Die Lamotte-Elf springt von Platz 13 auf Rang 10

Christian Doll als Matchwinner gegen den TSV Schwabmünchen 

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Merlin Höckendorff scheitert aus nächster Nähe am Keeeper Kilian Röder

Der TSV Dachau 65 schafft es mit Einsatzbereitschaft und Konzentration die Gäste aus Schwabmünchen mit 1:0 zu schlagen.

Der Bann ist gebrochen, der Weihnachtsfrieden an der Jahnstraße gesichert. Nach schwierigen Wochen mit vielen Rückschlägen haben die Bayernliga-Fußballer des TSV 1865 Dachau am letzten Spieltag vor Beginn der Winterpause in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Lamotte-Elf gewann das Heimspiel gegen den Tabellenvierten TSV Schwabmünchen durch ein Tor von Christian Doll mit 1:0 und hüpfte so in der Tabelle von Rang 13 auf Platz 10.

Eine gute erste Halbzeit und eine noch bessere zweiten Hälfte bescherte den Hausherren vor der Minuskulisse von 80 Zuschauern einen eminent wichtigen, da richtungsweisenden Dreier im Kampf gegen den Abstieg.

Deutlich spürbar war vor dem Anpfiff die Nervosität im Lager des TSV 1865 Dachau. So unkte der 1. Vorsitzende und frischgebackene Dachauer OB-Kandidat Wolfgang Moll: „Hoffentlich holen wir wenigstens einen Punkt.“ Der Wunsch des Chefs war den Kickern Befehl, mit drei Zählern übertrafen sie das Ziel des Vorsitzenden sogar noch deutlich.

Nur einen Vorwurf mussten sich die 65-Kicker am letzten Novembertag gefallen lassen, sie haben es versäumt, den zweiten Treffer nachzulegen und so das Nervenkostüm der Aktiven und Fans zu schonen. Chancen gab es zuhauf, aber man schaffte es nicht, das Runde ein zweites Mal im Eckigen zu versenken. Nach dem Sieg hat Dachau 27 Punkte auf dem Konto, man hat den Vorsprung auf die Gefahrenzone so wieder auf vier Zähler ausgebaut.

„Wir sind hochzufrieden, das war so wichtig“

Nach dem Schlusspfiff wirkte auch der Dachauer Fußball-Boss Ugur Alkan erleichtert, er meinte: „Wir sind hochzufrieden, das war so wichtig. Man hat endlich mal wieder gesehen, was in der Mannschaft steckt, zumal wir enorme personelle Probleme hatten und mal wieder improvisieren mussten.“

Im Vergleich zu den jüngsten Auftritten zeigte die Lamotte-Elf ein vollkommen anderes Gesicht. Die Körpersprache stimmte, die Einsatzbereitschaft war hoch und die Konzentration hielt von Minute eins bis 90. Ein Volltreffer war auch der taktische Winkelzug des Dachauer Trainers Fabian Lamotte, der das System von 4-2-3-1 auf 3-5-2 umstellte und zudem den etatmäßigen Innenverteidiger Alexander Weiser auf die Position sechs beorderte.

Die erste Chance des Spieles hatte Ryosuke Kikuchi, der aus zehn Meter halbrechts abzog und den Gästekeeper Kilian Röder zu einer Glanztat zwang. Den folgenden Kopfball konnte Robin Volland nicht mehr richtig platzieren. Für die Gäste gab es in der 17. Minute die erste gute Torchance durch Nikola Aracic, der nach einer Ecke das Spielgerät knapp über das Tor köpfte.

Die beste Möglichkeit für die Lamotte-Elf im ersten Durchgang bekamen die Zuschauer in der 37. Minute zusehen: Nach einer Ecke von rechts scheitern zunächst Franz Hübl und dann Merlin Höckendorff aus kurzer Distanz am Schwabmünchner Keeper Kilian Röder.

In der 39. Minute tauchte der spätere Matchwinner Christian Doll erstmals gefährlich vor dem Gästekasten auf, er hatte zwölf Meter vor dem Tor das 1:0 auf dem Fuß, verzog aber knapp.

Dachau hatte im ersten Abschnitt leichte spielerische Vorteile, was Ugur Alkan optimistisch stimmte: „Das war deutlich besser als zuletzt in München. Die Jungs machen es richtig gut, wir hatten auch die besseren Chancen, um ein Tor zu erzielen. Ich hoffe, wir fahren in der zweiten Halbzeit den so wichtigen Dreier ein.“

Doll lässt die Dachauer aufatmen

Die zweite Halbzeit begann mit einer Riesenchance für die Schwabmünchner, Rainer D’Almeida schob den Ball aus abseitsverdächtiger Position knapp am Tor des von Keeper Max Mayer gewohnt sicher gehüteten Tores vorbei. Doch wenig später folgte der große Auftritt des an anhaltender Ladehemmung laborierenden 65-Torjägers Christian Doll: Nach einem nur unzureichend weit geschlagenen Ball der Gästeabwehr zieht Doll aus 16 Metern flach ab, das Spielgerät schlägt platziert im unteren rechten Toreck ein – 1:0 (54.).

Dieses Tor für Dachau fiel genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Gäste waren sehr engagiert aus der Kabine auf dem Platz zurückgekehrt, sie drängten die 65-Kicker zeitweise weit in die eigene Spielhälfte zurück.

Der TSV 1865 Dachau konnte nach dem befreienden Führungstreffer noch effektiver das Konterspiel aus einem massierten Fünfer-Mittelfeld inszenieren. Dabei zeigte die Lamotte-Elf lange vermisste Tugenden, es wurde um jeden Ball intensiv gefightet. Bestnoten verdienten sich der stark spielende 65-Kapitän Dominik Schäffer und Dachaus Co-Trainer Alexander Weiser.

Die Gäste versuchten aber auch in der Schlussphase, den Karren noch aus dem Dreck zu ziehen. In der 67. Minute verfehlte Stefan Meisel das Ziel per Freistoß aus 17 Metern nur knapp. Kurz zuvor hatte Robin Volland die Chance auf das befreiende 2:0 vergeben, sein Kopfball nach einer Flanke von Ryosuke Kikuchi verfehlte das Ziel nur knapp.

In den letzten zwanzig Minuten dominierten dann knallhart geführte Zweikämpfe vor den beiden Sechzehnern. Christian Doll vergab in der 73. Minute nach einem Traumpass von Dominik Schäffer aus 16 Metern eine weitere Chance auf das 2:0 nur knapp. Auch Dominik Schäffer hatte Pech, in der 84. Minute jagte er die Kugel nach einer flach getretenen Ecke von rechts aus acht Metern über das Tor. Keine 60 Sekunden später agierte Christian Doll bei einem Solo zu eigensinnig, er hätte wohl besser den einschussbereiten Robin Volland bedienen sollen als es selbst zu versuchen. So blieb er bei seinem letzten Slalomschwung an einem Schwabmünchner Verteidigerbein hängen...

Quelle: Merkur.de

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