Bayernliga eine attraktive Marke - mehr als 121 000 Zuschauer

München - Der Rekord der Vorsaison wurde nicht erreicht, doch die Fußball-Bayernliga bleibt eine attraktive Marke. Mehr als 121 000 Zuschauer verfolgten in den 18 Stadien die 180 Hinrundenspiele der 46. Saison.

"Ich bin dennoch im Jahr eins nach der Spielklassen-Reform zufrieden", zog Verbandsspielleiter Jürgen Faltenbacher trotz des geringen Besucherrückgangs zufrieden Bilanz: "Allen Unkenrufen zum Trotz konnte sich die Bayernliga als Spitzenprodukt unseres Verbandes ganz oben in der Skala halten. Wir sind auch von den Zuschauerzahlen her bundesweit sehr gut platziert."

Platz eins in der Tabelle gehört Herbstmeister SpVgg Weiden. Dahinter folgt überraschend der TSV Aindling , der in seinen 13 Jahren Bayernliga noch nie so gut überwintert hat. Punktgleich auf Rang drei steht die SpVgg Bayreuth. Den Relegationsplatz nimmt der Würzburger FV ein. Die Abstiegsplätze belegen die Aufsteiger Würzburger Kickers und TSV Rain/Lech und als Schlusslicht der FC Schweinfurt 05 .

Das Niveau der Bayernliga konnte auf einem hohen Level gehalten werden. "Wie zu erwarten war, sind die sieben Aufsteiger eine Bereicherung für unsere bayerische Spitzenliga", sagte Faltenbacher. Besonders heraus sticht aus dem bunten Bayernliga-Feld der TSV Buchbach, der auch mit einem Schnitt von knapp 1400 Fans pro Begegnung der Zuschauerkrösus ist. Einziger Wermutstropfen war bisher der Antrag auf vorläufige Insolvenz bei der SpVgg Bayreuth. "Das sind dunkle Wolken. Da können wir nur hoffen, dass Bayreuth die Saison ordentlich zu Ende spielt", mahnte der Ligachef.

In den bisherigen 180 Spielen wurden 552 Tore erzielt, was einem Schnitt von 3,07 (Vorsaison 2,74) Treffern pro Partie bedeutet. Führender in der Torschützenliste ist Mijo Stijepic vom FC Ismaning mit 17 Toren. Es folgen Srdan Stevanovic (16/TSG Thannhausen), Thomas Karg (15/ Frohnlach) und Michel Petrick (14/ Bayreuth). 121 045 Zuschauer strömten bisher in die 18 Stadien, das waren im Schnitt 672 Fans pro Spiel. Damit ging der Besuch gegenüber der Vorsaison (704 pro Spiel) leicht zurück. Der Rekord wurde beim unterfränkischen Derby Würzburger FV gegen Würzburger Kickers mit 3023 Fans registriert.

Fünf Trainer mussten vorzeitig ihren Stuhl räumen. Den Anfang machte Janos Radoki beim TSV Rain/Lech, der schon nach 18 Tagen gehen musste. Es folgte Rüdiger Mauder beim FC Würzburger Kickers. Dort übernahm Sportchef Dirk Zuechner den Trainerposten selbst. Auch Werner Dreßel wurde beim FC Schweinfurt 05 der Stuhl vor die Tür gesetzt, sein Nachfolger ist der bisherige Co-Trainer Frank Lerch.

Munter weiter ging das Wechselspiel beim TSV Rain/Lech. Auf Radoki (vier Spiele) folgte Wilfried Mayer (zehn Spiele), für eine Partie Harald Mack und seit drei Partien Josef Meier, der aber auch nur eine Übergangslösung war und zum neuen Jahr abgelöst werden soll.

Von Dirk Meier, dpa

Quelle: Merkur.de

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