Augenthaler fordert eine Reaktion

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Marcus Steegmann war Publikumsliebling bei der SpVgg Unterhaching. Die wortlose Verabschiedung durch die Vereinsführung ärgerte den Angreifer.

Unterhaching - Ausgerechnet einer, den sie im Sportpark nicht mehr haben wollten, bereitet der SpVgg Unterhaching am Samstag Kopfzerbrechen: Marcus Steegmann spielt beim Gegner TuS Koblenz eine Schlüsselrolle.

Zwei Jahre spielte der 29-Jährige für die SpVgg, in 55 Spielen erzielte er acht Tore. Das war unterm Strich zu wenig, der Vertrag wurde nicht verlängert. Auch zwischendurch hatte Steegmann schon einen schweren Stand und wurde zum Edelreservisten. Dem Verhältnis zu den Fans tat das nie einen Abbruch. Steegmann war Publikumsliebling im Sportpark, und nicht wenige schüttelten den Kopf, als man ihn quasi grußlos ziehen ließ. Auch die Gründe, warum der Stürmer, der beim neuformierten, jungen Koblenzer Team nicht mehr in vorderster Angriffsfront spielt, mit gemischten Gefühlen an die alte Wirkungsstätte zurückkommt. „Ich freue mich auf die Rückkehr“, bekräftigt er, zumindest was das Wiedersehen mit dem Anhang betrifft: „Es war hier eine sehr schöne Zeit, ich habe viele Freunde in München. Und ich hoffe, dass mich die Fans in guter Erinnerung behalten haben, ich habe immer alles für den Verein gegeben.“

Das Wiedersehen mit einigen Herren der Führungsetage dagegen wird weniger herzlich ausfallen. Denn der wortlose Abschied schmerzt noch, daraus macht er keinen Hehl: „Man hätte schon früher etwas klarer artikulieren können, dass man mir keinen Vertrag mehr gibt“, findet er, „und man hätte Spieler, die zwei Jahre die Knochen hingehalten haben, auch verabschieden können. Zumindest hätte ich das für richtig gehalten.“

Nun ist das Kapitel SpVgg aber abgehakt, Steegmann arbeitet als Vize-Kapitän und einer der Leitwölfe der neuen Koblenzer Mannschaft am Wiederaufbau nach dem Abstieg. „Etwas mitnehmen“, lautet die Devise für die Partie am Samstag (14 Uhr), betont Steegmann: „Bisher sind wir auswärts immer gut aufgetreten, auch Haching werden wir es sehr schwer machen.“ Dass Koblenz vor allem sein Heil in der Defensive suchen wird, ahnt SpVgg-Trainer Klaus Augenthaler schon. Für ihn ist wichtig, die 2:7-Klatsche von Rostock geradezubiegen: „Wir müssen eine Reaktion zeigen. Ich hoffe, dass wir den Tiefpunkt der Saison hinter uns haben und das ein einmaliger Ausrutscher war.“

SpVgg: Kampa - Schulz, Hoffmann, Brysch, Stegmayer - Mimm - Amachaibou, Leandro, Zillner (Thee) - Nygaard, Tunjic.

Quelle: fussball-vorort.de

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