Fußball

Hiobsbotschaft schockt 65:  Alex Weiss fällt lange aus

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Kreuzbandriss: Alexander Weiss vom TSV 1865 Dachau (rechts) fällt für den Rest der Saison aus. 

Nicht zu beneiden sind am letzten Punktspielwochenende des Jahres 2019 die Bayernliga-Fußballer des TSV 1865 Dachau, denn ausgerechnet gegen das Spitzenteam des TSV Schwabmünchen muss das im steilen Sinkflug befindliche Lamotte-Flaggschiff versuchen, in eine stabile Seitenlage zu kommen (Samstag, 14 Uhr).

Wie dringend die Dachauer nach der jüngsten 1:4 Pleite bei den Münchner Junglöwen einen Dreier benötigen verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. Der Tabellendreizehnte von der Jahnstraße weist nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegs-Relegationszone auf, die von der SpVgg Hankofen-Hailing angeführt wird.

Nach vier Niederlagen in Serie ist ein Erfolg gegen Schwabmünchen ein schwieriges Unterfangen, im Falle einer weiteren Niederlage steht dem TSV 1865 Dachau eine unruhige Winterpause bevor.

Die Schwabmünchner Mannschaft um den erfahrenen Trainer Paolo Maiolo musste am vergangenen Spieltag eine 0:2-Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten FC Pipinsried einstecken; sie steht mit 39 Punkten auf Platz vier. Von diesen Sphären sind die Dachauer weit entfernt, sie belegen mit 24 Punkten Platz 13 in der in der Tabelle. Fehlen wird den Gästen Tim Uhde, er hat sich gegen den FCP eine rote Karte einhandelt.

Diese Woche erreichte den TSV 1865 Dachau eine weitere Hiobsbotschaft, Alexander Weiss hat sich in München einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen, für ihn dürfte die Saison bereits gelaufen sein. Damit fällt ein weiterer Kreativspieler aus. Dem TSV 1865 Dachau fehlen mit Flügelflitzer Sebastian Brey (Bänderriss im Knie) und Marko Todorovic (beruflich verhindert) ohnehin schon zwei Kreativspieler, die gerade in solch richtungsweisenden Begegnungen den Unterschied ausmachen können.

Nicht gut aufgefangen werden konnte der beruflich bedingte Abgang von Nikolaus Grotz nach England im vergangenen September, er wird schmerzlich vermisst. Ebenfalls schwierig ist die Situation beim Dachauer Routinier Franz Hübl, dessen Job als Co-Trainer des Drittligisten TSV 1860 München schon so manchen Einsatz im 65-Team verhindert hat. Immerhin, Stefan Vötter, ein weiterer Routinier, steht für den linken Flügel der Viererkette wieder zur Verfügung, er war nach dem Vorrundenspiel beim TSV Schwaben Augsburg mit einer schweren Muskel- und Sehnenverletzung über drei Monate lang ausgefallen. Zu einem schlechten Zeitpunkt traf den TSV 1865 die Formkrise des Dachauer Stürmers Christian Doll, der seit Wochen in einem tiefen Loch steckt und nur sporadisch an die starke Form des Vorjahres anknüpfen kann.

Dachaus Fußball Boss Ugur Alkan gibt sich dennoch optimistisch, er meint trotzig: „Jetzt erst recht. Wir wollen mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause gehen. Zuletzt haben wir allerdings zu viele individuelle Fehler produziert. Jedes Mal müssen wir einem Rückstand hinterherlaufen, das geht nicht. Dass wir gegen Teams, die vor uns in der Tabelle platziert sind, bestehen können, haben wir schon häufiger gezeigt. Zuletzt in Donaustauf. Aber das ganze Gerede bringt nichts, man muss auf dem Platz sehen, was wir wollen. Der Einsatz muss stimmen – und die Fehlerquote muss nach unten geschraubt werden. Die schlimme Verletzung vom Alexander Weiss, hat uns natürlich alle schwer getroffen und mitgenommen. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.“

1865-Spielertrainer Fabian Lamotte meint vor dem letzten Punktspiel im Jahr 2019: „Wir wollen versuchen, mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause zu gehen. Es wird gegen diesen spielstarken Gegner extrem schwer, aber wir werden alles versuchen.“

Quelle: Merkur.de

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