Finanzielles Risiko zu hoch

Aufstieg Ade: Haching verzichtet auf Lizenzantrag

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Für Haching-Präsident Manfred Schwabl sind die finanziellen Unwägbarkeiten eines Drittliga-Aufstieges zu groß.

SpVgg Unterhaching - Sollte es im Lager der Hachinger Spieler und Fans noch immer die Hoffnung auf einen diesjährigen Aufstieg in die 3. Liga gegeben haben, so müssen diese Träume nun endgültig ad acta gelegt werden. Der Regionalligist hat die entsprechende Lizenz erst gar nicht beantragt.

Der Rückrunden-Auftakt gegen den 1. FC Schweinfurt verlor für die Hachinger Spieler schon vor dem Anpfiff gehörig an Bedeutung. Kurz vor Spielbeginn teilte ihnen Präsident Manfred Schwabl mit, dass sich der Verein gegen einen Lizenzantrag für die kommende Drittliga-Saison entschieden hätte und somit auch die theoretische Chance eines Aufstieges ihre Existenz verlor.

Schromm: "Spiel war für'n Arsch"

Umso erstaunlicher war in den Augen von Trainer Claus Schromm die kämpferische Leistung seiner Schützlinge einzuschätzen: "Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die Jungs auf einem ekligen Platz gegen einen schwierig zu bespielenden Gegner reingehauen haben", so der 46-Jährige im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. "Und das wo es eigentlich auf Deutsch gesagt für'n Arsch ist, wie das Spiel ausgeht, weil alle Träumereien vom Aufstieg definitiv weg sind."

Die Gründe für den Verzicht auf ein Ersuch bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) liegen bei den Unterhachingern im finanziellen Bereich. Erst kürzlich habe ein potenzieller "strategischer Partner", wie Schwabl betont, sein geplantes Engagement eingefroren und somit nochmals verdeutlich, wie hoch das Risiko für den Verein aus dem Münchner Süden bei einem etwaigen Aufstieg wäre.

Neuer Anlauf im nächsten Jahr

Nichtsdestotrotz will man natürlich im nächsten Jahr einen neuen Anlauf zur Rückkehr in den Profi-Fußball starten. Ziel sei weiterhin, einen Kader herauszuarbeiten, der um die Meisterschaft, respektive den Aufstieg mitspielen soll.

Jedoch sollte die Gewissheit auf mindestens ein weiteres Jahr Regionalliga-Zugehörigkeit im Endeffekt nicht allzu viel Einfluss auf die restliche Rückrunde nehmen. Denn betrachtet man die derzeitige Situation ganz nüchtern, so wäre der Weg in die dritte Liga bei einem Rückstand von satten zehn Punkten auf Tabellenführer SV Wacker Burghausen schon alleine auf sportlicher Ebene schwer zu realisieren gewesen.

Quelle: fussball-vorort.de

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