Der Auftrag: Fehler herausfiltern

+
Harte Landung: Verteidiger Basti Kluge, der selbst eine gute Chance vergab, unterlag mit seinem BCF dem TSV Kottern 0:5. Drei Tage nach dem 6:1-Höhenflug gegen Eichstätt ein Rückschlag für die Farcheter.

Wolfratshausen - Sprunghaft ist der BCF Wolfratshausen derzeit. Drei Tage nach dem überzeugenden Kantersieg gegen Eichstätt geriet Farchets junge Truppe beim Aufsteiger TSV Kottern mit 0:5 ordentlich unter die Räder.

TSV Kottern – BCF Wolfratshausen 5:0 (2:0)

TSV Kottern: Gruber – Klement, Siegfanz, Lingg, Holweger (80. Liebert) – Eisenmann, Yilmaz (75. Wiedemann), Geiger, Harteis (80. Plesche) – Wachter, Fuchsenthaler

BCF Wolfratshausen: Demmel – Jell (46. Taffertshofer), Kasperek, Miedl, Kluge – Rauch, Huber, T. Pföderl, Scheck (46. Schuhmann) – Amanquah (ab 69. Gueye), Fischer. Tore: 1:0 Yilmaz (35.), 2:0 Eisenmann (41.), 3:0 Fuchsenthaler (55.), 4:0 Wachter (62.), 5:0 Siegfanz (73.).

Schiedsrichter: Treiber (Neuburg).

Zuschauer: 420.

Sechs Tore hat der BCF in den beiden letzten Spielen geschossen. Das ist aller Ehren wert. Allerdings haben sich die Flößerstädter auch die gleiche Anzahl an Gegentreffern eingefangen. Das ist weniger schön. Zumindest passte das Verhältnis nicht. „Wir hätten natürlich lieber dreimal 2:0 gewonnen“, räumt Co-Trainer Lukas Wank ein. In vergleichbarer Höhe unterlagen die Oberländer zuletzt am 12. Mai vor drei Jahren – damals mit 0:4 zu Hause gegen den FC Augsburg II.

So deutlich wie das Ergebnis es weismachen will, sei der Leistungsunterschied zwischen dem Überraschungsaufsteiger aus Durach nahe Kempten und seinen Farchetern gar nicht gewesen, sagt Wank. Die Unterschiede beschränkten sich auf wenige, gleichwohl entscheidende Situationen, in denen den Allgäuern „alles ausgegangen ist“. Wank sprich von Toren, die man „nicht jeden Tag“ schießt. Wie etwa das 1:0, bei dem Kotterns Sinan Yilmaz den herauseilenden Franz Demmel mit feiner Technik düpierte. Ebenso zum Zungeschnalzen: Das 5:0 von Kotterns Kapitän Kevin Siegfanz, der aus 25 Metern mit beneidenswerter Präzision den Torwinkel anvisierte und auch erreichte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Brunner-Schützlinge die Partie längst verloren. Knackpunkt war Lukas Wank zufolge das 3:0 von Axel Fuchsenthaler, der ein Missverständnis zwischen Michael Rauch und Torhüter Demmel dankend aufgegriffen hatte. Farchets Assistenzcoach Wank will nichts beschönigen: „Die Anzahl der individuellen Fehler bei uns war zu groß.“

Zur Pause hatten die Farcheter noch daran geglaubt, wenigstens ein Remis zu erstreiten. „Wir haben uns gesagt, ein Punkt ist in jedem Falle noch drin“, berichtet Wank. Gespeist wurde die Hoffnung durch den Farcheter Vortrag in den ersten 30 Minuten. „Da waren wir mindestens gleichwertig. Wenn wir in Führung gehen, läuft das Spiel ganz anders“, mutmaßt der 22-jährige Assistent von Andi Brunner. Doch konnten Basti Kluge, Tom Pföderl und nach Wiederbeginn der eingewechselte Werner Schuhmann ihre Versuche nicht gewinnbringend abschließen. Vielmehr kamen die Gäste nach dem 0:2 kurz vor der Pause „plötzlich aus dem Tritt“. Überdies gestand Wank den Hausherren zu, stets „im richtigen Augenblick die Tore gemacht“ zu haben.

Sorgen ob der deutlichen Klatsche macht sich Sportstudent Wank um seine Kicker nicht. „Wir müssen jetzt halt ein paar Fehlerquellen herausfiltern.“ Gegen Rosenheim am morgigen Samstag wollen die Kicker von der Kräuterstraße wieder gewinnen. Nicht unbedingt mit vielen Toren Unterschied. Ein 1:0 würde den Wolfratshausern genügen.

Von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Der SV Sulzemoos mit Kantersieg gegen den Türk SV Ingolstadt
Der SV Sulzemoos mit Kantersieg gegen den Türk SV Ingolstadt
TSV Ebersberg verliert Kellerduell: “Hat die Situation ernster gemacht“
TSV Ebersberg verliert Kellerduell: “Hat die Situation ernster gemacht“
Regen-Absage in Teisendorf - Baldham-Coach Shala: „Wir waren baff“
Regen-Absage in Teisendorf - Baldham-Coach Shala: „Wir waren baff“
Niederlage für den ASV Dachau im ersten Spiel unter Bernhard Ahammer
Niederlage für den ASV Dachau im ersten Spiel unter Bernhard Ahammer

Kommentare