Gute zweite Halbzeit der ASVler langt nicht um 0:2 auszugleichen

ASV Dachau verliert gegen Lieblingsgegner SpVgg Landshut

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„Ich habe gefordert, dass wir Fußball spielen. Im Nachhinein war das in der ersten Halbzeit unser großer Fehler“, sagte ASV-Trainer Steven Zepeda.

Die SpVgg Landshut war bis jetzt der Lieblingsgegner des ASV Dachau: Siebenmal sind beide Teams aufeinandergetroffen, die Dachauer gewannen vier dieser Partien, dreimal spielten sie unentschieden. Bei der 1:2-Auswärtsniederlage ist diese Serie gerissen. „Kardinalfehler“ der Gäste: Sie wollten Fußball spielen.

„Ich habe gefordert, dass wir Fußball spielen. Im Nachhinein war das in der ersten Halbzeit unser großer Fehler“, sagte ASV-Trainer Steven Zepeda. Er klärt auf: „Die Bälle sind auf dem schlechten Platz versprungen. Dadurch sind wir in Landshuter Pressing-Situationen gekommen.“

Die Folge war, dass sich das Spiel mehr in der Dachauer Spielhälfte als in der des Gegners abspielte. Das alleine wäre aus Sicht der Gäste nicht tragisch gewesen, hinzu kam aber, dass die Hintermannschaft bei Flanken der Spielvereinigung wackelte. Zwei dieser Landshuter Flugbälle in den Dachauer Strafraum führten zu Toren. In der 24. Minute zirkelte Robin Oswald einen Eckball mit links zum ASV-Tor, Sebastian Paul netzte zur Führung ein. In der 38. Minute flankte Jonas Wieselsberger von links aus dem Halbfeld auf die Fünfmeter-Linie, wo sich Thomas Reichvilser gegen zwei ASV-Spieler durchsetzte und einköpfte.

Die Gäste hatten in den ersten 45 Minuten keine gefährlichen Offensivaktionen. „Die Zwei-Tore-Führung der Landshuter war okay. Sie waren galliger als wir“, lautete das Halbzeit-Fazit Zepedas.

Nach dem Seitenwechsel waren die Dachauer besser im Spiel. Sie hatten sich auf den Platz und die Spielweise des Gegners eingestellt und einen weiteren Vorteil: Die tiefstehende Sonne schien ihnen nun nicht mehr frontal ins Gesicht sondern auf den Rücken. Torhüter Artem Bykanov, der den Schirm seiner Baseball-Cap in der ersten Halbzeit noch tief ins Gesicht gezogen hatte, spielte nun ohne Kopfbedeckung.

„Wir wussten: Wenn wir einen frühen Treffer erzielen, ist auf jeden Fall noch etwas drin“, sagte Zepeda. In der 61. Minute jubelten die Gäste: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, passten sich die Gäste den Ball dreimal zu und spielten dann in die Schnittstelle auf David Dworsky, der den „Spiele“-Torhüter Johannes Huber überlupfte. „Der Treffer kam zur richtigen Zeit“, freute sich Zepeda.

Mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters war er in der Folge jedoch nicht einverstanden. „Zweimal haben sie uns wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen“, sagte Zepeda. Dann fügte er an: „Vielleicht sind unsere Spieler zu schnell, so dass die Schiedsrichter getäuscht werden.“

In der 80. Minute lag es aber nicht an der Geschwindigkeit seiner Spieler, dass sich der ASV-Trainer über die Entscheidung des Schiedsrichters nach einem Foul echauffierte: Nach einem Steilpass von David Dworsky kam Timo Aumayer 25 Meter vor dem Tor an den Ball. Nach einem Kontakt hätte er frei abschließen können, er wurde aber von hinten umgerempelt und kam zu Fall. Es war die Vereitelung einer klaren Torchance, der Schiedsrichter zeigte dem Landshuter aber nur gelb. „Das war eine Notbremse aus dem Lehrbuch und damit klar rot“, so Zepeda,, der fassungslos an der Seitenlinie stand.

Es ging mit elf gegen elf weiter. Da der anschließende Freistoß und auch ein Abschluss von David Dworsky (86.), der knapp am Pfosten vorbeistrich, nicht im Tor landeten, blieb es beim 1:2. Damit kassierten die Dachauer im achten Ligaspiel gegen Landshut die erste Niederlage. Außerdem war es die ersten ASV-Niederlage in der Landesliga seit Ende Oktober 2018 (1:2 in Deisenhofen). In den sieben Partien dazwischen hatten die Dachauer 17 von 21 möglichen Punkten geholt.

Quelle: Merkur.de

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