BCF-Boss: Drei Volltreffer ohne eigenes Zutun

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Seit 100 Tagen Strippenzieher: Farchets Fußballboss Manfred Streicher zieht Zwischenbilanz.

BCF Wolfratshausen – 100 Tage ist Manfred Fleischer am kommenden Sonntag Fußball-Abteilungsleiter des Bayernligisten BCF Wolfratshausen. Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Normalerweise endet für Amtsneulinge jetzt die Schonfrist, der Ernst des Alltags beginnt. Der 57-Jährige ist der fünfte Spartenchef der BCF-Kicker nach Toni Gamperl (bis März 2006), Hans Rubel, Willi Müller und Michael Krentscher. Er will und soll es hinkriegen, dass nach sechs Jahren mit mit mehrfachen Führungswechseln Kontinuität an die Kräuterstraße zurückkehrt. Unser Mitarbeiter Heinz Richter sprach mit dem Diplom-Forstwirt und CSU-Stadtrat.

-Herr Fleischer, am Wahltag, dem Donnerstag, 12. April, haben sie viel gelächelt und waren voller Hoffnung. Wie groß ist Ihre Begeisterung für den Job jetzt nach 100 Tagen?

Ich bin immer noch voller Elan und Spaß bei der Arbeit und freue mich schon auf die ersten Fußballspiele. Die ersten drei Monate waren insofern ein Volltreffer, weil ich sozusagen unverdienterweise die Aufstiege der ersten Mannschaft in die Bayernliga, der Frauen in die Bezirksliga und der C-Junioren in die Kreisliga mitfeiern durfte.

-Am Samstag beginnt für Ihr Bayernligateam und Trainer Steffen Galm in Deggendorf der Ernst. Wo sehen sie Ihre Fußballer am Ende der Saison?

Mein größter Wunsch ist der Klassenerhalt. Das wird eine ehrgeizige Aufgabe für die Spieler und fordert deren volle Konzentration. Ich glaube schon, dass wir gerüstet sind. Von Trainerseite wurde alles Nötige getan. In den Spielen brauchen wir natürlich auch ein bisschen Glück. Wir müssen halt immer ein Tor mehr schießen als der Gegner (lacht). Und mit einem guten Start geht natürlich alles viel leichter.

-Und was muss außerhalb des Feldes besser werden?

Im Umfeld brauchen wir mehr Mitarbeiter, da die Aufgabenfülle sehr groß ist. Dieses Ziel ist erreichbar, in dem man viele Gespräche führt und dafür wirbt. Und: Ich selbst muss da vorangehen. Beispiel: Wir betreiben jetzt selbst das Vereinsheim, und ich mache die Koordinierungsarbeit. Zwar koche ich nicht selbst, aber am Getränkeausschank wird man mich öfters sehen.

-Wie sieht die Zukunft der 2. Mannschaft aus, die in die Kreisklasse abgestiegen ist. Sie haben Trainer Mirza Cabric weitere Spieler versprochen. Hat das geklappt?

Der Kader der Zweiten ist größer geworden. Ich hoffe, dass sich das Team in der Kreisklasse stabilisiert. Das wird eine große Herausforderung für den Trainer und seine Männer. Ob sie sich eine Klasse tiefer bewähren können, kann ich noch nicht sagen. Die Mannschaft wird jetzt von meinem Vorstandskollegen Franz Sedunko betreut, und der weiß mehr über ihren derzeitigen Zustand.

-Wie verläuft die Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Hauptvereins Peter Plößl, sowie mit der Betreibergesellschaft, die von Uli Lang vertreten wird?

Reibungslos. Ebenso wie mit dem Vorsitzenden des TSV, Manfred Prankl, und dem Fußballabteilungsleiter der Wölfe, Thomas Metz.

-Welchen Stellenwert haben für Sie die Farcheter Frauen?

Frauen- und Mädchenfußball beim BCF ist inzwischen eine ganz wichtige Geschichte geworden. Was Uli Lang da auf die Füße gestellt hat, ist einfach exzellent. Die Frauen sind binnen zwei Jahren zweimal bis in die Bezirksliga aufgestiegen. Zusammen mit den Trainern Ludwig und Andi Mayer sowie Armin Dankesreiter machen sie großartige Arbeit. Davon habe ich mich selbst bei der Saisonabschlussfeier überzeugt. In der Truppe steckt Begeisterung. Ich traue ihnen in der Bezirksliga viel zu.

Quelle: fussball-vorort.de

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