Herbert-Reischl-Junior-Gedächtnisturnier in Dachau

Titelverteidiger und Gastgeber eilen ins Finalturnier

Mit 2:0 besiegten die Kicker des ASV Dachau I am zweiten Turniertag den SV Günding II. 
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Mit 2:0 besiegten die Kicker des ASV Dachau I am zweiten Turniertag den SV Günding II. 

TSV Eintracht Karlsfeld I und der ASV Dachau II lösen ihre Pflichtaufgaben in den Qualifikationsturnieren mit Bravour.

Tore en masse, Kabinettstückchen am Fließband und eine (fast) immer vollbesetzte Tribüne – die ersten zwei Qualifiaktionsturniere des Dachauer Hallenfußballmasters waren ein Volltreffer. Qualifiziert für Teil eins des Hauptturnieres am Freitag, 3. Januar 2020, haben sich die Karlsfelder Eintracht, der SV Türk Dachau, der TSV Geiselbullach, der SV Sulzemoos, der ASV Dachau I, die SpVgg Röhrmoos, die SpVgg Erdweg und der SV Günding II.

Tag 1

Vor 200 Fans haben die Kicker aus Dachau und Umgebung die erste Etappe des Dachauer Hallenmasters in der Georg-Scherer-Halle absolviert. Am ersten der insgesamt vier Qualifikationstage stand das spielerische Element im Vordergrund, alle Teams waren bemüht, auf übertriebene körperliche Härte zu verzichten. So gab es am Turniertag eins nur zwei Zeitstrafen und eine Rote Karte zu verzeichnen, letztere wegen eines unglücklichen Handspiels.

Insgesamt wurden in den 20 Spielen des Eröffnungstages 63 Tore erzielt, was einen Schnitt von mehr als drei Toren pro Spiel bedeutete.

Den höchsten Sieg sicherte sich Hallenmasters-Rekordgewinner TSV Eintracht Karlsfeld, der zehnmalige Champion bezwang den SV Günding III mit 8:0. Auffallend war am Eröffnungstag auch, dass im Gegensatz zum Jahr zuvor die Teams ausnahmslos in voller Mannschaftsstärke antraten und auch die Torhüter allesamt vom Fach waren.

Die Schiedsrichter Thomas Arbogast (1. FC Kollbach) und Christian Schuster (FC Alte Haide), hatten keine Probleme, die durch die Bank fairen Spiele ordnungsgemäß über die Bühne zu bringen.

Doch nicht nur auf dem Parkett ging es rund, auf der gut gefüllten ASV-Tribüne wurden zahlreiche weit über die Landkreisgrenzen bekannte Kicker gesichtet werden. Logischer Nebeneffekt: Die Gerüchteküche brodelte auf Hochtouren. So war u.a. Löwen-Profi Efkan Bekiroglu zu Gast in der Scherer-Halle, war er etwa auf der Suche nach Verstärkungen für die 3. Liga oder stand er, wie ein für gewöhnlich gut informierter Szenekenner meinte, mit dem Pipinsrieder Spielertrainer Fabian Hürzeler in Vertragsverhandlungen für den Fall des Aufstiegs des FCP in die Regionalliga? Ebenfalls aus der Löwenfamilie war der Ex-ASV-Kicker Tim Rieder nach Dachau gekommen, er verfolgte mit Marius Wolf (Hertha BSC Berlin) die Spiele des ersten Turniertages.

Torschützenkönig des ersten Tages wurde Martin Schön von der Karlsfelder Eintracht mit sechs Toren.

Vorrunde

Die Gruppe A dominierte ganz klar der Landesligaprimus TSV Eintracht Karlsfeld, er gewann seine Vorrunde mit der Maximalpunktzahl (9). Die große Überraschung in dieser Gruppe war der SV Günding III aus der C-Klasse, der den Kreisligisten Allershausen und den A-Klassisten Reichertshausen auf die Plätze verwies und sensationeller Gruppenzweiter wurde.

SVG-Keeper Julian Niedermeier erwies sich in der Vorrunde als bester Torwart aller acht Teams.

Die Gruppe B wurde vom Bezirksligisten SV Sulzemoos mit zwei Siegen und einem Unentschieden klar beherrscht. Etwas enttäuschend war das Abschneiden des Kreisklassisten SV Türk Dachau, der mit seinen technisch beschlagenen Spielern nur auf den vorletzten Platz kam. Der Kreisklassist TSV Geiselbullach holte sich vollkommen verdient den zweiten Platz, er zeigte beim 1:1 gegen den Bezirksligisten SV Sulzemoos eine sehr gute Leistung.

