Aufbauhilfe á la TSV Weilheim

- Weilheim - Der TSV Weilheim tritt im Abstiegskampf weiter auf der Stelle. Im Heimspiel gegen den SV Ohlstadt kam die Elf von Trainer Gediminas Sugzda nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

Es waren zwar noch sieben Minuten zu spielen, doch Weilheims Abteilungsleiter Peter Hägl räsonierte schon einmal: "Was bringt dir ein 1:1? Nicht viel." Am Ende mussten die Gastgeber sogar noch froh um den einen Zähler sein. Knapp eine halbe Stunde spielten sie nur zu zehnt, nachdem Seppi Zischka Rot gesehen hatte (63.). Und dies auch noch nach einem dummen Fauxpas: Als letzter Mann stolperte Zischka über den Ball und spielte diesen vor dem heranstürmenden Leonhard Geiger mit der Hand. "Rot war schon die richtige Entscheidung", sagte der Unglücksrabe hinterher.

In der Folge hatten die Ohlstädter Feldvorteile. Speziell im Mittelfeld kamen sie immer wieder ungestört an den Ball; das Fehlen von Alwin Gerber machte sich auf TSV-Seite in dieser Phase extrem bemerkbar. "Wir haben es aber wieder nicht geschafft, clever über außen zu spielen", klagte SVO-Spielertrainer Thomas Simmeth. Die beste Chance hatte noch Michael Reißl, der freistehend im Strafraum vorbeischoss (81.). Zuvor hatte Markus Reißl Weilheims Bernd Joachimsthaler den Ball abgeluchst. Fast wäre die Nachlässigkeit noch bestraft worden, auf der Gegenseite zielte Christian Mayer im Strafraum jedoch ebenfalls vorbei (85.).

Die rote Karte war laut TSV-Trainer Gediminas Sugzda eine von zwei Aktionen, "mit der wir einen toten Gegner aufgebaut haben". Die erste Situation war der Ohlstädter Führungstreffer gleich nach der Pause: Nach einem Befreiungsschlag vertändelte der TSV im Mittelfeld den Ball, die Innenverteidigung sah anschließend zu, wie Markus Reißl aus 20 Metern flach einschoss (47.). "Wir haben ohne Hirn gespielt", monierte Sugzda. Zum Glück für Weilheim funktionierten wenigstens die Standardsituationen: Eine Ecke von Mayer wuchtete Stano Krotak per Kopf zum 1:1-Ausgleich ins Tor (57.).

In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer Abstiegskampf pur mit viel Stückwerk auf beiden Seiten. Die erste große Chance hatte Weilheims Yüksel Yapi, der aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeischoss (11.). Nach einer Freistoßflanke von Johannes Wörle produzierte Ohlstadts Markus Müller einen verunglückten Kopfball, der an der Latte landete. Im anschließenden Gewühl stocherte Johannes Winkler den Ball ins Tor, doch der Treffer wurde wegen Torwartbehinderung nicht gegeben (23.). Die beste Ohlstädter Chance hatte Bernhard Kurz, dessen Schuss an den Innenpfosten und von dort wieder ins Feld sprang (34.). "Wir haben eine bessere Ausgangslage verspielt", so Sugzdas Fazit.

Quelle: Merkur.de

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