingegangen“, sagt Wolf-Dieter Schulte, der Staffelleiter der Bezirksliga Oberbayern. Er habe „die Wünsche“ aus Aschheim und Dornach respektiert, so Schulte weiter: „Dornach hat gar nichts angegeben, sodass davon auszugehen ist, sie sind im Norden zufrieden. Und Aschheim wollte gerne dem Osten zugeteilt werden.“ „Weil der Trainer die Ost-Gruppe noch nicht kennt – und die Fahrten im Osten sind lange nicht mehr so weit wie noch vor einigen Jahren“, sagt Aschheims Sportlicher Leiter Steffen Tripke, der vergangenen Sommer nach einem Intermezzo in Dornach nach Aschheim zurückgekehrt war. Er könne verstehen, dass Dornach nicht aus der Nord-Gruppe raus will. Und er fügt hinzu: „Es gibt in Aschheim und in Dornach genügend Leute, die froh darüber sind, dass es in der nächsten Saison kein ortsinternes Derby gibt.“ 

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Quelle: Merkur.de

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