Trainerwechsel beim FC Pipinsried

Bernd Weiss übernimmt für Ömer Kanca

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Bernd Weiss (l.) übernimmt beim FC Pipinsried für den bisherigen Spielertrainer Ömer Kanca (r.).

FC Pipinsried - Nach nur acht Ligaspielen ist die Ära Ömer Kanca in Pipinsried wieder beendet. Mit nur sechs Punkten aus acht Spielen sah sich FCP-Boss Konrad Höß zum Handeln gezwungen.

 

Auch ein Nachfolger ist schon gefunden. Neuer Trainer in Pipinsried ist Bernd Weiss, der zuletzt den Bezirksligisten FC Miesbach trainierte.

 

 

Es hatte sich bereits nach der 1:2-Niederlage gegen den BCF Wolfratshausen angedeutet. Unter den Zuschauern des FC Pipinsried wurden immer wieder negative Stimmen gegenüber der spielerischen und taktischen Leistung des FCP laut. Die Hauptkritik bezog sich dabei auf Spielertrainer Ömer Kanca. Am Dienstagabend sah sich FCP-Präsident Konrad Höß nun gezwungen zu handeln. Noch vor dem Training bat der FCP-Macher Kanca in sein Büro und führte ein „gutes Gespräch“, wie es Höß nannte. Die Nachricht war klar: Das Kapitel Ömer Kanca als Spielertrainer beim FC Pipinsried ist beendet.

„Ömer hat das ruhig aufgenommen und hat sich dann auch von der Mannschaft verabschiedet“, so der Pipinsrieder Präsident. Die Dienstagseinheit leitete Kanca noch. Gerade auf der persönlichen Ebene war Höß von Kanca sehr angetan: „Ömer ist ein sehr anständiger Typ. Als Trainer in der Bayernliga ist er vielleicht sogar etwas zu brav. Er hat meine Entscheidung verstanden und hat seinen Pass mit der Freigabe erhalten.“ Nun bleibt Kanca noch eine knappe Woche um sich einen neuen Verein zu suchen, denn die Wechselfrist endet am kommenden Montag, den 31. August.

„Natürlich hätte ich jetzt auch das Erlbach-Spiel noch abwarten können, doch ich denke diese Lösung ist deutlich fairer auch Ömer gegenüber, der hier versucht hat gute Arbeit abzuliefern“, so Höß. Dass es für Kanca keine einfache Aufgabe in Pipinsried war, weiß auch Höß: „Der Druck von außen und auch von den Medien ist in Pipinsried schon höher als anderswo. Das war keine einfache Aufgabe für Ömer, ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.“

 

Auch ein Nachfolger ist für Kanca schon gefunden. „Ich habe einige Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt und denke die Lösung, die wir jetzt gefunden haben, hilft uns weiter“, so Höß. Der neue Coach heißt Bernd Weiss. Der 56-Jährige verfügt mit über 30 Jahren Trainerzeit über deutlich mehr Erfahrung als der erst 26-jährige Ömer Kanca. Höß ist von seiner Entscheidung überzeugt: „Bernd ist im oberbayerischen Raum schon fast eine Legende im Trainergeschäft. Er hat viele höherklassige Mannschaften wie Ismaning, Rosenheim oder Türk Gücü Ataspor trainiert.“ Was sich Höß von seinem neuen Coach erhofft, formuliert er ebenfalls klar: „Auf und neben dem Platz muss wieder mehr Disziplin her. Wenn er das nicht schafft, dann weiß ich es auch nicht.“

Von seiner neuen Mannschaft kann sich Weiss noch kein Bild machen: „Ich kenne bisher weder die Mannschaft, noch die einzelnen Spieler. Das wird auch nicht von heute auf morgen gehen.“ Die Donnerstagseinheit ist das erste Treffen zwischen der Bayernliga-Mannschaft und dem neuen Coach. Weiss ist jedoch klar: „Ich werde nach einer Trainingseinheit nicht so viel ändern können. Gerade das Spiel in Erlbach sehe ich als ersten Eindruck an, dann werde ich sehen wo der Hebel anzusetzen ist.“ Eines ist für den neuen Pipinsrieder Coach jedoch klar: „Die Situation ist nicht zu unterschätzen. Nur sechs Punkte aus acht Spielen, das braucht man nicht schönreden. Es gilt jetzt das Träumen der letzten beiden Jahre aufzuhören und sich mit vollem Elan der Aufgabe Klassenerhalt zu widmen.“ Weiss sieht für sich einen kleinen Vorteil gegenüber seinem Vorgänger Ömer Kanca: „Als Spielertrainer ist das Ganze immer nicht so einfach. Gerade wenn man dann selbst einmal nicht die beste Leistung bringt. Dann wird untereinander geschimpft, so ist das im Fußball nun mal. Da hat man als reiner Trainer von außen deutlich mehr Möglichkeiten und sieht die eine oder andere Situation auch anders als auf dem Platz.“

Das erste Spiel ist für den neuen Coach gleich eine schwierige Aufgabe. Am kommenden Samstag geht es um 18 Uhr zum Aufsteiger aus Erlbach. Der SVE belegt nach dem 3:1-Sieg am vergangenen Wochenende den 16. Tabellenplatz und hat nur einen Punkt weniger auf dem Konto als der FC Pipinsried.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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