Berger hält Pipinsried im Titelrennen

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Konsequent zur Sache gingen die Pipinsrieder (im Bild Manuel Eisgruber) beim FC Unterföhring.

FC Pipinsried - Mit einem 1:0-Erfolg beim FC Unterföhring hat der FC Pipinsried seine theoretische Chance auf den Meistertitel in der Fußball-Bayernliga Süd gewahrt. Da die erhoffte Schützenhilfe des BCF Wolfratshausen gegen den TSV Rain allerdings ausblieb, ist die Aufstiegsrelegation wohl unausweichlich.

Ein gesunder Realitätssinn schadet eigentlich nie. Umso erfreulicher die Tatsache, dass man sich in Pipinsried mit den Gegebenheiten bereits angefreundet, zumindest aber abgefunden hat. Der FCP muss auf dem Weg in die Regionalliga Bayern eine Zusatzschicht in Form der Relegation einlegen. Dass man den TSV Rain noch abfangen kann, daran glaubt im Dachauer Hinterland wohl niemand. Entsprechend war der 3:2-Erfolg der Lechstädter in Wolfratshausen für Tobias Strobl auch kein Thema. Vielmehr erläuterte der Spielertrainer ein speziell für diese Partie gestecktes Ziel.

„Wir wollten zu Null spielen.“ Das hatte zuletzt selten bis nie geklappt. Das Augenmerk auf defensive Stabilität machte sich bezahlt. Die FCP-Abwehr verrichtete eine fokussierte, richtig gute Arbeit. Unterföhring hatte mit einer Ausnahme keinen Hochkaräter zu bieten. Und auch den erst, als die Begegnung bereits in den letzten Zügen lag.

Attila Arkadas sprang am langen Pfosten in einen Eckball, hätte den Ball wohl mit dem Oberkörper irgendwie über die Linie gedrückt. Doch war glücklicherweise Martin Finkenzeller ausgesprochen günstig postiert, um dem ihm eigens für diese Szene zugedachten Part des Spielverderbers auszuüben.

FCU-Coach Andreas Pummer indes befand, dass seine Elf aufgrund der zweiten Spielhälfte ein Unentscheiden verdient gehabt hätte. Doch fußte die Meinung des Übungsleiters primär auf dem hohen Aufwand, den seine Eleven betrieben haben. Den gab es auch, zweifelsohne. Doch liefen sich die Unterföhringer ein ums andere Mal im Abwehrdickicht der Gäste fest. Sei es durch gewonnenen Kopfballduelle, geschickte Tacklings, oder oftmals auch nur durch in den Laufweg gestellte Beine. Wahrscheinlicher als ein Punktgewinn der Platzherren wäre ein deutlicheres Ergebnis der Strobl-Truppe gewesen. Ein ums andere Mal versäumte der FCP in einer Vielzahl an Kontersituationen die vorzeitige Klarstellung.

Spätestens seit der Hereinnahme des flinken Manuel Eisgruber hätte es präziser Zuspiele in die Tiefe bedurft. Strobl machte den Mangel an der Intensität der Partie fest. „Laufwege waren da, aber wir hatten vielleicht keine Kraft mehr“. Ohne Gegentor zu bleiben war schließlich das Ziel. Und dafür wurde über die gesamte Spielzeit geackert. Strobl strich die Mentalität seines Teams explizit heraus. Es habe die „Zweikämpfe bis zum Schluss angenommen“. Es war schon ein hartes Stück Arbeit. Denn die in der Rückrunde abhanden gekommene Leichtigkeit kehrte auch im Münchner Norden nicht zurück. In der Anfangsphase hatte der FCP sogar das Glück, dass Andreas Faber nach einem Fehlpass von Andreas Schuster beim anschließenden Gegenstoß das an ihn adressierte Zuspiel um einen halben Schritt verpasste. Die Gäste hatten ihre Aufmerker in Schüssen von Thomas Berger und Arthur Kubica. Und natürlich im Führungstreffer, den Berger kurz vor der Halbzeitpause markierte. „Es reicht ein Moment, und wir liegen hinten“ bedauerte Pummer den Rückschlag zu ungünstigem Zeitpunkt. Unterm Strich ging der Sieg des Rangzweiten aber schon in Ordnung.

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Quelle: fussball-vorort.de

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