"Tief stehen, das sind wir nicht"

BCF hat mit der Außenseiterrolle nichts am Hut

Viel Arbeit dürfte am heutigen Samstag auf die Wolfratshauser Abwehr um Mustafa Kantar (re.) zukommen: Der BCF ist beim Bayernliga-Tabellenführer SV Pullach zu Gast. Foto: Hans Lippert

Erster gegen Letzter – unstrittiger könnten die Vorzeichen vor dem Gastspiel von Bayernliga-Schlusslicht BCF Wolfratshausen bei Spitzenreiter SV Pullach (Samstag, 15 Uhr) nicht sein.

Spielfreie Wochenenden bedeuten für Fußballklubs zumeist, etwas aus dem Rampenlicht zu fallen. Dementsprechend ruhig war es in den vergangenen Tagen um den BCF Wolfratshausen. Dass nun gar nichts passiert sei, lässt sich derweil nicht behaupten. Es geschah nur fern der öffentlichen Wahrnehmung. So befindet sich Marco Stier wieder auf dem Wege der Besserung. Nach seiner Knieverletzung kann Wolfratshausens Cheftrainer inzwischen auf die Gehhilfen verzichten. In absehbarer Zeit möchte der 33-Jährige wieder in den Hauptjob zurückkehren.

Was er mit dem BCF vorhat, ist unschwer zu erraten: Schnellstmöglich raus aus dem Tabellenkeller. Seit vergangener Woche hat sich der Weg allerdings um eine Stufe verlängert. Kornburgs Sieg in Traunstein ließ die Farcheter auf den untersten Rang abrutschen. „Nicht schön, wenn man auf die Tabelle schaut“, kommentiert Stier den Ist-Zustand. Insgesamt befand er die Ergebnisse der Vorwoche gleichwohl als „nicht so schlecht“. Das untere Drittel des Tableaus sei „eng beinander“. Das ist insofern von Vorteil, wenn man mit dem eigenen Team in die Erfolgsspur findet. Genau daran hapert es beim BCF seit der unsäglichen Niederlage in Franken vor 14 Tagen. Zudem warten mit den Pullacher Raben die Überflieger dieser Spielklasse auf den Ballclub. „Von der Qualität der Einzelspieler geil besetzt“, drückt Stier seine Bewunderung für den Klassenprimus aus. Ob ausgerechnet an der Gistlstraße der dicke Seemannsknoten der BCF-Flößer aufgeht? Stier hat da so seine eigene Sicht der Dinge. Grundvoraussetzung sei zunächst, das eigene Spiel über 90 Minuten „diszipliniert“ durchzuziehen. Wenn dabei dann ein „richtig geiles Spiel“ herauskommt, das seine Elf in ein positives Licht stellt, wäre eine knappe Niederlage „für mich auch okay“. Wolfratshausen möchte in Pullach mutig zu Werke gehen, sogar versuchen, den eigenen Matchplan durchzudrücken. „Wir werden nicht wie ein Außenseiter auftreten, sondern Pullach alles abverlangen“, verspricht Stier. Dazu gehört auch das mit Risiken verbundene, offensive Anlaufen des Gegners. „Tief zu stehen, das sind wir nicht“, ist der Coach inzwischen überzeugt.

Stier blickt auf sechs Übungseinheiten mit Zug zurück. Zunächst setzte er neue Reize in puncto Ausdauer. Verkauft hatte er seinen Eleven die Laufeinheiten als „Straftraining“ für das verpatzte Spiel in Kornburg. Danach wurden die beiden primären Mankos beackert: „Defensive Standards und Torabschluss.“ Wie so oft, fehlt nunmehr noch die praktische Umsetzung. doch mit Ausnahme von Außenverteidiger Andrej Skoro (Leistenprobleme) hat der BCF-Coach seine Stammelf beisammen.

BCF: Heep - Potenza, Kantar, Nummer, Bonic, Wolfinger, Lehr, Onyemaeke, Schnabel, Knecht, Hauk; Karaca, Gobitaka, Endl, Butge, Tomicic, Puta.

Quelle: fussball-vorort.de

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