Augenthaler sieht „verdammt harten Weg“

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Aufstieg – das wird schwer: Klaus Augenthaler

Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching ahnt, dass es schwer wird, das Ziel Aufstieg zu erreichen. Versuchen wollen es die Mannen von trainer Klaus Augenthaler trotzdem.

Klaus Augenthaler, der Trainer des Drittligisten SpVgg Unterhaching, sieht sich durchaus als Visionär: „Eine Stadt wie München könnte durchaus zwei Zweitligisten vertragen, es wäre schön, wenn es wieder zu einem Derby gegen den TSV 1860 kommen würde.“ Doch der Weltmeister versteht sich auch als Realist: „Sicher würden meine Spieler gern aufsteigen, aber dies wird ein verdammt harter Weg, denn die Konkurrenz ist riesig, die halbe Liga will nach oben“.

Geht es nach den Umfragen, sind die Hachinger diesmal klarer Außenseiter. Fast alle Trainer sehen Sandhausen, Offenbach und Braunschweig sowie die drei Zweitliga- Absteiger vorn. Augenthaler schließt sich dieser Einschätzung an, sagt aber auch: „Wir haben viele Spieler, die haben schön höherklassig gespielt – und die wollen da auch wieder hin“.

Erster Gradmesser für Haching ist der SV Wehen-Wiesbaden. In der Vorbereitung haben die Rotblauen mit 0:4 gegen die Hessen verloren. Am Samstag (14 Uhr, Sportpark) werden die Karten neu gemischt, es ist die erste Standortbestimmung. „Noch haben wir keinen Punkt, aber die Mannschaft hat gut gearbeitet und ich bin optimistisch“, sagt Augenthaler, der nur auf die verletzten Robert Zillner und Pedro Minelli verzichten muss.

Zehn Neuzugänge musste der Weltmeister integrieren

Insgesamt zehn Neuzugänge musste der Weltmeister integrieren, elf Spieler sind abgewandert. Einige „Neue“ sollen gleich ein Schlüsselrolle übernehmen. Wie etwa der Ex-Löwe Torben Hoffmann. Der 35-jährige neue Abwehrchef wird wohl auch das Kapitänsamt bekommen. Oder der Argentinier Dario Fioretto im Mittelfeld. „Er ist eingroßartiger Fußballer,“ verspricht der neue Sportdirektor Francisco Copado. Der Isländer Gardar Gunnlaugson (zuletzt LASK Linz)soll den abgewanderten Torjäger Tobias Schweinsteiger (nach Regensburg) ersetzen.

„Wir haben eine tolle Mannschaft, die Fans können sich auf attraktiven Fußball freuen“, kündigt der neue Manager Erich Meidert an. Bei aller Euphorie im Vorfeld, die Spielvereinigung steckt tief in den roten Zahlen und der Manager will mit einer neuen Marketingstategie die Einnahmeseite verbessern. „Wir bekommen vom Fernsehen 750 000 Euro, die Zweitligisten vier Millionen, dies kann auf Dauer nicht gut gehen“, räumt dann auch der Trainer ein. Nur durch die Rückkehr in die zweite Bundesliga kann sich die SpVgg Unterhaching wirtschaflich über Wasser halten, denn nach dieser Saison steigt der Hauptsponsor Generali definitiv aus.

von Klaus Kirschner

Quelle: fussball-vorort.de

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