Pipinsried mit überraschendem Heimsieg zur rechten Zeit

Berger, Heinzinger und Yohoua treffen bei 3:2-Heimsieg

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Serge Yohoua (r.) machte mit dem Treffer zum 3:1 den Deckel auf den Sieg gegen Unterföhring.

Der FC Pipinsried hat im Heimspiel gegen den FC Unterföhring einen überraschenden, aber auch ungemein wichtigen Dreier eingefahren. Überraschend, weil die Gäste aus dem Münchner Norden als ehemaliger Tabellenfünfter als klarer Favorit nach Pipinsried gefahren waren.

Diesen Vorschusslorbeeren wurden die Unterföhringer allerdings nur streckenweise gerecht.

Für den FCP war es ein eminent wichtiger Heimsieg. Da einige Mannschaften im Tabellenkeller verloren haben, beträgt der Vorsprung der Weiß-Truppe auf den ersten Relegationsabstiegsplatz, den momentan der SV Kirchanschöring belegt, nun wieder drei Punkte. Bereits nach acht Minuten jubelte der FCP-Anhang zum ersten Mal. Nachdem der Schuss von Manuel Eisgruber noch geblockt worden war, prallte der Ball von Thomas Berger an die Unterkante der Latte und von dort klar hinter die Linie – 1:0. Doch acht Minuten später hatte der Gastgeber großes Glück. Unterföhrings Yasin Yilmaz fasste sich aus 15 Metern ein Herz, sein Schuss krachte an die Latte. FCP-Schlussmann Thomas Zieger wäre hier chancenlos gewesen. In der 17. Minute jubelten die Pipinsrieder erneut, doch das 2:0 von Serge Yohoua wurde nicht anerkannt, da der Ivorer nach einem Pass von Ruben Popa im Abseits stand.

Andreas Faber hatte in der 26. Minute die Riesenchance auf den Ausgleichstreffer, doch der Unterföhringer Sturmführer vergab völlig freistehend aus fünf Metern. Besser machte es Faber dann in der 43. Minute. Nachdem die Pipinsrieder den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatten, schlenzte er den Ball ins lange Eck. So ging es mit einem Unentschieden in die Pause. „Den Punkt würde ich schon unterschreiben“, kommentierte FCP-Präsident Konrad Höß auf dem Weg in die Sprecherkabine, von wo aus er die Zuschauer später über die Endergebnisse und Zwischenstände in der Bayernliga Süd informierte. Die zweite Halbzeit begann mit einem Aufreger. Manuel Eisgruber fasste sich aus 18 Metern ein Herz – und wieder schepperte es. Allerdings nur an der Latte, denn von dort sprang der Ball zurück ins Feld.

Besser machte es da Tobias Heinzinger in der 52. Minute, der mit einem Fernschuss zur erneuten Pipinsrieder Führung traf. Manuel Eisgruber hatte an diesem Tag kein Glück, sein Treffer in der 65. Minute wurde von Schiedsrichter Jonas Schieder aufgrund einer Abseitsposition nicht anerkannt. Unterföhring fand in der Schlussphase immer besser ins Spiel, allerdings kamen die Gäste nur zu wenig klaren Torchancen. Attila Arkadas zielte in der 77. Minute nach einer Flanke von Leonard Mayer neben das Pipinsrieder Tor. In der Nachspielzeit setzte der eingewechselte Arthur Kubica FCP-Sturmtank Serge Yohoua in Szene, der das 3:1 markierte. Wer nun jedoch gedacht hatte, die Partie sei schon gelaufen, der lag falsch. Dominik Hofmann machte die Partie im direkten Gegenzug mit einem schönen Schuss aus 20 Meter ins lange Eck noch einmal spannend. Zu einer weiteren Chance kam Unterföhring allerdings nicht mehr, und so durfte der FC Pipinsried am Ende jubeln.

Unterföhrings Coach Andreas Pummer war nach dem Spiel bedient: „Wir kriegen zweimal kurz nach dem Anpfiff einen Gegentreffer, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit. Da ist es dann schwierig, immer hinterherzulaufen. Wir waren heute einfach dieses eine Tor schlechter, wie es das Ergebnis richtigerweise aussagt.“

FCP-Coach Bernd Weiß zeigte sich glücklich: „Wir sind heute endlich einmal in Führung gegangen und mussten nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Allerdings hatten wir in der Defensive wieder unsere zwei bis drei Aussetzer, daran müssen wir einfach noch arbeiten. Ein großes Lob geht heute an Zelimir Tosic, der seine Sache als Außenverteidiger sehr stark gemacht hat. Und auch Andreas Götz hat auf der ungewohnten Sechserposition ein gutes Spiel abgeliefert. Ab der 60. Spielminute hat es einigen meiner Spieler an der letzten Luft gefehlt, da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen.“ Und auch Konrad Höß resümierte mit freudiger Miene: „Ich habe gegen den FC Unterföhring nie mit einem Sieg gerechnet. Aber die Mannschaft hat sich diesen Dreier heute verdient.“

Quelle: fussball-vorort.de

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