Niederlage gegen Tabellenführer

Positive Ansätze der Holzis reichen nicht

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Da hilft alles Strecken nicht: Tabellenführer TSV Oberhaching II (in Blau) ist für den TuS Holzkirchen eine Nummer zu groß.

Es war abzusehen, dass die Holzis gegen Tabellenführer TSV Oberhaching II keine Chance haben würden. So waren sie nach der 44:81-Niederlage auch nicht deprimiert.

Holzkirchen – Auch wenn die Holzis diesmal die vielleicht stärkste Aufstellung der Saison hatten, gegen den TSV Oberhaching II gab es nichts zu holen. Mit 44:81 unterlagen die Basketballer des TuS Holzkirchen dem Tabellenführer klar und behalten damit, nach wie vor sieglos, die rote Laterne in der Bezirksliga Süd. „Wir wussten von Anfang an, dass das heute eine Partie für einen kompletten Neuanfang werden würde“, sagt Spielertrainer Ludwig Gößl, der diesmal nur an der Seitenlinie aktiv.

Holzis mit Dominik Exner, Stefan Köck, Felix Feist und Stefan Fascher

Mit Dominik Exner, Stefan Köck, Felix Feist und Stefan Fascher standen gleich vier erfahrene Ex-Spieler auf dem Parkett, die eigentlich nicht mehr in Punktspielen aktiv sein wollten. „Und die Veralterung hat uns sichtlich gutgetan“, sagt Spielmacher Mathias Basedow, der diesmal verletzt nur als Coach zur Verfügung stand. Freilich war von Anfang an klar, dass die in Bestbesetzung angetreten Oberhachinger wohl eine Nummer zu groß für den TuS werden würden. Schon nach dem ersten Viertel führten die Gäste 25:14. Gegen den bärenstarken Felix Pankow auf der Spielmacher-Position und den 2,13-Meter langen Pedrag Gavran gab es kein adäquates Gegenmittel. „Diese beiden ehemaligen Regionalliga-Spieler gehören auch eigentlich nicht in diese Liga“, erklärt Gößl den entscheidenden Unterschied.

Holzis halten im zweiten Viertel besser dagegen

Im zweiten Viertel gelang es den Holzis sogar lange passabel dagegenzuhalten (27:38). Das sah dann auch schon ganz passabel aus, auch wenn es zur Halbzeit mit 27:44 wieder etwas deutlicher wurde. In der zweiten Halbzeit ging dem TuS doch, trotz großem Kader, etwas die Luft aus. Dabei hielt sich die Holzkirchner Defensive noch ganz passabel und hielt Oberhaching weit von der angepeilten 100er-Marke entfernt. Im Angriff allerdings gelang den Holzis nicht mehr recht viel. „Zu wenig Zusammenspiel und wieder viel zu viele wilde Einzelaktionen“, sah Gößl bei seinem Team.

Holzis dennoch nicht deprimiert

Hier muss sich beim TuS auch grundsätzlich was tun. Es gibt keinen Spieler im Kader, der konstant seine zehn bis 20 Punkte machen kann. Dadurch sind die Holzis auch noch mehr darauf angewiesen, den Erfolg miteinander im Team zu suchen. Zehn Punkte im dritten Viertel und nur mehr sieben im letzten reichen auch gegen vermeintlich leichtere Gegner nicht, um am Ende als Sieger vom Feld zu gehen.

Trotz der hohen Niederlage waren die Holzis am Ende aber nicht deprimiert. Der Versuch, jungen Tatendrang mit alter Erfahrung zu verbinden, hatte durchaus positive Ansätze. „Hier gilt es jetzt im Training verstärkt dran zu arbeiten“, kündigt Gößl schon die Fortsetzung des Experiments an.

Jörg Wedekind

TuS Holzkirchen: Kitterle (10 Punkte), Seitter, Siede (je 8), Rechler, Wörmann (je 5), Exner, Feist, Ibrahimovic, Wolf (je 2), Fascher, Köck, Mittler.

Quelle: Merkur.de

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