Ligaverbleib käme einer Sensation gleich

Aufgeben ist für den FC Unterföhring keine Option

Mehr als schwer: Es käme einer Sensation gleich, wenn Unterföhring (rot) den Abstieg noch abwenden könnte. Foto: Wagner

Die Wintervorbereitung des FC Unterföhring verläuft bislang prächtig: Von fünf Testspielen wurde nur eins verloren, am Samstag gelang ein 2:1-Erfolg über Ligarivale TSV Rain/Lech (Tore: Masaaki Takahara und Dominik Hofmann).

Und doch, obwohl im bisherigen Saisonverlauf erst ein Sieg gefeiert werden durfte, schränkt Peter Faber, der Trainer des Regionalliga-Aufsteigers, unbarmherzig ein: „Testspiele haben überhaupt keine Aussagekraft.“ Dabei kann sein Team jedes Fünkchen Selbstvertrauen nur zu gut gebrauchen. Mit nur neun Punkten aus 22 Partien ziert der Liganeuling aus dem Norden Münchens abgeschlagen das Tabellenende der bayerischen Premiumliga. Angesichts von nur noch 14 ausstehenden Begegnungen und einem Rückstand von zwölf Zählern selbst auf die Relegationsplätze, weiß auch der 60-jährige FCUCoach, dass eine Rettung „mehr als schwer wird“.

Aufgeben aber ist keine Option. Seine Mannschaft werde „kein Spiel abschenken“, verspricht Faber, und in jede Partie gehen, „um was zu holen“. Dabei ist auch die personelle Situation noch schwieriger geworden. Neben den drei Winterabgängen Robert Söltl (zurück zur SpVgg Feldmoching), Andreas Kostorz (zurück zum VfB Hallbergmoos- Goldach) und Attila Arkadas (FC Pipinsried) stehen auch Andreas Brandstetter und Michael Eder beruflich bedingt derzeit nicht zur Verfügung. Als Neuzugänge verstärken lediglich Fabio Sestito (TSV Bogen) und Ajlan Arifovic (Wacker Burghausen) das Team. Insbesondere dem erst 19-jährigen Arifovic traut Faber direkt den Sprung in die Startelf zu, Sestito hingegen sei „willig und gierig“, müsse sich aber zunächst „noch eingewöhnen“.

Zudem gesellte sich zuletzt noch Angreifer Philipp Schmidt wegen Knorpelproblemen zum ohnehin gut gefüllten Lazarett um die Langzeitverletzten Arthur Kubica, Alexander Hollering und Nimat Torah. Am 24. Februar beginnt der Ligaalltag wieder mit dem Gastspiel bei der SpVgg Bayreuth. In der Vorbereitung wurde viel Wert auf die Fitness gelegt, berichtet Faber, der Fokus lag auch auf der Defensive. Zwar sind auch die erst 23 selbst erzielten Tore kein Ruhmesblatt, die Achillesferse jedoch stellt zweifelsohne die mit 58 Gegentoren eindeutig schwächste Abwehr der Liga dar. „Wir haben einfach zu viele Tore gekriegt“, beklagt auch der FCU-Coach, „defensiv müssen wir besser stehen“. Da der Ligaverbleib einer Sensation gleichkäme, nennt Faber demütig als Ziel, im Frühjahr „mehr Punkte zu holen als im alten Jahr“.

Dass für einen Punktgewinn in manchen Spielen „ein kleines Wunder“ vonnöten wäre, ist auch dem Übungsleiter bewusst, dennoch sei „die Regionalliga attraktiv und eine tolle Sache für uns“. Dabei hielt sich der Spaß für die Föhringer im Herbst doch meist arg in Grenzen. Man sei „finanziell ans Limit gestoßen“, gesteht Faber. Auch dass „die Regionalliga für uns eine Nummer zu groß ist“, streitet er nicht ab. Allerdings mit der Einschränkung „im Moment noch“. In zwei, drei Jahren wird das neue Sportzentrum, das allen Ansprüchen genügen wird, fertiggestellt sein. Muss der FCU derzeit seine Regionalliga- Heimspiele noch in Heimstetten austragen, so könnte die Situation dann anders aussehen. So weit aber möchte Faber derzeit nicht vorausblicken, für ihn zählt „jetzt erst mal nur, dass wir einen guten Start erwischen“.

Quelle: fussball-vorort.de

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