Bester Mann? Das ganze Team!

- VON ROLAND HALMEL Weilheim - Die Antwort auf die Frage, wer der Beste in seinem Team war, hatte Trainer Gedi Sugzda nach dem Schlusspfiff wie aus der Pistole geschossen parat: "Niemand, die ganze Mannschaft war heute gut", lobte er die Vorstellung seines TSV Weilheim nach dem 2:1 (0:0) gegen den TSV Gräfelfing.

Alles andere als zufrieden zeigte sich hingegen Gräfelfings Trainer Norbert Düwel. "Das war bodenlos", schimpfte er. Erst in der Schlussviertelstunde, nach dem Anschlusstreffer (78.), bewiesen die Gräfelfinger Bezirksligaformat. "Da haben wir ein bisschen die Linie verloren", gestand Sugzda.

Ansonsten bestimmten die Weilheimer über weite Strecken klar das Geschehen. Mit zwei Chancen, jeweils vorbereitet durch Max Janni, machten die Kreisstädter den Gräfelfingern gleich klar, wer Herr im Hause ist. Bei der ersten verpasste der frei stehende Yüksel Yapi (2.) das Zuspiel nur knapp, die zweite Flanke köpfte Matthias BEZIRKSLIGA Schelle (3.) dem Gästekeeper in die Arme. Bis zum Seitenwechsel erarbeiteten sich die Weilheimer eine Handvoll weiterer guter Möglichkeiten. Die beste Möglichkeit hatte Josef Zischka, der allein auf den Torwart zulief, aber in letzter Sekunde beim Torschuss gestört wurde. Von den Gräfelfingern war dagegen mit Ausnahme einer kurzen Drangperiode zur Mitte der ersten Hälfte kaum etwas zu sehen.

Gleich nach dem Seitenwechsel klappte es bei Weilheim dann doch mit dem Toreschießen. Ein hoch in den Strafraum getretener Freistoß von Alwin Gerber segelte über Freund und Feind hinweg direkt auf Georg Tafertshofer. Nachdem Gräfelfings Keeper Sebastian Kolbeck untätig daneben stand, hatte Weilheims Kapitän keine Mühe, aus zwei Metern zur Führung einzuköpfen (47.). Auf der Gegenseite vergab Sascha Lauterbach (56.) die große Ausgleichschance kläglich, als er einen Abpraller aus kurzer Distanz neben das Tor setzte. Nur Zentimeter fehlten anschließend auch Stano Krotak zum 2:0, denn sein 18-Meter-Freistoß klatschte an die Stange. Den nächsten ruhenden Ball versenkte er dafür aber wenig später: Yüksel Yapi war im Strafraum zu Fall gekommen und Krotak markierte vom Elfmeterpunkt das zweite Weilheimer Tor (61.).

In der Folge bemühten sich die Gräfelfinger mehr um die Offensive. Die Hausherren lauerten auf Konter, wobei zur Entscheidung mehrmals der finale Pass fehlte. Mit der zweiten guten Möglichkeit gelang den Gästen der Anschlusstreffer. Einen zunächst abgeblockten Schuss brachte Luca Pezzia-Fornero (78.) im Kasten unter. Nachdem Gräfelfings Torschütze anschließend noch an einer Flanke (81.) vorbeirutschte, war die Schwächephase der Weilheimer beendet. Die letzte Chance gehörte noch den Hausherren. Christian Mayers (87.) Distanzschuss parierte aber der Keeper.

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