Augenthaler hofft auf „heilsamen Schock“

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Nicht zum Anschauen: Auf Hachings Trainer Klaus Augenthaler wartet noch eine Menge Arbeit.

Unterhaching - Gestern am freien Tag war Wunden lecken angesagt im Sportpark. Zwei Tage nach dem historischen 2:7-Debakel bei hansa Rostock baute Klaus Augenthaler schon wieder auf die positive Wirkung des „heilsamen Schocks“.

So ganz fassen konnte es der Chefcoach allerdings immer noch nicht, was sich im Ostseestadion zugetragen hatte. „Nein, dass wir so etwas einmal erleben, hätte ich wirklich nicht gedacht“, gab Augenthaler zu, „die Mannschaft hat zuvor einen gefestigten Eindruck gemacht.“ Er überließ sein Team zunächst der eigenen Sprachlosigkeit – und baut nun auf die zwei Wochen Zeit bis zum nächsten Punktspiel: „Dass wir wieder ein Wochenende Pause haben, ist gut. Es gibt Spieler, die lange weg waren und denen Spielpraxis fehlt. Das können wir jetzt aufarbeiten, auch dank des Tests gegen Augsburg am Freitag.“
Die fehlende Spielpraxis, die etwa Rückkehrer Torben Hoffmann noch zu schaffen machte, war aber nur ein Grund für das Debakel an der Ostsee. „Es ist vieles zusammen gekommen“, resümierte Augenthaler. „Wir haben einige Ausfälle, haben immer mit einer anderen Mannschaft gespielt, haben gerade erst ein paar Neuzugänge dazubekommen.“
Als Ausrede wollte er das aber dennoch nicht gelten lassen: „Das entschuldigt alles nicht, dass wir in den Trainingseinheiten taktische Varianten umsetzen, im Spiel dann aber nicht mehr. Das war nicht nur in Rostock so, sondern auch schon in der zweiten Halbzeit gegen Erfurt. Ich erwarte, dass die Mannschaft jetzt eine Reaktion zeigt und gegen einen guten Gegner wie Augsburg beweist, dass sie anders auftreten kann.“

„Wir machen genau so weiter wie bisher"

Auf medienwirksame Maßnahmen wie Straftraining oder zusätzliche freie Tage will Augenthaler verzichten: „Wir machen genau so weiter wie bisher und arbeiten alles auf.“ Der Blick auf seinen Ex-Verein Bayer Leverkusen „relativiert vieles, auch wenn das 2:7 natürlich eine Packung war“, fügte er hinzu: „Die haben zu Hause sechs Stück gekriegt und haben vier Nationalspieler in der Abwehr. Da sieht man, dass sowas einfach passieren kann.“

Hefele war am Samstag ein Totalausfall, vollkommen überfordert und lieferte unterm Strich eine nicht annähernd drittliga-taugliche Vorstellung ab. Von Augenthaler gab’s dafür aber keinen Extra- Rüffel sondern Verständnis: „Ich habe ihm mit seiner Aufstellung vielleicht keinen Gefallen getan. Aber er hat ja auch überhaupt keine Unterstützung von den erfahrenen Leuten bekommen. Die waren alle mit sich selbst genug beschäftigt.“

Hefele darf daher bei den Profis bleiben und wird weiter gefördert. Augenthaler: „Er wird gegen Augsburg wieder spielen, vermutlich auch mal auf einer Position, die ihm eigentlich mehr liegt.“

von Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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