Sulzemoos wartet auf die Genesung seines Torjägers

BZL Nord: Zwei Aufsteiger und ein Absteiger sitzen Eching im Nacken

Mehr als alle anderen hatte bisher der TSV Eching Grund zu jubeln. Die Mannschaft steht zur Winterpause an der Tabellenspitze der Bezirksliga Nord.
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Mehr als alle anderen hatte bisher der TSV Eching Grund zu jubeln. Die Mannschaft steht zur Winterpause an der Tabellenspitze der Bezirksliga Nord.

Mitte März geht der Spielbetrieb in der Bezirksliga Nord weiter. Bis dahin können die Teams noch auf ihre Tabellenstituation reagieren. Der Überblick in der Winterpause.

  • Eching, Moosinning und Schwaig liefern sich einen Dreikampf um den Aufstieg.
  • Die Bezirksliga-Veteranen vom SV Sulzemoos stecken ohne ihren Torjäger Bilal Solanke im Abstiegskampf.
  • Tabellenschlusslicht Ingolstadt kassierte eine Klatsche nach der anderen.

Noch herrscht Ruhe in der Bezirksliga Nord. Die Spieler sind in ihrer verdienten Winterpause. Zeit also, um auf den bisherigen Saisonverlauf zurückzublicken. Wer hat überrascht, wer hat enttäuscht? Welche Mannschaft rüstet im Winter noch einmal gehörig auf und wer muss bittere Abgänge verkraften?

FC Moosinning strebt zurück in die Landesliga

Drei Teams balgen sich an der Tabellenspitze der Bezirksliga Nord um die Meisterschaft und den Relegationsplatz. Angeführt wird das Trio vom Herbstmeister TSV Eching. Es folgen mit einigen Punkten Abstand, aber auch weniger Spielen auf dem Konto, der Landesliga-Absteiger FC Moosinning und das Überraschungsteam vom Kreisliga-Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig.

Der FC Moosinning will nach Möglichkeit schon in dieser Saison die bittere Relegationspleite gegen den TSV Jetzendorf und den Abstieg aus der Landesliga vergessen machen. Die Chancen für den direkten Wiederaufstieg stehen nicht schlecht. Noch ist Tabellenführer Eching in Schlagweite. Die neue Rolle - statt Außenseiter in der Landesliga, Favorit in der Bezirksliga - hat die Mannschaft schnell angenommen. Vier Siege gab es zum Saisonauftakt bevor vier sieglose Spiele in Serie die Anfangseuphorie etwas bremsten, aber auch die Spieler erdeten.

Noch besser ist der direkte Konkurrent vom FC Schwaig gestartet. Der reihte zum Auftakt gleich sieben Siege aneinander und steht derzeit auf Platz drei. Auch wenn es nicht genauso stark weiter ging, der Erfolg hielt dennoch an. Sehr zur Überraschung vom im Sommer neu gekommenen Spielertrainer Benjamin Held. „Dass wir solch eine Saison bis dato spielen, hat niemand geahnt“, sagt er zur Winterpause. Er selbst ist mit zwölf Toren und sechs Vorlagen der Top-Scorer des Teams.

Viele Nachholspiele fürs Mittelfeld

Auf das Spitzentrio folgt ein breites Mittelfeld, für das noch zahlreiche Nachholspiele anstehen. An der Spitze dieser Verfolgergruppe steht mit der SpVgg Feldmoching ein weiterer Kreisliga-Aufsteiger. Völlig überraschend kommt diese Platzierung allerdings nicht. Die Mannschaft war in der Spielzeit 17/18 nach über 15 Jahren Bezirksliga-Zugehörigkeit überraschend abgestiegen. In der vergangenen Spielzeit holte man dann souverän den Meistertitel in der Kreisliga.

Mit dabei war damals schon Leistungsträger Marco Daub. Der 31-Jährige lief bereits für die SG Pfullendorf in der Regionalliga auf und hat auch in dieser Spielzeit schon wieder fünfmal eingenetzt. Im sicheren Mittelfeld tummeln sich zur Winterpause außerdem der TSV Rohrbach, der SV Dornach, die SpVgg Kammerberg, der FSV Pfaffenhofen, der SV Manching und der VfB Eichstätt II.

Sulzemooser Bezirksliga-Veteranen kämpfen gegen den Abstieg

Von den verbleibenden sechs Teams liegen vier im Gerangel um den Klassenerhalt recht eng beieinander: der FC Alte Haide München, der FC Schwabing, der SV Ampertal Palzing und - etwas überraschend - der SV Sulzemoos. Mit einer Reihe ausstehender Nachholspiele hat die Mannschaft aus dem Landkreis Dachau zwar noch die Möglichkeit, die gefährliche Tabellenregion zu verlassen, dennoch ist die Platzierung nicht der Anspruch der Bezirksliga-Veteranen. 

Jahrelang hat das Team in der oberen Hälfte der Bezirksliga-Tabelle mitgemischt, teilweise sogar am Aufstieg geschnuppert. Der aktuelle Absturz hat viel mit dem Ausfall von Top-Torjäger Bilal Solanke zu tun. Der Nigerianer, der in 76 Spielen für den SV Sulzemoos 66 Tore erzielt hat, zog sich gegen den FSV Pfaffenhofen einen Kreuzbandriss zu und fehlt seit April verletzt. Der SVS hofft, dass der Schlüsselspieler nach der Winterpause wieder in den Spielbetrieb eingreifen und den Abstieg verhindern kann.

Schlusslicht mit katastrophaler Bilanz

Für zwei Teams dürfte dagegen der Verbleib in der Bezirksliga nur noch in ihren kühnsten Träumen möglich sein. Der FC Finsing hat derzeit neun Punkte auf dem Konto, das Tabellenschlusslicht - der Türkische SV 1972 Ingolstadt - konnte bisher sogar nur zwei Unentschieden verbuchen - zwei mickrige Punkte.

Noch desaströser als die Punkteausbeute ist nur der Blick auf das Torverhältnis. Acht Toren stehen 107 Gegentreffer gegenüber. In zwei Spielen fiel die Niederlage sogar zweistellig aus: beim 0:14 gegen den SV Manching und beim 0:10 gegen den FC Alte Haide München. Das Team wird nach der Saison wohl oder übel den Weg zurück in die Kreisliga antreten müssen.

Quelle: Merkur.de

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