BCF: Der Umbruch im Mittelfeld wird fällig

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Andi Brunner muss nach dem Ausfall von Karl Murböck umstellen

Wolfratshausen – Mit gewöhnlichem Verletzungspech hat diese Spielzeit beim BCF Wolfratshausen schon längst nichts mehr zu tun. Der Fußball-Landesligist von der Kräuterstraße wird geradezu gepeinigt von gravierenden Malaisen und dadurch in seiner Weiterentwicklung immer wieder gebremst´.

Nur zur Erinnerung: Die Langzeitausfälle heißen nach heutigen Stand Michael Pföderl, Werner Schuhmann, Ludwig Huber und Karl Murböck. Alle vier waren ursprünglich Eckpfeiler in den Kaderplanung von Andi Brunner. Jetzt steht der Trainer vor einer ganz anderen Herausforderung. Er muss seine Mannschaft umformieren, die Hierarchien anders verteilen und mit Ausnahme der Defensivabteilung quasi von vorne beginnen. Und das in einer Saison, in der – ohne vermessen zu sein – eingedenk einer ausgeglichenen Staffel ohne erkennbaren Top-Favoriten viel mehr hätte erreicht werden können.
Alles jammern hilft nichts; das weiß Brunner freilich. Der 44-Jährige kann auch nach wie vor eine landesligataugliche Elf auf den Platz schicken. Die jungen Talente entwickeln sich und versuchen ihr Bestes. Doch sie unterliegen Schwankungen und benötigen Führungskräfte an ihrer Seite. Die allerdings sind rar geworden. Michael Miedl (30) ist mit sich und seiner Formschwäche ausreichend beschäftigt, Sebastian Kluge (28) bekleidet wie Michael Rauch (25) eine ungünstige Position. Bleiben Lech Kasperek und Franz Demmel: Der Abwehrchef wird Murböck als Kapitän ersetzen, der Torhüter steht womöglich schon am Samstag im Heimspiel gegen Pipinsried zur Verfügung. „Vielleicht kann ich am Samstag schon spielen“, erklärte Demmel am Montag.

Brunners Schmerzen nur einigermaßen gelindert

Damit sind Brunners Schmerzen nur einigermaßen gelindert. Er bekräftigt, es sei durchaus sinnvoll als Tabellensechster „Talente einzubauen“, allerdings nicht in dieser Vielzahl. Vor allem auswärts drückt den BCF-Coach der Schuh, wenn das „gesamte Offensivspiel auf Talenten basiert“. Wobei der Fußballlehrer geneigt ist, seine beiden Kanoniere Franz Fischer und Marley Amanquah auszuklammern. Sicher war einst angedacht, jeweils einen der beiden neben Werner Schuhmann einzusetzen. Doch haben die beiden den Sprung weitestgehend geschafft. Brunner: „Die haben 16 Tore geschossen, da brauchen wir nicht mehr drüber zu sinnieren.“

Probleme tun sich vielmehr im Mittelfeld auf. Mit einem instabilen Manuel Pratz, einem taktisch völlig unerfahrenen Lamine Guéye und einem zu wenig robusten Max Panholzer ist der BCF in Drucksituationen dort allenfalls grenzwertig aufgestellt. Doch selten kommt der Schaden ohne Nutzen. Brunner verweist auf das Beispiel des VfB Stuttgart, der in jüngerer Vergangenheit notgedrungen mit zahlreichen jungen Spielern operieren musste und dennoch erfolgreich war. „Wir müssen den Umbruch jetzt eben ein halbes Jahr früher einleiten.“

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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