Von Ruhe keine Spur

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Greift in der zweiten Saisonhälfte beim SV Heimstetten wieder voll an: Manuel Duhnke. 

Ein Urgestein geht, ein Holländer kommt, ein alter Bekannter will‘s wieder wissen, und ein Verletzter humpelt seit dem Nikolaustag auf Krücken: Die Winterpause beim SV Heimstetten ist so ziemlich alles gewesen – außer langweilig. Für den dienstältesten Kicker beim Tabellenletzten der Regionalliga Bayern hat der Jahreswechsel einen Schlusspunkt dargestellt: Dominik Schmitt, seit 2007 in Diensten des SVH, hat seine Karriere beendet.

VON PATRIK STÄBLER

Heimstetten – „Er wird der Mannschaft fehlen – sportlich, aber vor allem auch menschlich“, sagt Manager Michael Matejka über den 36-Jährigen, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder, dem aktuellen Cheftrainer Christoph Schmitt, im vergangenen Jahrzehnt zu den prägenden Figuren bei dem Klub gehört hat. „Domi soll sich jetzt erst mal eine Pause nehmen“, sagt Matejka. „Aber ich bin überzeugt, dass er dem Verein treu verbunden bleibt.“ Zumal es der Mittelfeldmann kaum wird verhindern können, den Kontakt zu Klub und Mannschaft zu halten. Zum einen wegen seines Bruders, zum anderen, weil Dominik Schmitt mit Frau und Kind direkt am Sportpark wohnt.

Weitgehend neues Terrain ist die Spielstätte des SVH indes für Ali Ulusoy. Der 22-jährige Außenbahnspieler ist bei Feyenoord Rotterdam ausgebildet worden, hat zuletzt in der zweiten holländischen Liga gespielt und wolle sich nun in Heimstetten für deutsche Profiklubs empfehlen, sagt Matejka. Der Kontakt zu dem Kicker sei von einem Bekannten geknüpft worden; überdies habe Ulusoy Verwandte in München. „Er entspricht zwar nicht unserem Beuteschema, wonach wir junge Spieler aus der Region holen wollen“, sagt der Manager. „Aber er spricht Deutsch, und er sprengt auch unseren finanziellen Rahmen nicht.“

Neben Ulusoy wird Christoph Schmitt künftig noch eine weitere neue Option in der Offensive zur Verfügung stehen, die zugleich eine altbekannte ist: Manuel Duhnke, der im vergangenen Sommer verkündete, eine „Pause“ einlegen zu wollen, habe seither festgestellt, „dass ihm etwas abgeht“, sagt der Manager – nämlich der Fußball. Und so steigt der 31-jährige Mittelfeldmann nun wieder beim SVH ein. „Wenn er fit ist, gehört er sicher zu den besten Spielern der Liga“, ist Matejka überzeugt.

Die nötige Fitness sollen sich Duhnke und Co. in den nächsten gut sechs Wochen bis zum Ligastart holen. Nachdem die SVH-Kicker an den vergangenen zwei Wochenenden bereits in der Halle und im Kraftraum trainiert hatten, stand am Mittwoch das Auftakttraining im Sportpark an. Das erste Testspiel folgt am 26. Januar gegen den Landesligisten Wasserburg; fünf Wochen später geht es dann am 2. März im Derby gegen Buchbach erstmals um Ligapunkte. Danach bleiben dem SVH elf weitere Partien, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. „Wir alle glauben fest daran, dass das klappt“, betont Co-Trainer Lennart Hasenbeck.

Bleibt noch der verletzte Heimstettner auf Krücken, der für das Geschehen auf dem Rasen jedoch sowieso keine Option gewesen wäre. Denn die Rede ist von Michael Matejka, der wie berichtet vor dem letzten Spiel des Vorjahres in Augsburg in den Katakomben gestürzt war. Die Diagnose: vierfacher Wadenbeinbruch und ein zertrümmertes Sprunggelenk.

Seit seiner Operation am 6. Dezember humpelt Matejka auf Krücken durchs Land; am Donnerstag wurde ihm eine Schraube aus dem Fuß genommen. „Es wird langsam besser, ich habe zumindest keine Schmerzen mehr“, sagt der Manager. Auf eines habe er in der Winterpause aber verzichten müssen: „Skifahren war dieses Jahr leider nicht drin.“

Quelle: Merkur.de

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