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Trotz des verpassten Bezirksliga-Aufstiegs: TSV Peitings Trainer Melzer zieht positive Bilanz

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Von: Roland Halmel

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Da war die Enttäuschung groß: Peitings Spieler nach der 0:2-Niederlage in Murnau. Während das Team vom Staffelsee künftig in der Bezirksliga spielt, müssen die Peitinger ihr Glück weiter in der Kreisliga versuchen.
Da war die Enttäuschung groß: Peitings Spieler nach der 0:2-Niederlage in Murnau. Während das Team vom Staffelsee künftig in der Bezirksliga spielt, müssen die Peitinger ihr Glück weiter in der Kreisliga versuchen. Foto: halmel © halmel

Nach einer sieben Punkte Führung zur Winterpause gab der TSV Peiting den Aufstieg noch aus der Hand. Trainer Fabian Melzer findet trotzdem lobende Worte.

Peiting – Sieben Punkte Vorsprung wies der TSV Peiting in der Kreisliga 2 zur Winterpause auf die Verfolger aus. In der Rückrunde im Frühjahr lief es für die Mannschaft von Trainer Fabian Melzer aber nicht mehr rund. Der Tabellenführer ließ zahlreiche Punkte liegen und holte in den 13 Spielen im Jahr 2022 nur noch sieben Siege. Das war zu wenig, um die Spitzenposition zu verteidigen und sich die Meisterschaft und den damit verbundenen Direktaufstieg in die Bezirksliga zu sichern. Der Titel ging an Günzlhofen.

Auch die zweite Chance zum Aufstieg in der Relegation vergaben die Peitinger. In zwei Duellen vor großer Kulisse gab es zwei Niederlagen gegen den TSV Murnau (0:1, 0:2), sodass die Peitinger auch in der kommenden Saison in der Kreisliga antreten müssen. „Trotzdem habe ich ein überwiegend lachendes Auge“, war Coach Melzer zufrieden. „Wir haben den Toto-Pokal gewonnen, haben viele gute Spiele gezeigt und die Mannschaft hat sich weiterentwickelt“, verbuchte er auf der Habenseite. „Auch wenn das Aus in der Relegation bitter war, gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen. Murnau war in den beiden Spielen einen Tick besser“, urteilte Melzer. „Für uns alle war diese Relegation ein absolutes Highlight, quasi unsere Champions League“, sagte Melzer. Zusammengerechnet hatten rund 2300 Zuschauer die beiden Spiele verfolgt.

TSV Peiting: Bezirksliga-Aufstieg aufgrund der schwachen Rückrunde gescheitert

Der TSV-Coach wollte bei seiner Saisonbilanz aber auch die nicht ganz so erfreulichen Themen unter den Tisch fallen lassen. „In der Rückrunde waren wir nicht gut genug“, räumte Melzer ein. Bei der Ursachenforschung fand er dafür mehrere Gründe. „Der eine oder andere hat sich vielleicht zu viel Druck gemacht und manchmal gab es auch leichte Gefühle von Überheblichkeit“, so Melzer. Der holprige Start in die Rückrunde ließ das in der Hinserie aufgebaute Selbstbewusstsein der Peitinger bröckeln. Dazu gesellten sich personelle Probleme. „Einige Leistungsträger waren in der Rückrunde auch nicht in Topform, da muss ich mich auch als Trainer fragen, woran das liegen kann“, so Melzer selbstkritisch.

Sein Team hatte auch zunehmend Schwierigkeiten, gegen tief stehende Gegner die richtigen Lösungen zu finden. „Da haben wir es oft nicht geschafft klare Chancen herauszuspielen“, erinnerte Melzer beispielhaft an das 0:0 beim Schlusslicht Moorenweis. In solchen Fällen setzen viele Mannschaften ihre Hoffnungen auf Standardsituationen, um auf diese Art ein Abwehrbollwerk zu knacken – was bei den Peitingern aber nicht funktionierte. „Da waren wir nicht so gefährlich, da müssen wir uns für nächste Saison etwas einfallen lassen“, bekannte Melzer. Wenig auszusetzen hatte er indessen an der Abwehr, die mit Ausnahme der 0:3-Pleite in Utting, als die TSV-Defensive aber enorm ersatzgeschwächt war, sehr stabil stand. 32 Gegentreffer in 26 Spielen sind ein Wert der nur von Meister Günzlhofen unterschritten wurde und sich durchaus sehen lassen kann.

TSV Peiting: Mit gleichem Trainerteam zur Kreislia-Meisterschaft

In der kommenden Saison, die für die Peitinger am Samstag, 6. August, mit dem Heimspiel gegen den FC Penzing beginnt, wird sich aus personeller Sicht an der Seitenlinie beim TSV nichts ändern. Melzer, Co-Trainer Christian Schuster und Thomas Fischer, Coach der zweiten Garnitur, machen weiter. „Wir alle arbeiten gut und eng zusammen“, freut sich Melzer, dass es in der gewohnten Konstellation weitergeht. Auch was das kickende Personal betrifft, wird sich wenig ändern. Routinier Stefan Pakleppa wird sich in die zweite Mannschaft verabschieden, um die Belastung zu reduzieren. „Es gibt noch ein paar offene Personalfragen, die noch zu klären sind.“ Mit großartigen Veränderungen im Kader bis zum Transferschluss am heutigen Donnerstag rechnet er aber nicht mehr. (Roland Halmel)

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