Baseballer verstärken sich

Gauting Indians peilen Bundesliga-Aufstieg an - Saisonauftakt wegen Corona-Krise in den Mai verlegt

Starker Rückkehrer auf dem Wurfhügel: Michael Hübner soll heuer wieder für die Gauting Indians pitchen.
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Starker Rückkehrer auf dem Wurfhügel: Michael Hübner soll heuer wieder für die Gauting Indians pitchen.

Die Gauting Indians haben sich kräftig verstärkt und wollen in der 2. Baseball-Bundesliga um den Aufstieg mitspielen. Wegen der Corona-Krise wird der Saisonauftakt verlegt.

Gauting – Auch der Spielbetrieb in der 2. Baseball-Bundesliga Süd-Ost bleibt von der Corona-Pandemie nicht verschont. Der Deutsche Baseball-Verband (DBV) entschied, den Saisonstart vom 19. April zwei Wochen nach hinten auf den 2. Mai zu verschieben. „Dies soll es den Vereinen ermöglichen, bei einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs Mitte/Ende April noch eine gewisse Vorbereitungszeit zu haben“, schreibt der DBV in einer Mitteilung.

Corona-Krise macht Gauting Indians noch keine Sorgen

Josef Fischer bereitet das noch keine Sorgen. „Zwei Spiele können wir auffangen“, sagt der Mannschaftssprecher der Gauting Indians bezüglich möglicher Nachholtermine. Er verweist darauf, dass während der Saison genügend freie Wochenenden eingeplant sind. Außerdem wäre es möglich, die Runde über den August hinaus bis in den September oder Oktober zu verlängern, sollte das Wetter wie in den vergangenen Jahren wieder mitspielen.

Was genau passieren wird, wird der Verband zu gegebener Zeit mitteilen. Geht der Plan des DBV auf, eröffnen die Indianer die Saison mit einem Heimspiel gegen die Füssen Royal Bavarians. „Die sind sehr stark“, sagt Fischer über die Allgäuer, die ihren Kader kräftig aufgestockt haben. Aber auch die übrigen Kontrahenten sind nicht ohne. „Die Liga ist auf jeden Fall stärker als im letzten Jahr“, meint Fischer.

Ehrgeiziges Ziel: Indians wollen um Aufstieg mitspielen

Die eigenen Ziele sind ehrgeizig, obwohl die Gautinger im vergangenen Jahr lange um den Klassenerhalt zittern mussten. „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen“, verkündet Fischer. Den Kader dafür haben die Indians heuer. Mit Jakob und Oskar von Mosch kehren zwei Routiniers zum Stamm zurück, die einst an der Würm groß wurden.

Während Oskar von Mosch zuletzt seinen Spielerpass in Regensburg nur liegen hatte, aber selbst nicht aktiv wurde, trug sein Bruder wesentlich dazu bei, dass die München Caribes eine außerordentliche Saison ablieferten. Durchschnittlich traf er am Schlag jeden dritten Ball und kam auf eine Quote von 333. Damit lag er klar über dem Ligadurchschnitt (283) und noch deutlicher über dem Mittelwert der Indians (235). „Wir versprechen uns, einmal im Leben eine schlagstarke Mannschaft zu werden“, sagt Fischer. Zumal die Indians mit Koji Ono einen weiteren formidablen Schlagmann (320) von den Caribes abwarben.

Auch Pitcher Michael Hübner kehrt an die Würm zurück

Potenzial haben die Würmtaler noch in Sachen Pitching. Mit Michael Hübner konnten sie einen exzellenten Mann zurückgewinnen, der seine Zeit in Würzburg beendete und nun wieder für die Polizei in Oberbayern Dienst schiebt. Er soll zusammen mit Bernhard Huber und Lennart Sorg, der allerdings noch an der Schulter verletzt ist, im ersten Spiel auf dem Mound stehen.

Für die zweite Partie wollen sich die Indians nicht mehr länger nur auf Aaron Bushur verlassen. Der Amerikaner konnte in der vergangenen Saison kaum ein Spiel für sein Team entscheiden. „Wir wollen noch einen Ausländer für das Pitching holen“, kündigt Fischer an. In der vergangenen Saison übertraf sich die Konkurrenz gegenseitig mit starken Amerikanern im zweiten Spiel. „So einen brauchen wir auch“, so Fischer. Ein exzellenter Spieler soll irgendwann im April kommen, wenn es Corona zulässt.

hch

Quelle: Merkur.de

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