„Atemberaubende Quote“

+
Treffsicheres Duo: die BCF-Stürmer Franz Fischer (li.) und Marley Amanquah (2. v. re.).

Wolfratshausen – Das Statement von Ralf Andresen kam den Zuhörern aus Wolfratshausen nur zu bekannt vor. „Wir müssen die Saure-Gurken- Zeit irgendwie überbrücken“, sagte der Eichstätter Trainer anlässlich seiner zahlreichen Verletzten und Urlauber.

Im Tenor hatte sich Andi Brunner vor zwei Wochen ähnlich geäußert. Da stand sein BCF Wolfratshausen nach zwei Heimspielen mit einem mickrigen Punkt und einer Resterampe an Spielern da. Damals hoffte der 44-jährige Übungsleiter, seine Mannschaft könne den personellen Aderlass halbwegs kompensieren und „die schwere Zeit überstehen“. Doch der Fußballer-Alltag ist bekanntermaßen schnelllebig, Nach dem vierten Spieltag grüßt der BCF Wolfratshausen von Platz drei.

Vielleicht nur eine Momentaufnahme – aber eine erfreuliche. Zwar ist Farchets Ensemble immer noch ausgedünnt, der Erfolg hat sich dennoch eingestellt. Zwei Siege in Folge, und Brunner spricht von attraktivem Fußball und erfolgreichen Angreifern. Sein Sturmduo mit Marley Amanquah und Franz Fischer hat sich einen höchst geeigneten Zeitpunkt ausgesucht, um die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die beiden Youngsters zeichnen für sieben der zehn BCF-Torerfolge verantwortlich. Brunner attestiert seinen Torjägern eine „atemberaubende Quote“. Die drei übrigen Torschützen trugen sich erst gegen den VfB in die Vollstreckerliste ein.

Generell sieht Brunner das Kreativspiel wünschenswert gedeihen. Am Sonntag hat seine „Offensive eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Die Tore wurden zielstrebig herausgespielt.“ Weitere Treffer verhinderte der einsetzende Platzregen, der gepflegten Fußball schlicht unmöglich machte. Doch hätten seine Kicker, so Brunner, die Partie „sehr ordentlich zu Ende gespielt“. Franz Fischer hatte noch eine von zwei Großchancen, drückte eine Linksflanke von Ludwig Huber neben den Pfosten. Selbstkritisch bemerkte der Penzberger, „zwei oder drei Tore mehr hätten es bisher schon sein können“. Warum es insgesamt besser läuft, erklärt der 20-Jährige so: „Wir spielen keine Hacke, Spitze mehr, sondern ganz einfach.“

Bald bekommen Fischer und Amanquah Konkurrenz: Nach einer Stunde Spielzeit wich Letzterer Werner Schuhmann. Zu mehr als Kurzeinsätzen wird’s für den Lenggrieser in den nächsten Wochen zwar nicht reichen. Zu groß ist sein Trainingsrückstand. Zudem wirbt Marley Amanquah eindrucksvoll für sich als Teil der Stammelf. Trifft dann aber auch Schuhmann wie gewohnt, muss sich Brunner einen neuen Superlativ suchen. „Atemberaubend“ reicht dann vermutlich nicht mehr.

or

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

SG Eichenfeld fiebert dem 31. Oktober entgegen
SG Eichenfeld fiebert dem 31. Oktober entgegen
Erfolgreiche Lernphase für die Frauen des TSV Aßling
Erfolgreiche Lernphase für die Frauen des TSV Aßling
Türkgücü München fokussiert sich in Jubel-Debatte auf Sport
Türkgücü München fokussiert sich in Jubel-Debatte auf Sport
SpVgg Unterhaching steigt in den eSport ein
SpVgg Unterhaching steigt in den eSport ein

Kommentare