Wieder kein Befreiungsschlag des SVH

Baumgärtner spricht von "brutaler Negativserie"

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Hadert mit der Chancenverwertung: SVH-Coach Heiko Baumgärtner.

SV Heimstetten - Zumindest einen Erfolg kann der Stadionsprecher in der Pause verkünden: Der SV Heimstetten hat seit kurzem 500 Fans bei Facebook – ein „Meilenstein“, wie der Bayernligaclub stolz auf seiner Seite schreibt.

Und diesen habe man zum Anlass für ein Gewinnspiel im Internet genommen, bei dem der Sieger einen signierten SVH-Schal abräumen kann.

Nun also liest der Sprecher den Namen des Glücklichen vor, und es passiert – nichts. Ganz offenbar hat sich der Gewinner nicht bemüßigt gefühlt, an diesem spätsommerlichen Nachmittag das Heimspiel des SVH gegen den FC Sonthofen zu besuchen. Von daher muss ein neuer Name gezogen werden, und wollte man in dieser Szene mehr sehen als nur einen Meilenstein, ein Gewinnspiel und einen dummen Zufall, so könnte man sagen: Irgendwie passt dieser Fehlgriff zur momentanen Situation in Heimstetten.

Denn auch gegen Sonthofen bleibt den Gastgebern ein Befreiungsschlag verwehrt: Mit 0:1 verliert der SVH – die sechste Niederlage in den vergangenen acht Spielen, eine „brutale Negativsserie“, wie es Trainer Heiko Baumgärtner nach dem Schlusspfiff nennt. Der Coach wirkt etwas ratlos, denn eigentlich sei diesmal alles so gelaufen, wie er sich das vorgestellt habe – abgesehen vom Ergebnis natürlich. „Die Jungs haben eine Riesenpartie abgeliefert“, lobt Baumgärtner. „Wir hatten heute Chancen für drei Spiele. Aber der Ball wollte nicht rein.“

Tatsächlich reichen nicht mal beide Hände, um alle Großchancen des SVH aufzuzählen. Doch mal klatscht die Kugel an den Pfosten (Sebastiano Nappo, 8.), mal zischt sie Zentimeter am Tor vorbei (Orhan Akkurt, 16.), und mal ist der starke Sonthofener Torhüter zur Stelle (Akkurt, 44.; Memis Ünver, 47./49.). Auf der anderen Seite kommen die Allgäuer in der ersten Hälfte ein einziges Mal vors Tor von Marijan Krasnic. Nach einem klugen Pass in die Spitze schüttelt Anil Dikmen den in dieser Szene nicht souveränen Sebastian Paul ab und schiebt den Ball zum 0:1 ins Netz.

In der Folge verzichten die Gäste weiter auf allzu große Offensivbemühungen; stattdessen sieht sich der SVH meist einem Bollwerk aus acht bis zehn Allgäuern gegenüber – und dennoch hat Heimstetten dicke Chancen. „Sonthofen ist punktgleicher Tabellenführer, und wir haben sie neunzig Minuten an die Wand gespielt“, sagt Baumgärtner. Doch der Coach weiß selbst am besten: „Am Ende hilft uns das nichts. Was zählt, sind nun mal die Ergebnisse.“

Und die sind in den vergangenen Wochen mehr als mau gewesen. Dennoch stellt Manager Michael Matejka klar: „Der Trainer steht überhaupt nicht in Frage. Man sieht ja, dass die Spieler Gas geben. Die ziehen alle hundertprozentig mit, und das ist entscheidend.“ Allerdings müsse sich der Verein mit der Frage beschäftigen, „ob wir noch mal nachlegen wollen“, sagt Matejka und verweist auf die angespannte Personalsituation. „Wenn sich etwas anbietet, dann hätten wir den Spielraum, um uns zu verstärken“, betont der Manager.

Quelle: fussball-vorort.de

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