Gelungenes Vujanovic-Debüt

Aufstiegskampf: Heimstetten meldet sich eindrucksvoll zurück

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Wer zuletzt lacht: Die Heimstettner Maximilian Hintermaier (l.) und Maximilian Riedmüller freuen sich über das späte 1:0 von Orhan Akkurt.

SV Heimstetten - Im Dezember hat Orhan Akkurt seine Ex-Kollegen vom SV Pullach auf deren Weihnachtsausflug nach Tirol begleitet – nicht zum ersten Mal seit seinem Wechsel zum SV Heimstetten 2015.

Allein das wäre keine große Sache gewesen, doch da SVP-Manager Theo Liedl hinterher verkündete, er habe mit Akkurt über eine Rückkehr nach Pullach gesprochen, sorgte der Trip für Irritationen – bis der Stürmer klarstellte: Ja, er habe mit Liedl gesprochen, „aber da ging’s nicht um Fußball, sondern um meine Tochter.“

Ob Akkurt und Liedl auch nach dem direkten Duell ihrer Klubs ins Plaudern gekommen sind, ist nicht überliefert. Aber wenn dem so war, dann ist es wohl weder um Akkurts Karriereplanung noch um Kinder gegangen – sondern um jene 91. Minute des Bayernligaduells. In dieser Szene verlieren die Pullacher am Sechzehner die Kugel, sie kommt über Umwege zu Akkurt, und der macht aus zwölf Metern, was er am besten kann: nicht fackeln, nicht denken, nicht künsteln – sondern einnetzen.

Akkurts Siegtor zum 1:0 besiegelt die erste Pleite seines Ex-Vereins nach 22 Spielen. Zudem ist es der perfekte Einstand für Neu-Coach Borislav Vujanovic, der vor wenigen Wochen Heiko Baumgärtner als Chef abgelöst hat. Doch etwas anderes dürfte dem 31 Jahre alten und bekannt ehrgeizigen Stürmer weit wichtiger sein: Durch sein 19. Saisontor schießt Akkurt den SVH wieder mitten hinein ins Aufstiegsrennen.

Zwar liegt Pullach weiterhin 15 Punkte vor Heimstetten, jedoch wird der Spitzenreiter mangels geeigneter Spielstätte wohl nicht aufsteigen können. Und auch bei den Verfolgern aus Unterföhring und Pipinsried ist noch offen, ob sie eine Lizenz beantragen – und erhalten. Überdies hat der SVH noch zwei Nachholpartien in der Hinterhand, sodass sich der Klub aus eigener Kraft in die Spitzengruppe schieben kann. „Das war nur ein Spiel, es stehen noch dreizehn aus“, bremst Vujanovic die Euphorie. Aber auch er weiß: „Das ist ein ganz wichtiger Sieg, aus dem wir sicher Schwung mitnehmen werden.“

Die Geschichte zum ersten Ligaspiel des Jahres ist dabei schnell erzählt: Vor der mauen Kulisse von 130 Zuschauern merkt man beiden Seiten noch den Winterrost an, wobei Pullach etwas gefährlicher, im Abschluss aber zu harmlos ist. Beim SVH dagegen hat Lukas Riglewski die beste Chance, scheitert aber kurz nach der Pause an Michael Hofmann. Als bereits alles mit einem 0:0 rechnet, muss sich der frühere Löwen-Keeper doch noch geschlagen geben – ausgerechnet gegen den Ex-Pullacher Akkurt. Worauf auch Hofmann anerkennt: „Wohl dem, der so einen Stürmer hat.“ Patrik Stäbler

SV Pullach – SV Heimstetten 0:1 (0:0)

SVH: Riedmüller, Schäffer, Wellmann, Kubina, Hintermaier, D. Schmitt, Lopes (76. Duhnke), Steimel (87. Chasiotis), Riglewski, Aydemir (64. Paul), Akkurt.

Tor: 0:1 Akkurt (90.+1).

Schiedsrichter: Michael Bacher (SV Amerang) – Zuschauer: 130.

Quelle: fussball-vorort.de

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