Baum & Schromm im Doppel-Interview

"Keiner kann sich sicher sein"

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Manuel Baum (l.) und Claus Schromm

Unterhaching - Im Doppel-Interview spricht Hachings Trainerduo Manuel Baum und Claus Schromm über den Riesen-Kader, über die Neuzugänge und über die Saisonziele.

Mit dem 0:0 im Auftaktspiel meisterte die SpVgg Unterhaching in Regensburg die erste große Bewährungsprobe der neuen Saison. Ein guter Start – wichtig, gerade für die junge Hachinger Truppe mit einem Durchschnittsalter von 21,2 Jahren. Hachings Teamchef Manuel Baum sagt: „Aus Erfahrung weiß man, dass man nach einem schlechten Start ins Grübeln kommt.“ Am nächsten Samstag empfängt die SpVgg im Alpenbauer Sportpark den Chemnitzer FC zum ersten Heimspiel, und möchte nachlegen. Die tz traf das Hachinger Trainerduo Claus Schromm und Baum zum ersten Doppelinterview der Saison:

Welche Eindrücke haben Sie aus der Saisonvorbereitung gewonnen?

Schromm: Wir sind sehr zufrieden. Für uns war wichtig, dass wir die Inhalte gut umsetzen konnten. Da ist uns sehr entgegengekommen, dass im Vergleich zum letzten Jahr viel mehr Spieler schon länger bei uns waren. Dementsprechend haben wir, gerade was die konzeptionelle Geschichte betrifft, die Neuen schnell integriert.

Welcher der Neuzugänge hat sich besonders bewährt?

Baum (lacht): Also, besonders ausgezeichnet hat sich der Hack Alex, der Duhnke Marius, der Steinherr Thomas – im Endeffekt alle. Da kann man wirklich keinen rausheben, das war durch die Bank mehr, als wir erwartet haben.

Mit welchen Zielsetzungen geht es in die neue Saison?

Schromm: Der Klassenerhalt ist sicherlich das primäre tabellarische Ziel. Aber für uns ist auch wichtig, dass wir die Jungs sportlich weiterbringen.

Sie haben einen großen Kader von insgesamt 33 Spielern. Eine zusätzliche Herausforderung?

Baum: Im ersten Augenblick erscheint der immer recht groß, aber wenn man weiß, dass man damit fast drei Mannschaften bedienen muss, mit Amateuren, Profis und der A-Jugend, dann relativiert sich das schnell.

Schromm: Es wird auch jeder zum Einsatz kommen, die werden sich nicht beschweren, dass sie nicht spielen. Und in der Dritten Liga werden wir durchrotieren. Da kann sich keiner sicher sein, wenn er schlecht spielt, dass er in der nächsten Woche spielt. Auf der anderen Seite kann man sich auch nicht sicher sein, dass man von Beginn an randarf, wenn man mit der eigenen Leistung zufrieden war.

Welcher Spieler wird im Team eine Führungsrolle übernehmen?

Schromm: Die Kapitänsfrage hat sich geklärt. Wir haben verschiedene Bereiche geschaffen. Im Bereich Sozialkompetenz finden sich drei Spieler wieder, die in der Reihenfolge (Maxi) Welzmüller, (Benny) Schwarz und (Jonas) Hummels auch die Kapitänsbinde tragen werden.

Eine weitere Neuerung ist der Haupt­sponsor. Die Bonbonfirma Alpenbauer startet mit der SpVgg in die Saison…

Baum: Wir hatten letzte Woche eine Präsentation von Alpenbauer. Ich habe selten so ein positives Klima bei der Vorstellung eines Hauptsponsors gesehen. Die Spieler waren begeistert, wie der Bus ausschaut, wie der Slogan formuliert ist, wie das aussieht mit den Bergen, wie das mit dem Stadion ist. Es ist außerdem etwas Süßes – und wir haben ja auch eine „süße“ Mannschaft. Von daher funktioniert das gut.

Schromm: Der Sponsor passt auch von seiner Mentalität, von seinem Charakter zu uns wie die Faust aufs Auge.

Welche Mannschaften werden um den Aufstieg mitreden?

Schromm: Ich denke, dass in der Liga eine Zweiklassengesellschaft entstehen wird. Vereine wie Preußen Münster, Heidenheim, Chemnitz oder Leipzig werden vorne mitspielen, während andere Vereine aufgrund der finanziell schweren Situation zusammen mit uns um den Klassenerhalt kämpfen werden.

Interview: Sina Ojo

Quelle: fussball-vorort.de

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