Aufsteiger schenkt dem SCF die Rote Laterne

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Der Neue kann’s auch nicht richten. Brucks soeben verpflichteter „schwarze Perle“ Wilson Onyemaeke ging in Unterföhring der Einstand daneben.

Fürstenfeldbruck - Jetzt geht’s dahin mit dem SCF. Der Sponsoren- Krise nicht genug, verloren die Fußball-Landesligisten gestern Abend auch noch mit 1:2 bei Aufsteiger Unterföhring.

Die Rote Laterne leuchtet in Fürstenfeldbruck. Beim Aufsteiger in Unterföhring setzte es für den SCF gestern Abend eine 1:2 (0:0)-Niederlage. Nach dem gleichzeitigen Sieg des bisherigen Schlusslichts Gundelfingen gegen Schwabmünchen rutschte der SCF auf den letzten Tabellenplatz ab.

Eine umstrittene´Schiedsrichter- Entscheidung brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße. Eine Viertelstunde vor Schluss legte sich Unterföhrings Andreas Faber das Leder zum Freistoß zurecht. Obwohl die Mauer noch nicht richtig stand, führte Faber schnell aus und schoss vorbei. Zum Entsetzen der Brucker ließ der Unparteiische Martin Prinzler den Freistoß wiederholen – und diesmal traf Faber prompt. Schuld war wohl eine Bewegung von Koray Altinay in Richtung Ball. „Er soll den Fuß reingehalten haben“, sagte Abwehrmann Josef Welzmüller und schimpfte über Pfiff: „Vogelwild.“ Aber Kapitän Janis Crone ließ sich nach Spielende noch einmal vom Unparteiischen belehren: „Der Schiedsrichter hat mir erklärt, dass sich die Mauer laut Regelwerk beim Freisstoß nicht nach vorne bewegen darf.“ Doppelt bitter: SCF-Torwart Sebastian Steidle hätte den zweiten Versuch wohl gehabt, wenn er nicht von der Mauer unhaltbar abgeschlossen worden wäre.

Nicht bei 100%

So gerieten die Brucker einmal mehr auf die Verliererstraße, obwohl sie bis dahin ganz ordentlich gespielt hatten. Vor allem Neuzugang Wilson Onyemaeke deutete an, dass er dem schwächelnden Sturm neues Leben einhauchen kann. Noch fehlte die letzte Bindung zum Spiel, aber als Vorbereiter konnte er bereits einige Akzente setzen und legte auch den Brucker Treffer von Thomas Krovinovic mustergültig auf. Bei einem weiteren starken Pass auf Altinay hatte er Pech, dass der Schiri-Assistent auf Abseits entschied – ebenfalls eine umstrittene Entscheidung. Mit dem Auftritt seines Neuzugangs war SCF-Trainer Dirk Teschke zufrieden. „Dabei war er sogar noch leicht angeschlagen und ist körperlich auch noch nicht bei 100 Prozent.“ Deshalb geht der Übungsleiter von einer weiteren Steigerung des Angreifers aus.

Für die aktuelle Situation hilft diese Zukunftsmusik aber wenig. Zumal sich die Brucker in der Hintermannschaft weiter zu viele Fehler erlauben. So auch beim vorentscheidenden 2:0, als Faber frei durchbrechen und einschieben konnte. Der SCF setzte in der Schlussphase zwar alles auf eine Karte und spielte sogar mit vier Offensivkräften. Am Spielausgang änderte das aber nichts mehr, weil der Sturm weiterhin seinen Namen nicht verdient. „Im Spiel nach vorne krankt’s bei uns einfach. Nach dem Anschlusstreffer konnten wir keine großartige Gefahr mehr entwickeln“, sagte Teschke. Der Trainer mahnt einerseits weiter zur Geduld, fordert von der jungen Mannschaft aber auch, dass sie beim Anpassungsprozess einen deutlichen Zahn zulegt.

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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