Qualifikationsspiele

Im ersten Qualispiel hatte Karlsfeld große Mühe mit den Tabellenletzten der Gruppe B, dem ASV Dachau III. Die Eintracht gewann Spiel eins nur mit 1:0. Im zweiten Spiel ließ der SV Türk Dachau mit seiner cleveren Spielweise gegen den SVG III nichts anbrennen, er gewann verdient mit 2:0. Keine Probleme hatte der TSV Geiselbullach beim 3:0-Sieg gegen Reichertshausen. Mehr gefordert wurde der Sieger der Gruppe B, der SV Sulzemoos im Duell mit dem A-Gruppen-Schlusslicht TSV Allershausen; der SVS holte trotz vier Minuten Überzahl l nur ein 1:1.

Mit einem klaren 4:0-Sieg im Rückspiel und einem Gesamtscore mit 5:0 qualifizierte sich die Karlsfelder Eintracht souverän für die Hauptrunde. Ebenfalls sicher zog der SV Türk Dachau in die Hauptrunde (Gesamtscore 8:0). Ebenfalls locker weiter kam der TSV Geiselbullach gegen Reichertshausen.

Auf des Messers Schneide stand das Rückspiel des SV Sulzemoos gegen Allershausen. Früh gingen die SVS-Kicker in Führung, aber die Allershausener gaben nicht auf. Erst das Tor zum 2:0 durch Korbinian Wildgruber brachte den SVS endgültig auf die Siegerstraße, der Favorit gewann am Ende das Rückspiel mit 3:0 und löste so das Ticket für die Finalrunde Anfang Januar 2020 in der Georg-Scherer-Halle.

Tag 2

Vor einer zunächst eher spärlichen Kulisse ist das zweite Qualifikationsturnier des Dachauer Hallenmasters ausgetragen worden. Erst nach und nach füllte sich die Halle, am Ende verfolgten dann doch wieder mehr als 200 Zuschauer die Spiele im „Schuhkarton am Stadtwald“.

Das Niveau war gut, von ausgefeilter Taktik bis hin zu schnellen Kombinationen war alles geboten, was das Fußballherz begehrt. Und das alles in einem fairen Rahmen, die sehr guten Schiedsrichter Dieter Grill (SV Lochhausen) und Christian Kainz (VfB München) hatten keinerlei Probleme mit der Leitung der fairen Begegnungen. Wie an tag eins gab es nur Zwei-Minuten-Strafen.

Ein weiterer positiver Trend des ersten Tages wurde fortgesetzt, insgesamt wurden an Tag zwei in 24 Spielen 87 Tore erzielt, was einen Schnitt von 3,625 Toren pro Spiel bedeutete.

Toptorjäger des zweiten Tages war Dennis Bergmann (5), er lag knapp vor Raphael Penk (4).

Vorrunde

Zwei Mannschaften bestimmten bis zur Halbzeit der Vorrunde das Geschehen. Der ASV Dachau I und die SpVgg Röhrmoos holten jeweils drei Siege.

Im zweiten Teil dominierte dann der Gastgeber ASV Dachau I, er fuhr Sieg um Sieg ein, um am Ende mit 18 Punkten die direkte Qualifikation zum Hauptturnier zu schaffen.

Qualifikationsspiele

Schnell ging der Tabellenzweite SpVgg Röhrmoos gegen den TSV 1865 Dachau II mit 3:0 in Führung. Somit war dieses Spiel eigentlich schon nach der Hälfte der Gesamtspielzeit entschieden. In der zweiten Halbzeit folgte dann der Knockout für die Mannschaft von Trainer Marcel Richter (4:0). Die SpVgg Röhrmoos qualifizierte sich damit souverän für die Hauptrunde.

Kreisligist Erdweg gegen den Bezirksligisten Alte Haide lautete die zweite Partie. Hier bestimmte Erdweg von Anfang an das Geschehen und ging nach zwei Minuten 1:0 in Führung. Manko für die Kicker aus Alte Haide war sicherlich, dass man nur zwei Spieler zum Wechseln zur Verfügung hatte. Alte Haide konnte zwar ausgleichen, kassierte aber postwendend das zweite Gegentor. Am Ende sicherte sich Erdweg das Ticket für die Hauptrunde.

Das Duell zwischen den beiden A-Klassisten SV Günding II und SV Ampermoching war eine klare Angelegenheit, der SVG II siegte mit 4:1 und löste so das Finalrundenticket. Günding II spielte clever und diszipliniert.

Quelle: Merkur.de

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