Auswärtsspiel beim MTSV Schwabing III

Holzis fehlt das halbe Team 

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In Schwabing gefordert: Spielmacher Paul Keil wünscht sich mehr Teamplay und mehr Kampfgeist.

Wenn die Holzis am Sonntag beim MTSV Schwabing III antreten, fehlt nicht nur der Trainer sondern auch unzählige Spieler. Doch mit Kampf- und Teamgeist soll der Sieg her.

Holzkirchen – Eine Grippewelle oder diverse Verletzungen verschonen in der Regel kein Sportteam dieser Welt. Besonders hart trifft es diesmal allerdings die Basketballer des TuS Holzkirchen. Mit wie viel Mann und mit welcher Aufstellung die Holzis am Sonntag (17.45 Uhr) in der Bezirksoberliga beim MTSV Schwabing III antreten können, bleibt wohl bis zur Abfahrt offen.

„Wenn man so will, haben wir seit Mitte Dezember kein richtiges Teamtraining mehr machen können“, sagt Abteilungsleiter Ludwig Gössl über die Personalmisere bei den Holzis. „Im Abschlusstraining fehlte das halbe Team.“ Kilian Schneider, Joschi Simon, Marc Gricar, Mike Brunner, Flo Mann, Kerim Ibrahimovic und diese Woche auch noch Coach Sebastian Trott stehen auf der immer länger werdenden Liste. In den vergangenen fünf Partien kassierte der TuS daher nicht von ungefähr vier deftige Niederlagen bei nur einem schmucklosen Sieg über Schlusslicht Ismaning.

Dabei wäre gerade ein Sieg über den MTSV doppelt viel wert, denn das Schwabinger Team steht als Vorletzter im Kampf gegen den Abstieg mit dem Rücken zur Wand. „Man freut sich ja ungern über das Unglück der Gegner, aber die Sperre von Schwabings bestem Werfer kommt uns in dieser Phase nicht ungelegen“, gibt Gößl zu. Dominik Zehnt – mit durchschnittlich 16 Punkten pro Spiel Schwabings Topscorer – leistete sich am Mittwoch im Nachholspiel gegen den TSV München Ost eine Disziplinlosigkeit und muss dadurch gegen den TuS zuschauen. „Natürlich macht das die Sache etwas einfacher. Aber zuerst müssen wir es selbst wieder schaffen, ein Spiel zu gestalten“, mahnt daher Spielmacher Paul Keil zu mehr Kampfgeist und vor allem zu mehr Teamplay.

Ob das ausgerechnet mit diesem dezimierten Kader klappt, ist abzuwarten. Vielleicht können aber gerade jetzt jene Spieler in die Bresche springen, die ansonsten in der zweiten Reihe auf ihre Chance warten. „Ich hoffe aber auch, dass trotzdem der ein oder andere noch rechtzeitig zu Kräften kommt,“ sagt Gößl. Der Abteilungsleiter wird aller Voraussicht nach in Schwabing Coach Trott am Spielfeldrand vertreten.

Der Klassenerhalt ist für die Holzis kein Thema mehr. Ein Sieg gegen Schwabing würde allerdings der Seele und damit auch dem Selbstbewusstsein der Spieler mehr als guttun.

Jörg Wedekind

Quelle: Merkur.de

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