Der SVH-Coach im Interview

Baumgärtner über Pullach-Verzicht: "Lag nicht am SV Heimstetten"

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Klare Ansage: „Wenn man oben dabei ist, so wie wir, dann will man es auch schaffen. Aber wir sind da sehr entspannt“, sagt SVH-Trainer Heiko Baumgärtner.

SV Heimstetten – Per Handschlag hat das Trainerteam des SV Heimstetten seinen Vertrag für die nächste Saison verlängert. Im Interview spricht Chefcoach Heiko Baumgärtner über die Gründe, über den Aufstiegsverzicht des SV Pullach und wieso er seinen Klub zu unrecht an den Pranger gestellt sieht.

Herr Baumgärtner, Ihr Manager Michael Matejka hat verkündet, dass Sie sich per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung geeinigt haben. Wie sah das konkret aus?

Das war eine Sache von zehn Minuten – wenn überhaupt. Michi hat mir nach dem Dachau-Spiel gesagt, dass er den Vertrag gerne verlängern würde, und ich habe ihm gleich zugesagt.

Ohne groß zu überlegen?

Es war ja von Anfang an der Plan, dass wir längerfristig zusammenarbeiten. Mir gefällt es hier super, es ist ein Top-Verein, eine gute Mannschaft, und auch das Trainerteam passt. Nicht nur ich habe ja verlängert, sondern auch Bobo und Igor (Co-Trainer Vujanovic und Torwart-Trainer Pintar).

Stimmt es eigentlich, dass Sie wegen des Fußballs seit Kurzem im Job kürzertreten?

Ja, seit April arbeite ich weniger. Ich hatte das schon vor Längerem beantragt, denn die Belastung mit Vollzeit- und Trainerjob war teilweise extrem. Das kann man ein paar Monate machen, aber nicht auf Dauer. Jetzt kann ich meine Priorität mehr auf den Fußball legen.

Zurück zu Ihrem Vertrag: Wird darin von der Bayernliga oder von der Regionalliga die Rede sein?

Über Details haben wir noch gar nicht gesprochen. Aber die Verlängerung gilt liga-unabhängig.

Und in welcher Liga wird der SVH nächste Saison spielen?

Darüber zu spekulieren, ist zu früh. Ich habe immer gesagt: Wir waren nach der Hinrunde Neunter und quasi weg vom Fenster. Dass wir jetzt noch mal vorne mitmischen, ist alleine schon ein Riesenerfolg.

Anders gefragt: Welche zwei Klubs sind derzeit in der Regionalliga Dritt- und Viertletzter – sprich: wären potenzielle Gegner in der Relegation?

Das müssten Amberg und Schalding-Heining sein.

Das haben Sie also im Kopf…

Klar ist: Wenn man oben dabei ist, so wie wir, dann will man es auch schaffen. Aber noch mal: Wir sind da sehr entspannt. Nach dem großen Umbruch im Sommer hat der Verein hat klar formuliert, dass wir oben mitspielen wollen, aber der direkte Wiederaufstieg nicht das primäre Ziel ist.

Wäre der aktuelle Kader gut genug für die Regionalliga?

Wir haben einen starken Kader, und ich habe auch das Gefühl, dass der Team-Spirit immer mehr reinkommt. Trotzdem werden wir uns im Sommer punktuell verstärken – egal in welcher Liga wir spielen.

Im Kampf um den Relegationsplatz könnte der SVH vom Aufstiegsverzicht des SV Pullach profitieren. Pikanterweise wollte der Klub seine Spiele im Sportpark Heimstetten austragen, weil er selbst kein geeignetes Stadion hat…

Ja, und der SV Heimstetten hat dafür auch sein Okay gegeben! Das war Fair Play von uns und ist mir in der Berichterstattung zu kurz gekommen. Dass Pullach das Angebot nicht angenommen hat, lag an den Regularien des Verbands und dass sie sich wegen der Kosten nicht mit der Gemeinde Kirchheim einigen konnten – aber definitiv nicht am SV Heimstetten.

Hätte ein Aufstieg des SVH einen faden Beigeschmack, wenn er durch den Pullacher Verzicht ermöglicht würde?

Überhaupt nicht! Das ist doch im Fußball gang und gäbe, dass ein Verein keine Lizenz erhält und ein anderer dafür nachrückt. Rosenheim, Sonthofen oder Unterföhring würden diese Chance doch genauso nutzen.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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