Der SVH-Coach über die Rückrunde und seine USA-Reise

Baumgärtner: "Werden versuchen, vorne anzugreifen"

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Heiko Baumgärtner (r.) verabschiedete sich Mitte Oktober für zwei Monate in die USA.

SV Heimstetten - Heiko Baumgärtner, Cheftrainer des SV Heimstetten, ist Mitte Oktober beruflich bedingt in die USA gegangen. Wir haben mit ihm über seine Erwartungen an die Rückrunde mit dem SVH und die Sportkultur in Amerika gesprochen.

Mitte Oktober verkündete der SV Heimstetten, dass Coach Heiko Baumgärtner aus beruflichen Gründen für zwei Monate in die USA gehen werde. Seitdem leitet Assistent Borislav Vujanovic das Training der Heimstettener. Baumgärtner verfolgt natürlich auch aus der Ferne die Spiele seiner Mannschaft. Wir haben mit ihm über den Austausch mit Vujanovic, amerikanische Sportkultur und seine Erwartungen an die Rückrunde gesprochen.

Wie kam es zu deiner USA-Reise?

Den Aufenthalt in den USA habe ich bereits vor ca. einem Jahr in Angriff genommen, noch vor meinem Engagement als U-23 Trainer beim SV Heimstetten. Leider war es damals aufgrund von Umstrukturierungen innerhalb der Firma noch nicht möglich gewesen. Anfang diesen Jahres hat es dann doch geklappt und ich habe von meinem Arbeitgeber das OK bekommen. Unseren Manager Michael Matejka habe ich natürlich immer auf dem aktuellen Stand der Dinge gehalten. Es war einfach schon immer ein kleiner Traum von mir, eine etwas längere Zeit im Ausland zu verbringen (am liebsten in den USA). Was aber aufgrund von Fußball und Job bisher leider noch nie möglich war. So wäre es auch dieses Mal wieder nichts geworden, wenn ich zu Beginn des Jahres gewusst hätte, dass ich diese Saison die erste Mannschaft in Heimstetten trainieren würde. Denn dann hätte ich es natürlich wieder nicht gemacht.

Wir haben mitbekommen, dass du in den Staaten einige Sportevents besucht hast. Was hast du dir alles angesehen?

Naja, wenn man schon mal hier ist, dann muss man so was auch mitnehmen. (lacht) Bisher waren es zwei NBA-Spiele und ein NFL-Spiel. Es ist beeindruckend, so was mal live mit zu erleben. Auch wenn die Stimmung während des Spiels wiederum in unseren Fußballarenen die bessere ist.

Wie unterscheidet sich der Sport dort von hier?

Grundsätzlich ist ein wesentlicher Unterschied, dass es hier bei den meisten Sportarten kein Unentschieden gibt, entweder du gewinnst oder du verlierst. Und diese Mentalität und diesen Spirit der Spieler, unbedingt gewinnen zu wollen, spürt man auch schon auf der Tribüne. Dazu ist einfach auch die "Show" auf dem Platz, den Zuschauern was bieten zu wollen, besonders in der NBA (Basketball), enorm.

Wie verfolgst du die Spiele deiner Mannschaft?

Ich habe natürlich jedes Spiel per Liveticker verfolgt, zudem auch während der Spiele auch immer wieder WhatsApp-Nachrichten oder SMS über die aktuellsten Ereignisse auf dem Platz bekommen. Das ist schon äußerst Nerven aufreibend, an so nem Liveticker zu kleben.

Wie stark ist der Austausch mit Boris Vujanovic?

Bobo und ich tauschen uns vor und nach jedem Spiel über Skype aus. Während der Woche schreiben wir per WhatsApp, was es neues gibt, wie das Training war, wie die Jungs mitgezogen haben, usw. . Bobo, Igor und ich haben uns von Anfang an als Trainerteam sehr gut ergänzt, wir reden und diskutieren offen über alles. Das ist jetzt genauso der Fall, nur dass die Entfernung etwas größer ist. Aber ich weiß ja auch, dass wir lauter gute Jungs haben, die charakterlich top sind und eine gute Einstellung zu dem Ganzen haben. Daher hatte ich auch nie Bedenken, warum die paar Wochen nicht laufen sollten.

Ist bei dir der Glaube an den Aufstieg noch da?

Die Vorgabe des Vereins nach dem Abstieg und dem großen Umbruch, der stattgefunden hat, war nie der Aufstieg gewesen. Dennoch ist es mein Ehrgeiz und auch der Ehrgeiz der Spieler, das Optimale aus jeder Saison raus zu holen. Daher ist eins klar, wenn wir in den drei verbleibenden Spielen vor der Winterpause noch ordentlich punkten und der Abstand an die Tabellenspitze nicht größer wird, werden wir in der Rückrunde - dann hoffentlich wieder mit allen Mann an Bord – definitiv alles versuchen, um nochmal vorne anzugreifen.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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