BCF: Schluss mit der "Unentschieden-Spielerei"

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Die Stunde des Ersatzmanns: Weil Kevin Pradl ausfällt, rückt Manuel Kluge (am Boden) in Hankofen in den Kasten des BCF Wolfratshausen. Co-Trainer Günther Wernthaler sitzt als Reservekeeper auf der Bank.

BCF Wolfratshausen - Drei Unentschieden in Folge genügen. Bei der SpVgg Hankofen-Hailing (Samstag, 16 Uhr; Busabfahrt in Farchet: 12 Uhr) möchte BCF-Trainer Reiner Leitl einen Dreier sehen – auch wenn die Gastgeber in der Tabelle vor den Wolfratshausern rangieren.

So ganz ist der BCF Wolfratshausen noch nicht gesichert. Viele Punkte sind noch zu vergeben. Doch spätestens seit Mitte der abgelaufenen Woche ist klar: Der BCF dürfte weder etwas mit dem Abstieg, noch mit der Relegation zu tun haben. Die Kellerkinder konnten in ihren Nachholspielen nichts auf das untere Tabellenmittelfeld wettmachen. Es müsste also mit dem Teufel zugehen, sollte den Farchetern da noch etwas passieren.

Stellt sich für Rainer Leitl die Frage: Wie geht er in acht verbleibenden Begegnungen mit einer Mannschaft um, die sich praktisch im Niemandsland der Tabelle aufhält? Welche Ziele kann der Trainer ihr setzen? Ungeschlagen zu bleiben, das wäre schon mal ein guter Ansatz. Noch konnte dem BCF im Jahr 2015 kein Gegner beikommen. Dazu greift im Gäubodenland auch Leitls Vorsatz, während einer Spielzeit nicht zweimal gegen einen der Konkurrenten zu verlieren. Das Hinspiel ging mit 0:2 an die Elf aus Niederbayern.

Und weil der BCF-Coach „kein Freund dieser Unentschieden-Spielerei“ ist – sein Team spielte nun dreimal in Folge remis – und weil er am Donnerstag seinen 55. Geburtstag feierte, wünscht er sich eins: „Ich würde ganz gerne mal wieder ein Spiel gewinnen.“

Auftritte ohne Courage möchte der Ex-Profi von seiner Truppe nicht mehr sehen. Beim Heimspiel gegen Sonthofen haben sich Mut- und Kreativlosigkeit frühzeitig angedeutet. „Da hätte mehr kommen müssen“, sagt Leitl. Für ihn unverständlich. Denn an Selbstvertrauen dürfte es Farchets Kickern beileibe nicht mangeln. Leitl moniert, dass seine Elf es nicht schaffe, Spielzüge „vernünftig zu Ende zu bringen“. Überdies machte er ein Defizit in puncto Laufbereitschaft aus. Es brauche aber Bewegung, um „Spielkultur zu entwickeln“. Oftmals, so Leitl, sähen seine Kicker erst dem Ballführenden zu, was der so treibt. Dadurch werde das Spiel des BCF statisch und ausrechenbar.

In Straubings Nachbargemeinde erfolgreich abzuschneiden, wird allerdings schwierig genug. Hankofen hat zuletzt zweimal verloren, dürfte also gereizt sein. Auch ist die SpVgg generell kein ausgemachter Lieblingsgegner der Flößerstädter. Und: Leitl ist aufgrund personeller Probleme zur Improvisation gezwungen. Schwerwiegendster Ausfall ist Tormann Kevin Pradl. Der 22-Jährige verletzte sich während der Woche den Bänder- und Kapselapparat am Sprunggelenk. Geschätzte Pause: vier Wochen. Für ihn rückt Manuel Kluge in den Farcheter Kasten. Michael Rauch muss wegen einer Wadenverhärtung passen, Angreifer Werner Schuhmann laboriert wieder einmal an muskulären Problemen. Der Einsatz von Oskar Kretzinger (Leistenprobleme) und Michael Marinkovic (Weisheitszähne) ist zumindest fraglich.

BCF Wolfratshausen: Kluge – Motzkau, Misirlioglu, Kasperek, Müller, Potenza, Rödl, Duswald, Pummer, Guéye, Korkor – Wernthaler, Akgün, Dzaferovic, Catal, Lehr, Marinkovic.

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Quelle: fussball-vorort.de

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