Spitzenspiel an alter Wirkungsstätte

Beierkuhnlein kehrt mit dem SVH zu seinem Ex-Klub Pullach zurück

Damals: Bis zum Sommer trug Peter Beierkuhnlein das gelbe Trikot des SV Pullach (li.). Heute: Nun stabilisiert er die SVH-Defensive. Fotos: Förtsch/Michalek

Der kritische Moment werde beim Gang in die Umkleidekabine kommen, glaubt Peter Beierkuhnlein. „Das wird sicher ein komisches Gefühl, wenn ich nicht nach rechts abbiege, sondern nach links.“ 

Dazu muss man wissen: Rechterhand ist die Heim-Kabine des SV Pullach, für den Beierkuhnlein ab 2011 sechs Saisons lang gespielt hat. Der Weg dorthin ist dem 29-Jährigen dabei in all der Zeit ins Blut übergegangen.

Und so wird es am Dienstag eine Portion Aufmerksamkeit und eine Prise Überwindung bedürfen, damit Beierkuhnlein diesmal den linken Eingang wählt – zur Gäste-Kabine. Denn seit dem Sommer spielt der Defensivmann für den SV Heimstetten, der um 14 Uhr im Pullacher Stadion an der Gistlstraße antritt – also in Beierkuhnleins alten Wohnzimmer. „Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen“, sagt der Neu-Heimstettner. „Ich bin ja im Guten mit Pullach auseinander gegangen und habe immer noch Kontakt zu vielen Spielern dort.“

Doch nicht nur für Beierkuhnlein und seinen Teamkollegen Orhan Akkurt – auch er ein Ex-Pullacher – wird die Feiertagspartie ein besonderes Duell. Sondern auch die Spieler beider Seiten, Trainer und Fans fiebern dem Spitzenspiel entgegen. Da ist auf der einen Seite der Tabellenzweite Heimstetten, der seit zehn Partien nicht mehr verloren und dabei satte 33 Treffer erzielt hat – im Schnitt mehr als drei pro Spiel. Auf der anderen Seite stehen trotz dieser Serie die Pullacher in der Bayernligatabelle weiterhin vor dem SVH. Die Elf des früheren Heimstetten-Trainers Frank Schmöller hat sich erst am Samstag die Herbstmeisterschaft gesichert durch ein 1:1 gegen den TSV Rain.

Übrigens vor den Augen von Peter Beierkuhnlein, der die Kontrahenten am Dienstag kennt wie kein Zweiter. „Ich hoffe, dass die Partie dem Titel Spitzenspiel gerecht wird“, sagt der 29-Jährige, der beim SVP im Mittelfeld gespielt hat, in Heimstetten jedoch in der Innenverteidigung aufläuft. „Beide Vereine spielen einen guten, flachen und schönen Fußball. Es sollte also auch für die Zuschauer ein ansehnliches Spiel werden.“

Beierkuhnlein selbst hat am Samstag schon „ein paar Nettigkeiten“ mit Ex-Kollegen ausgetauscht, etwa dem SVP-Mittelfeldmann Martin Bauer. Der habe ihn im Spaß aufgezogen und gesagt, dass es ihm gut gehe, solange seine Pullacher in der Tabelle nur vor Beierkuhnleins SVH stehen. Dessen trockene Antwort: „Ich habe zu ihm gesagt: Da reden wir am Dienstag nach dem Spiel noch mal...“

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Beierkuhnlein, Wellmann, Hintermaier, Mömkes, D. Schmitt, Regal, Steimel, Riglewski, Nappo, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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