Nach dem Wechsel von Falke zu Pullach

Bergerhoff: "Natürlich will ich einen Stammplatz"

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Dank des Siegs gegen die Brucker trifft Jan Bergerhoff mit seinem neuen Team in der zweiten Runde früher als gedacht auf sein altes Team, den FC Falke.

SV Pullach - Jan Bergerhoff wechselte in der Sommerpause von den Falken zu Bayernliga-Aufsteiger SV Pullach. Im Interview verrät er uns, wie schwer ihm der Abschied aus der Heimat viel, wie gut er aufgenommen wurde in Pullach und welche Ziele er mit dem neuen Team anstrebt.

- Du bist nach fünf Jahren als Falke zum SV Pullach gewechselt. Wie schwer war es für Dich, Deinen Heimatverein zu verlassen?

Die Entscheidung ist mir anfangs sehr schwer gefallen, da ich mich wirklich sehr wohl in der Manschaft gefühlt habe und auch mit meinem alten Freund Vitomir (Moskovic) sehr gut aus kam. Zudem bin ich in Markt Schwaben aufgewachsen, was die Entscheidung nicht gerade einfacher machte. Die neue sportliche Herausforderung, die sich mir in Pullach bietet, war letztendlich ausschlaggebend.

- Nach Deinem Wechsel folgten noch viele weitere Abgänge in Markt Schwaben. Nun steht ein Neuaufbau an. Viele sehen die Falken als Abstiegskandidaten Nummer eins. Wie bewertest Du die Situation?

Nach fünf Jahren in Diensten seines Heimatvereins verließ Bergerhoff die Falken im Sommer und wechselte nach Pullach.

Die Saison wird sicherlich nicht einfach, aber Falke jetzt schon als Abstiegskandidat zu bezeichnen, finde ich ein wenig voreilig. Enorm wichtige Spieler wie Kapitän Andreas Schmalz, Dominik Putzke oder Benedikt Mach sind ja geblieben. Die werden schon schnell eine neue Einheit schaffen, wo alle an einem Strang ziehen. Zudem haben sie mit Vitomir Moskovic auch einen erfahrenen Trainer, der trotz der ständigen Unruhen in der Vereinsführung stets einen super Job gemacht hat. Ich wünsche meinem alten Team natürlich nur das Beste für die neue Saison.

- Jetzt spielst Du bei den "Raben" aus Pullach. Wie hat Dich die Mannschaft aufgenommen?

Ich kannte viele Spieler vorher schon und es befanden sich auch bereits einige meiner Freunde in den Reihen des SVP, wie Peter Beierkuhnlein, Sandro Volz, Flo Baier oder Tomislav Knapic und so wurde ich wirklich sehr herzlich aufgenommen. Die Harmonie und Stimmung in der Mannschaft sind wirklich beeindruckend. Es wird viel gelacht und zudem auf dem Platz konzentriert gearbeitet. Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass ich mich gleich am ersten Tag so wohl fühlen würde.

- Die Vorbereitung ist in vollem Gange, ihr hattet bereits Euer erstes Pflichtspiel im Toto-Pokal. Wie siehst Du Deine Chancen auf einen Stammplatz?

Die Chance auf einen Stammplatz wird meiner Ansicht nach jedem Spieler gegeben. Die Frage ist nur, was jeder Einzelne daraus macht. Ich gebe stets mein Allerbestes und will mit vollem Einsatz den Trainer von mir überzeugen. Bis jetzt wurde ich auch immer mit Einsätzen belohnt. Ich weiß allerdings auch, dass ich noch einige Schippen drauf legen kann. Es gibt viele Dinge, die ich noch verbessern muss, wofür ich Training für Training arbeite. Natürlich will ich ein Stammplatz, dafür werde ich alles tun.

- Dein Sturmkollege ist keine geringerer als Pullachs Torjäger vom Dienst, Orhan Akkurt. Du hast in der Rückrunde bei Falke ebenfalls wie am Fließband getroffen. Könntet Ihr eines der stärksten Sturmduos der Liga werden?

Die Rückrunde der letzten Saison lief richtig gut für mich, daran möchte ich natürlich anknüpfen. Mit Orhan habe ich einen alten Hasen vor mir, von dem ich noch Einiges lernen kann. Er steht immer da, wo ein klasse Stürmer stehen muss und trifft regelmäßig. Ich denke, dass ich mir von seinen Qualitäten als Torjäger so Einiges abschauen kann. Doch nicht nur er ist für die Tore zuständig, wie die letzte Saison der Pullacher gezeigt hat. Wir haben eine richtig gute Offensive, in der jeder Platz hart umkämpft ist. Ich gebe alles dafür, dass ich dort meinen Platz finde, egal ob außen oder an Akkurts Seite.

- Sowohl für Dich als auch für den SVP ist die Bayernliga Neuland. Was erwartest Du von Deinem neuen Team in der neuen Liga? Wo steht Pullach am Ende der Saison?

Ich persönlich und auch das ganze Team sind unglaublich heiß auf den Start der neuen Saison. Ich glaube auf jeden Fall, dass wir eine gute Rolle spielen werden. Die Saison wird lang, nun heißt es am 20. Juli gleich mit einem Dreier zu starten. Am Ende werden wir auf jeden Fall unter den ersten acht stehen, daran glaube ich.

- Wie es der Zufall so will, triffst Du am Samstag mit Pullach in der zweiten Runde des Toto-Pokals auf "Deine Falken". Wie gehst Du dieses Spiel an?

Wer hätte gedacht, dass ich nach so kurzer Zeit schon wieder meine alte Spielstätte bertreten darf. Ich freue mich auf die Mannschaft, den Trainer und alle anderen Gesichter, die mir bei Falke eine so schöne Zeit beschert haben. Aber im Vordergrund steht natürlich das Spiel, das ich gewinnen will. Es wird der letzte Test vor dem Saisonbeginn sein, in dem sich jeder noch einmal präsentieren will.

Interview: Alexander Schmidbauer

Quelle: fussball-vorort.de

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