Fürth-Keeper auf dem Weg der Besserung

Aufregung um angebliches Horrorfoul

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Bastian Lerch geht es nach seiner OP besser.

TSV Buchbach - Die schlimme Kopfverletzung, die Fürths Torhüter Bastian Lerch am Samstag in der Regionalliga-Partie gegen den TSV Buchbach (1:1) erlitten hat, sorgt für mediale Aufregung.

Der 19-Jährige hatte sich bei einem Zusammenprall mit einem Buchbacher in der 24. Minute ein Schädelhirn-Trauma zugezogen und musste in Erlangen operiert werden. „Ich habe Kontakt mit ihm, die OP ist gut verlaufen und er ist auf dem Weg der Besserung“, erklärt Fürths Trainer Thomas Kleine.

Wie es zu dem Zusammenprall gekommen ist, kann man sich auf den Videobildern des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ansehen. Im Liveticker des Verbandes wird der Szene keine außergewöhnliche Bedeutung zugemessen: „Spielunterbrechung, nachdem der aufgerückte Buchbacher (...) nach einem langen Pass den weit aus seinem Kasten heraus geeilten Torwart Bastian Lech im Kampf um den Ball touchiert hat.“ Der nächste Eintrag drei Minuten später lautet: „Es geht nicht mehr weiter für Bastian Lerch. Ersatzkeeper Patrick Oeser muss zwischen die Pfosten.“

Während eine große Boulevardzeitung aus der Szene „ein unfassbares Horrorfoul“ konstruiert, bezeichnet Kleine das Geschehen als sehr unglücklich. „Ich habe den Zusammenprall von der Seitenlinie zunächst gar nicht so schlimm wahrgenommen. Bastian war einen Tick eher am Ball und wird dann sehr unglücklich getroffen. Ich kann auch – nachdem ich die Aufnahmen noch einmal gesehen habe – keine Absicht des Buchbachers erkennen“, zitiert der BFV den Trainer.

Die Boulevard-Zeitung dagegen zieht dagegen in ihrer Online-Fassung Vergleiche mit dem angeblich „schlimmsten Foul in der Bundesliga-Geschichte“, bei dem die Stollen des Bremers Norbert Siegmann den Oberschenkel von Ewald Lienen aufgeschlitzt haben. In der Printausgabe vom Montag wird die Darstellung etwas abgeschwächt: „Fürth-Torwart Bastian Lerch (19) wird in vollem Lauf von Stürmer (...) getroffen. Ein Stollen dringt in den Kopf ein.“ Der Buchbacher Spieler wird mit vollen Namen genannt, steht jetzt vor der Öffentlichkeit in einem schlechten Licht da. Selbst als klar war, dass die Verantwortlichen bei der SpVgg Fürth nach Sichtung des Videomaterials dem Buchbacher keine Absicht unterstellen, wurde die Story aktualisiert und dramatisiert: „Fürth denkt über rechtliche Schritte nach.“

In Absprache mit dem BFV verzichtete Buchbach auf eine öffentliche Stellungnahme, hat Lerch längst Genesungswünsche zukommen lassen. Schiedsrichter Andreas Hummel hat die Situation mit einer Gelben Karte gegen den Buchbacher Spieler bewertet und lag damit genau auf der Linie von Kleine, der auch in der Printausgabe ähnlich zitiert wurde wie vom BFV: „Ich habe es im Spiel selber nicht als böses Foul gesehen, weil beide zum Ball gehen wollen. Das war mehr als unglücklich“.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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