Doppelpack von Manuel Karl

ASV Dachau nutzte erneut nicht seine Chancen gegen den TSV Waldkirchen

+
ASV Dachau verliert beim TSV Waldkirchen in der Landesliga mit 0:2.

Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag klafft beim ASV Dachau in der Frühphase der Landesliga-Saison 2019/2020 weit auseinander.

TSV Waldkirchen 2-1 ASV Dachau 

Die 1:2-Niederlage beim TSV Waldkirchen war das Resultat einer schwachen Chancenverwertung gewesen und – zum wiederholten Mal – eines Standardgegentores. 

„Wir müssen uns endlich mal belohnen“, hatte Dachaus Trainer Steven Zepeda vor der Partie in Waldkirchen gefordert. Seine Mannschaft ging mit zwei Punkten ins Spiel, fünf mehr wären nach Zepedas Ansicht möglich gewesen. In Waldkirchen wollten er und seine Mannschaft den ersten Saisonsieg einfahren und damit die Bilanz aufpolieren. 

In der ersten Halbzeit spielten die Dachauer solide. „Wir waren besser, aber nicht zwingend. Die Jungs wollten, das hat man ihnen angemerkt, sie haben aber nicht alles dafür getan, um in Führung zu gehen“, sagte Zepeda. 

Und als sie einmal unglücklich agierten, schlug der Ball im eigenen Tor ein: Nach einer Flanke köpfte ein Dachauer beim Klärungsversuch einen Mitspieler an. Der Ball landete auf dem Fuß eines Waldkirchners. Der scheiterte an Korbinian Dietrich, beim Nachschuss von Manuel Karl war der ASV-Schlussmann dann chancenlos (18.). Bis zur Halbzeitpause fielen keine weiteren Treffer. 

Nach dem Seitenwechsel sah es so aus, als würde sich dies schnell ändern. Der ASV erspielte sich ein deutliches Übergewicht, hatte den Ball deutlich länger in den eigenen Reihen als der Gegner und erarbeitete sich tolle Torchancen. Die Dachauer Spieler tauchten mehrmals frei vor Waldkirchens Torhüter Benjamin Hannak auf, sie scheiterten aber entweder am starken Schlussmann oder an den eigenen Nerven. „In diesen Situationen hätte ich mir gewünscht, dass ein Spieler ohne Ball im höchsten Tempo auf den zweiten Pfosten geht. Dann wäre ein Querpass möglich gewesen.

So mussten wir den direkten Abschluss nehmen“, sagte Zepeda und ergänzte: „Das habe ich damit gemeint, dass wir nicht alles für den Sieg getan haben.“ 

Aus dem Spiel heraus klappte es nicht mit dem Ausgleich, also musste ein ruhender Ball herhalten. Mathias Leiber brachte die Gäste nach einer Ecke zurück ins Spiel (74.). Plötzlich standen die Chancen auf einen ASV-Sieg wieder gut – bis zur 79. Minute: Da ließ der Schiedsrichter nach einem Foul an Max Bergner weiterlaufen, um eine Sekunde später nach einem vergleichbaren Foul auf Freistoß für Waldkirchen zu zeigen. ManuelKarl legte sich den Ball 30 Meter vor dem ASV-Tor zurecht und schlenzte die Kugel mit Zug über die Mauer ins linke Kreuzeck. „Wenn der Schiedsrichter in dieser Situation nicht für uns pfeift, darf er auch nicht für sie pfeifen“, ärgerte sich Zepeda. 

Für die Dachauer ging es nun darum, wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Obwohl sie sich Chancen auf den Ausgleich erspielten, blieb es bei der 1:2-Niederlage. „Wir standen heute alleine in der zweiten Halbzeit sechsmal alleine vor dem Tor und bringen den Ball nicht rein. Und dann kassieren wir wieder ein Standard-Gegentor – zum siebten Mal in dieser Saison“, resümierte Zepeda. „Wir haben eigentlich gut gespielt und hatten deutlich mehr Chancen, von den Schulterklopfern können wir uns aber nix kaufen. Die kotzen mich so langsam an“, so der ASV-Trainer.

Stenogramm 

TSV Waldkirchen: Benjamin Hannak (73. Leon Westner), Christoph Neuwirth, Manuel Karlsdorfer, Mario Strahberger, Matthias Pauli, Alexander Galle (46. Felix Schauberger), Dominik Schmöller, Benedikt Giller (70. Lukas Schätzl), Johannes Weiß, Philip Autengruber, Manuel Karl 

ASV Dachau: Korbinian Dietrich, Christian Roth, Korbinian Beck (88. Timo Aumayer), Mathias Leiber, Zvonimir Kulic, Milos Kobilarov, Tomislav Renic (82. Jonas Dworsky), Thomas Rieger, Maximilian Bergner, Leon Schleich (62. David Dworsky), Andreas Roth

Schiedsrichter: Thomas Berg Zuschauer: 220 

Tore: 1:0 (18.) – Manuel Karl. 1:1 (74.) – Mathias Leiber. 2:1 (79.) – Manuel Karl.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Meistgelesen

Die Sorgen der „kleinen“ Eber nehmen zu
Die Sorgen der „kleinen“ Eber nehmen zu
Christoph Meißner: „Es wird schwer, die Klasse zu halten“
Christoph Meißner: „Es wird schwer, die Klasse zu halten“
Stefan Huber über seinen Kreuzbandriss: „Die Schmerzen waren sehr groß“
Stefan Huber über seinen Kreuzbandriss: „Die Schmerzen waren sehr groß“
Große Bestenehrung der LG Oberland
Große Bestenehrung der LG Oberland

Kommentare