FC Bayern zeigt gute Moral

- Auch zum elften Mal hintereinander konnte der TSV 1860 in der Regionalliga nicht gewinnen. Doch Trainer Alfons Higl sah nach dem 2:2 am Freitagabend in Elversberg einen Lichtblick, nach den vielen Pleiten in den letzten Wochen: "Die Mannschaft hat gut gekämpft und viel Moral gezeigt."

Mit kleinen personellen Schritten versuchte Higl seine Leute wieder auf Trab zu bringen. So durften die formschwachen Björn Ziegenbein, Florian Galuschka und Matthias Poschauko nicht mit ins Saarland reisen, sondern bekamen eine Denkpause verordnet. Doch der Start in Elversberg ging völlig daneben. Bereits nach 14 Minuten erzielte Sprecakovic die Führung für die Gastgeber. 120 Sekunden später leistete sich Löwen-Keeper Philipp Pentke einen schweren Schnitzer, den Calamita zum 2:0 nützte.

Was dann allerdings folgte, daraus wollen die Löwen Mut schöpfen für die kommenden Aufgaben: So kam es nicht zum drohenden Schützenfest durch die Saarländer, sondern die U-23 der Löwen drehte die Partie. Der eingewechselte Südafrikaner Lance Davids erzielte in der 70. Minute den Anschlusstreffer. Wenig später gelang U-20-Nationalspieler Nicky Adler per Strafstoß der verdiente Ausgleich. "In der zweiten Halbzeit spielte nur noch meine Mannschaft, wir hatten sechs Tormöglichkeiten und Adler traf noch den Pfosten, gegenüber den letzten Spielen war dies eine große Steigerung", meinte Higl.

Hermann Gerland, der Trainer der Bayern-Reserve, und Amateurleiter Werner Kern, leisteten mit einigen Junioren am Sonntag Schwerstarbeit. Die fleißigen Helfer befreiten mit Schaufeln das Stadion an der Grünwalderstraße von einer dicken Schneeschicht. Der Aufwand lohnte sich, denn die U 23 des Rekordmeisters gewann gestern mit 3:2 (0:2) gegen den 1.FC Kaiserslautern II. Dabei schickten die Bayern viel Prominenz auf den Platz: Cheftrainer Felix Magath delegierte seine Jungprofis Philipp Lahm, Andreas Ottl, Paulo Guerrero und Michael Rensing zu den "Amateuren". Es sah aber lange so aus, als sollte der Schuss nach hinten losgehen, denn die Gäste aus der Pfalz waren eine Stunde lang die bessere Mannschaft und führten mit 2:0. Erst mit einem furiosen Schlussspurt konnte der FC Bayern die Kastanien aus dem Feuer holen. Guerrero (72.), Maierhofer (75.) und Stegmayer (85.) sorgten dann noch für etwas Zufriedenheit bei Gerland.

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