START IN DIE FUSSBALL-SAISON - BCF: Reupold lobt spielerische Klasse, muss aber experimentieren

BCF Wolfratshausen: Neu-Coach Reupold lobt spielerische Klasse - muss aber experimentieren

Die Farcheter Fußballerinnen (hinten, v. li.): Stefanie Urban, Marie Arndt, Eva Maier, Franzi Golasch, Anna Rauh, Isi Alecsic, Bettina Bernard, (Mitte) Katharina Frankl, Physiotherapeutin Susanne Arndt, Christian Firlus (Trainer Reserve), Cheftrainer Rudi Reupold, Co-Trainer Tobias Bernwieser, Technischer Leiter Ludwig Taubenberger, Paula Hasslauer sowie (vorne, v.li.): Marina Siegl, Hanna Förg, Julia Hartl, Sabrina Wisniewski, Madlen Glonner, Maren Hamm, Selina Schauer und Lena Jocher.
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Die Farcheter Fußballerinnen (hinten, v. li.): Stefanie Urban, Marie Arndt, Eva Maier, Franzi Golasch, Anna Rauh, Isi Alecsic, Bettina Bernard, (Mitte) Katharina Frankl, Physiotherapeutin Susanne Arndt, Christian Firlus (Trainer Reserve), Cheftrainer Rudi Reupold, Co-Trainer Tobias Bernwieser, Technischer Leiter Ludwig Taubenberger, Paula Hasslauer sowie (vorne, v.li.): Marina Siegl, Hanna Förg, Julia Hartl, Sabrina Wisniewski, Madlen Glonner, Maren Hamm, Selina Schauer und Lena Jocher.

Die Frauen des BCF Wolfratshausen haben einen Umbruch hinter sich. Der neue Trainer Rudi Reupold sieht viel Potenzial in seinem Team.

Wolfratshausen – Die vergangene Saison war eine Zäsur für die Fußballerinnen des BCF Wolfratshausen. Die erfolgsverwöhnten Serienaufsteigerinnen taten sich im zweiten Jahr in der Landesliga deutlich schwerer. Ein Trainerwechsel mitten in der Saison war die Folge, inzwischen ist auch der letztjährige Feuerwehrmann Ludwig Wolf nicht mehr an Bord. Die Vorbereitung auf die dritte Landesliga-Saison in Wolf-ratshausen hat Rudi Reupold übernommen.

„Eigentlich war ich im Fußball-Ruhestand“, sagt der 68-Jährige. Zurück ins Geschäft brachte ihn die Aussicht darauf, bei seiner letzten Station noch einmal etwas völlig anderes kennenzulernen. „Frauenfußball habe ich noch nie trainiert“, sagt er.

Zuletzt war Reupold beim SV Bad Tölz engagiert, seine erfolgreichsten Jahre liegen indessen weiter zurück: In den 1980er Jahren trainierte Reupold beim FC Bayern München in der Jugend, betreute Nationalspieler wie Markus Babbel, Max Eberl und Christian Nerlinger auf dem Weg ins Profi-Geschäft. „Wenn man da zwölf Jahre lang gearbeitet hat, hat man einen gewissen Anspruch“, sagt Reupold. Die BCF-Frauen scheinen den erfüllen zu können, „sonst hätte ich nicht zugesagt“.

Auf den neuen Übungsleiter und Co-Trainer Tobias Bernwieser warten einige Herausforderungen. Mit Marina Siegl, Franzi Hein und Theresa Ailer fallen drei Stammkräfte langfristig verletzt aus. Hanna Baumann und Laura Dessel verließen den Verein, die Defensiv-Stabilisatoren Katha und Franzi Lamm hängten die Fußballschuhe an den Nagel. „Wir müssen vor allem hinten viel experimentieren“, sagt Reupold. In der Vorbereitung ging das so weit, dass sogar die letztjährige Top-Torschützin Eva Maier in der Innenverteidigung aushelfen musste.

Das Prunkstück des BCF scheint – zumindest bis zur Rückkehr der verletzten Stammkräfte – die Offensive zu sein. „Wir sind vorne sehr gut aufgestellt“, bilanziert Reupold nach der Vorbereitung. „Gerade spielerisch haben wir viel Potenzial.“ Mit der neuen Allrounderin Katharina Frankl (zuvor Huglfing) und Christina Schuster – einer Ex-FC-Bayern-Spielerin, die beim BCF unterschrieben hat – wurde der Kader verstärkt. Außerdem rückten 14 Spielerinnen aus der Jugend nach. Für sie könnte die derzeit enge Personaldecke eine Chance darstellen. „Bei den Jungen gibt es ein paar, die den Sprung schon schaffen könnten“, lobt Co-Trainer Bernwieser.

In der Vorbereitung sammelten einige der Neuen bereits Spielpraxis. Das Übungsleiterduo klingt hoffnungsvoll, wenn es auf die anstehende Saison vorausblickt, auch wenn die Liga hart ist: Vier von zwölf Mannschaften steigen ab. „Wir peilen das Mittelfeld an“, sagt Reupold. „Bei dem Potenzial der Mannschaft ist das möglich.“

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