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Das Topteam ausgehebelt: ASV Dachau schlägt SSV Eggenfelden mit viel Leidenschaft

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Emotionaler Jubel: Vorlagengeber Ouro-Akpo (l.) und Andreas Roth.
Emotionaler Jubel: Vorlagengeber Ouro-Akpo (l.) und Andreas Roth. © Habschied

Wenn der Vierzehnte gegen den Vierten spielt, ist die Favoritenrolle schnell geklärt. Doch so einfach ist es in dieser Saison nicht, wenn der ASV Dachau in der Landesliga Südost aufläuft.

Dachau – Der Aufsteiger steht im Klassement zwar im hinteren Drittel, gegen die Topteams schlagen sich die Stadtwälder aber sehr gut. Und dies haben sie im Heimspiel gegen den SSV Eggenfelden mit einem 4:1-Erfolg untermauert. Überraschend war allerdings, dass die Dachauer der besten Defensive der Liga vier Tore einschenkten. 

Thomas Rieger bescherte dem ASV in der 14. Minute die 1:0-Führung. Der laufstarke Sechser schloss nach einem Zusammenspiel zwischen Max Bergner und Sebastian Mack platziert ab. Sieben Minuten später hatten Bergner und Mack ihre nächste starke Aktion. Dieses Mal veredelte Yazid Ouro-Akpo die Vorarbeit zum 2:0. Doch es waren nicht nur die Tore, die Trainer Manuel Haupt schwärmen ließen: „Unser Plan ist voll aufgegangen. Und wenn bei uns jeder Leidenschaft und Laufbereitschaft auf den Platz bringt, sind wir schwer zu schlagen.“

Die Eggenfeldener waren die Leidtragenden. Das Team aus Niederbayern hatte bis dahin nur einmal in dieser Saison mehr als einen Gegentreffer kassiert. In Dachau musste Torhüter Marius Koskowski vor der Halbzeitpause den Ball sogar ein weiteres Mal aus dem Netz fischen. Andreas Roth stellte nach Vorlage von Ouro-Akpo auf 3:0 (43.).

Nach dem Seitenwechsel ließen die Dachauer keine Zweifel aufkommen, wer die Partie gewinnt. Leon Schleich und Rieger im zentralen Mittelfeld setzten ihre Gegenspieler früh unter Druck und verhinderten einen geordneten Spielaufbau der Gäste. Nach einer guten Stunde legten die Stadtwälder einen weiteren Treffer nach: Tobias Erl köpfte nach einem Eckball von Andreas Roth zum 4:0 ein. 

Danach wechselte Haupt durch. Unter anderem schickte er Zvonimir Kulic aufs Feld. Der erfahrene Innenverteidiger war lange verletzt und kam zu seinen ersten Pflichtspielminuten seit der Aufstiegsrelegation. Während Kulic seine ersten Einsatzminuten bekam, spielte Fabian Liedl erstmals in dieser Landesliga-Saison durch. „Fabi hat ein Wahnsinnsspiel gemacht“, lobte Haupt den Vertreter von Kapitän Christian Roth. Den einzigen Gegentreffer an diesem Nachmittag konnten aber weder Liedl noch Kulic verhindern. Goran Sujic traf mit einem strammen Schuss, der ASV-Keeper Artem Bykanov durch die Hände rutschte.

„Das war schade, aber wir sollten heute sehr zufrieden sein. Wir hatten ja sogar noch die ein oder andere Möglichkeit. Ich denke, das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Haupt. Die Dachauer haben damit aus den vergangenen fünf Spielen zehn Punkte geholt. Am kommenden Freitag steht bereits das nächste Spiel auf dem Plan: Beim TSV Wasserburg wollen die Dachauer dann zeigen, dass sie auch gegen Mannschaften gewinnen können, die in der Tabelle nicht weit vorne stehen. (Moritz Stalter)

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