Ballzauber trotz tropische Hitze

- Freising - Die Leistungsdichte war hoch, beim "8. Internationalen Karibik-Cup" der C-Junioren. Am Samstag ragte einzig und allein die Auswahl des FC Bayern heraus, die den Vorjahresgewinner SC Fürstenfeldbruck in der Vorrunde gleich einmal in seine Schranken wies.

Gut mithalten im Konzert der Bayernligisten und Bezirksoberliga-Mannschaften konnte auch die Regionalauswahl der Freisinger Partnerstadt Arpajon. Nach einem direkten Vergleich mit den C-Junioren des Gastgebervereines SEF, urteilte Trainer Anton Haberl: "Eine stark auftretende, sehr kompakte Mannschaft." Die Partie hätte zwar vom spielerischen etwas zu wünschen übrig gelassen, sei ansonsten aber zufriedenstellend verlaufen. Das Spiel endete 1:1.

Die Tore auf beiden Seiten fielen nach Standard-Situationen. Der FC Arpajon-Marolles ging bereits in der fünften Minute durch einen Elfmeter in Führung. Der SEF glich kurz vor Schluss nach einem Freistoß aus. Schiedlich, friedlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, verlief das Spiel allerdings nicht. Bei den Franzosen gab es am Ende lange Gesichter, weil sie sich um den sicher geglaubten Sieg betrogen fühlten.

Sie hatten erwartet, dass Schiedsrichter Wolfgang Karl eine Mauer aufstellen lässt. Offenbar gab es Verständigungsschwierigkeiten. Es herrschte jedenfalls Unklarheit bei den Franzosen. Ein Spieler des SEF packte die Gelegenheit beim Schopfe und führte den Freistoß aus. Im Anschluss fiel der Ausgleich, die Partie war gelaufen.

Die Spieler des beschwerten sich hinterher lautstark, ihre Vertreter meldeten sogar Protest an. "Schiri" Wolfgang Karl zeigte sich nach dem Spiel überzeugt davon, das alles "regelgerecht" zugegangen sei. Er habe nie Anstalten gemacht, eine Mauer aufzustellen, auch nichts dergleichen verlauten lassen. Karl schränkte allerdings ein: "Die sprechen kein Englisch und ich verstehe nicht Französisch". Auch SEF-Offizielle wie Geschäftsführer Georg Appel hielten die Entscheidung für richtig. Eine Mauer zu bilden sei nach den Regeln nicht vorgesehen, erklärte Appel.

Die Bayernspieler setzten indes auch im zweiten Spiel ihren Siegeszug fort. Kurz nach Anpfiff der Partie gegen die Auswahl des SV Planegg lagen sie bereits 1:0 in Führung. Das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten. Dabei hatte Bayern-Juniorenbetreuer Wolf Drees schon Angst, keinen Ball mehr zu bekommen. Das Spielgerät war in hohem Bogen ins Gebüsch geflogen, Ersatz ließ auf sich warten.

"Männer was ist los", rief Drees der Spielleitung entgegen.

Da ist doch

was im Busch

Dabei war bereits ein Ball unterwegs. Einer der beiden Turnierleiter, stellvertretender Jugendleiter Robert Gintenreiter, kickte eigenfüßig einen weiteren aufs Feld. Dass man die Anzahl der Bälle inzwischen beschränkt hat, dafür gibt es laut Gintenreiter gute Gründe. Die Spielgeräte würden erfahrungsgemäß im Nu verschwinden. Kollege Frank Contu fischte in der Zwischenzeit übrigens besagten Ball aus dem Gebüsch.

Quelle: Merkur.de

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